Seit ich Anfang des Jahres die Ehre hatte für Mobileblogger.at das neue Blackberry Bold 9700 für einige Wochen zu testen, weiß ich mein iPhone erst richtig zu schätzen. Gerade die Geräte von RIM sind ja bekanntlich gerade dafür prädestiniert, mit allen erdenklichen Nachrichten-Diensten fertig zu werden. In der Realität scheitert man als “Neuling” aber schon bei der Benützung eines einfachen GMail-Accounts: Werden Mails nach dem Push auf’s Handy mit dem Computer gelesen, synchronisiert sich der Gelesen-Status nicht und die Nachricht bleibt am Blackberry als ungelesen markiert. Eine nerviges Problem, wenn man täglich öfters die Geräte wechselt und sich dann immer durch die bereits erhaltenen Mails wühlen muss. Nach mehreren Tagen intensiver Internet-Recherche hatte ich mit dem offiziellen GMail-Programm zwar eine akzeptable Lösung gefunden – optimal war es trotzdem nicht.
Für alle ähnlich Leidgeplagten scheint es schon bald Abhilfe zu geben. Mit dem Blackberry Internet Service (BIS) 3.0 – ein Dienst der sozusagen als Mittelglied zwischen Handy und Internet fungiert – soll laut nun aufgetauchten Support-Dokumenten endlich die komplette Synchronisation der GMail-Konten unterstütz werden. Zusätzlich dazu gibt es noch Unterstützung für WMA-Dateien.
Freudentränen sind aber jetzt (noch) nicht angebracht: Immerhin muss der BIS vom Netzbetreiber aktualisiert werden und das kann bekanntlich dauern. Hoffen wir, dass T-Mobile sich hier nicht lumpen lässt und schnellstmöglich nachbessert sobald die Software verfügbar ist.
Der Social-News Dienst Digg.com ist wohl eines der besten Beispiele, wie schnell man in der Welt von Facebook, Twitter und Co vom heißen Eisen zum Altmüll degradiert werden kann. Vor einigen Jahren noch als das wunderbarste Startup hochgelobt, haben heute eine ganze Reihe anderer Services diesen Platz eingenommen. Nichtsdestotrotz hat Digg eine beispielhafte Karriere hinter sich und wird sicherlich auch in Zukunft seinen Weg gehen. Man kann Kevin Rose und seinen Gefährten nur dazu gratulieren …
Apple hat soeben das iPhone OS Update 3.1.3 für alle iPhone- und iPod Touch-Modelle freigegeben. Ich muss schon sagen, die Zeit seit der letztem Software-Aktualisierung haben sie ja echt sinnvoll verbracht. Der Download enthält laut Beschreibung ganze drei Verbesserungen:
Improves accuracy of reported battery level on the iPhone 3GS
Resolves issue where third-party apps would not launch in some Instances
Fixes a bug that may cause an app to crash when using the Japanese Kana keyboard.
… und nebenbei wird, wie üblich, die Jailbreak- sowie Unlock-Möglichkeit wieder einmal zunichte gemacht. Wenn man damit schon den Jailbreak deaktiviert, sollte man sich wenigstens auch Mühe geben, die User mit ein paar Features zu locken. So wird das nichts, Applaus an Apple!
Dass Steve Jobs und seine Kollegen auf den Apple Events ihre Ankündigungen mit einer ungewöhnlich großen Anzahl übertreibender Adjektive ausschmücken, sollte mittlerweile bekannt sein. Vergangen Mittwoch haben wir ein weiteres Paradebeispiel dafür bekommen. Hier die super, exciting, awesome, amazing, remarkable and magical Präsentation in drei Minuten zusammengefasst:
Es war freilich nur eine Frage der Zeit, bis die Comedians von CollegeHumor ihre ganze Kraft auf das iPad richten und das neue Produkt mitsamt Apple selbst so richtig durch den Kakao ziehen:
Je länger ich darüber nachdenke, desto klarer erscheint mir Apples Hintergrundgedanke vor meinen Augen. Apple will mit dem iPad keine Laptops und schon gar keine Desktop-Computer ersetzen, sie wollen ein Gerät für Leute anbieten, die in Wirklichkeit gar keinen richtigen Laptop brauchen und diesen nur besitzen, weil sie keine Alternative haben. Wie viele Leute kennt ihr, die ihren Laptop nur zum Internet surfen, Musik hören, Videos schauen und ein wenig Textverarbeitung benutzen? Eine Menge wahrscheinlich. Ich spreche hier von genau den Nutzern, die es alle paar Wochen schaffen, die Windows-Installation zu zerschießen, von Viren geplagt sind und keine Lust haben, sich mit den technischen Details auseinanderzusetzen. Jene, denen man immer wieder helfen muss, damit sie mit dem Computer zurecht kommen. Das iPad bringt die iPhone-Experience auf den großen Bildschirm und gleichzeitig auch die Vorteile, die wir alle so genießen, wenn wir unseren mobilen Begleiter dabei haben.
Die Programme auf dem iPad sind – was den Funktionsumfang anbelangt – durchwegs mit den Desktop-Pendants auf einem Level. Sie wurden nur mit einem Touchscreen-freundlichen User-Interface ausgestattet und können so direkt mit dem Finger bedient werden. Wenn man die Screenshots der Apple-eigenen Apps durchgeht, fallen einem direkt die Parallelen zur jeweiligen Desktop-Version auf: iTunes auf dem iPad sieht so aus wie iTunes auf dem Mac, Mail so wie Mail, das Adressbuch so wie das Adressbuch – nur wurden hier und da ein paar größere Buttons eingefügt und andere Anpassungen vorgenommen, damit sich alles schön mit dem Finger bedienen lässt.
Der 0815-Computernutzer braucht sich trotz des großen Funktionsumfangs aber keine Gedanken über die Technik dahinter machen, es funktioniert einfach! Und genau hier sehe ich den großen und fast übermächtig wirkenden Vorteil des iPads. Viele User benötigen einfach gar keine Möglichkeit, die noch so kleinsten Aspekte am System an die eigenen Wünsche anzupassen und duzende Programme parallel laufen zu lassen. Sie wollen ein möglichst wartungsfreies Gerät, mit dem sie die alltäglichen Tätigkeiten erledigen und es anschließend wieder zur Seite legen können. Warum sollte man sich noch einen normalen Laptop um 500€ kaufen, wenn man um das gleiche Geld ein portables Gerät haben kann, um das man sich nicht mehr kümmern muss und das schlicht und einfach genau das macht, was man von ihm verlangt?
Endlich hat die Geheimniskrämerei und die Gerüchteküche ein Ende. Morgen wird Steve Jobs auf dem Apple Event das seit Jahren erwartete Tablet-Produkt vorstellen. Viele werden begeistert sein, noch mehr Apple-Jünger sicherlich enttäuscht und einige davon werden trotzdem sofort im Online-Shop zuschlagen. Als kleiner Vorgeschmack habe ich hier für euch eine Zusammestellung von Engadget über die lange, lange, lange Reise des iPad, iSlate oder wie es dann auch immer heißen mag. Ich bin ja schon einmal gespannt, auf welches Gadget sich die Hype-Maschinerie in den kommenden fünf Jahren konzentrieren wird …
In kaum einem Land der Erde gibt es einen komplett freien Zugang zum gesamten Internet. Während ich in der Initiative einiger europäischer Länder, kinderpornographisches Material aus den Browsern ihrer Einwohner zu verbannen, absolut kein Problem sehe, nimmt die Thematik “Internetzensur” in anderen Staaten ganz andere Ausmaße an:
In den letzten Monaten hat sich einiges getan im Bezug auf Web-Standards und Technologien. Beispielsweise wurde ein neuer Browser-Wettlauf rund um die HTML5-Spezifikationen entfacht und die Hersteller versuchen jeden noch so kleinen Geschwindigkeitsvorteil aus ihren Software herauszuholen. Was heutzutage mit “stinknormalen” Browsern möglich ist, zeigt Guillermo Esteves auf seinem Blog:
Er hat die berühmte Anfangssequenz von Star Wars – den gelben Lauftext mit dem Weltall im Hintergrund – komplett in HTML und CSS nachgebaut. Leider funktioniert die Animation scheinbar derzeit nur mit Snow Leopard und dem Safari 4.0.4 sowie dem WebKit nightly-Build. Für alle Windows-User gibt’s jedoch netterweise ein Video auf YouTube.
@Netzreisender Nein, zumindest nicht in nächster Zeit. Vor allem am ländlicheren Raum (oder auch kleineren Städten) ist es unbrauchbar! #27 Minuten her
@Karli Oldschool-Like mit Erlagschein auf der Bank? ;) #28 Minuten her
Dann muss ich wohl fast noch eine Folge Skins schauen ;) #10 Stunden her
Gibt es eigentlich einen Hintergrund-Gedanken, warum Nosferatu in der Spongebob-Episode mit dem Hackfleisch hassenden Zerhacker vorkommt? #18 Stunden her
Fabian Pimminger - geboren im Dezember 1989 - lebt in Inzersdorf im Kremstal, Österreich - Schüler, bald Student - süchtig nach Musik, Web Design, Internet - liebt Gadgets - verabscheut Spinnen, sonstige Krabbeltiere, Sonntage und Montage.