In kaum einem Land der Erde gibt es einen komplett freien Zugang zum gesamten Internet. Während ich in der Initiative einiger europäischer Länder, kinderpornographisches Material aus den Browsern ihrer Einwohner zu verbannen, absolut kein Problem sehe, nimmt die Thematik “Internetzensur” in anderen Staaten ganz andere Ausmaße an:
Weder Mozilla, Microsoft noch Apple dürften über Googles Entscheidung, den hauseigenen Browser direkt auf Google-Hauptseite zu promoten, sonderlich erfreut gewesen sein. Immerhin reden wir hier von einer der bestbesuchten Websites weltweit und derzeit ringen die großen Drei bekanntlich um jeden Marktanteils-Prozentpunk. Durch die Veröffentlichung der lang erwarteten Mac-Version ist der Chrome gerade am Apple-Browser Safari vorbeigezogen und es sieht ganz und gar nicht danach aus, dass Google sich mit diesem Teilerfolg zufrieden gibt. Jetzt werden noch größere Geschütze aufgefahren, um gegen Microsofts Internet Explorer oder den Mozilla Firefox bestehen zu können.
Stattet man dem Onlineshop Amazon.de derzeit einen Besuch ab, springen einem gleich mehrere Werbeflächen für Googles Browser entgegen, die zum Browser-Wechsel verführen. Und als ob Online-Werbung nicht genug wäre, werden zusätzlich in mehreren europäischen Ländern auch – für Google eigentlich untypische – Offline-Werbe-Kampagnen geschaltet.
Da braucht man nur noch eins und eins zusammenzählen: Google versucht derzeit ganz offensichtlich, seinen Browser im Mainstream der Internetuser zu etablieren. Immerhin sind die ganzen Geeks und Techies, wenn wir von globalen Marktanteilen sprechen, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir dürfen schonmal gespannt sein, wie das Bild nach der Veröffentlichung von Chrome OS aussieht …
Die Weihnachtszeit hat einen ganz entscheidenden Nachteil, warum sie nicht meine Rangliste der Lieblingszeiten im Kalender anführt: Unzählige Tech-Geschenke warten nur darauf von ihren neuen Besitzern verwendet zu werden – diese verstehen aber davon nur Bahnhof und “kennen sich damit sowieso nicht aus” … Was liegt da näher, als mal schnell den “Computer-Freak” anzurufen, der sowieso alles weiß, und seine Nerven ein wenig zu strapazieren?
Ich habe echt Mitleid mit allen hauptberuflichen Tech-Supportern, aber die bekommen den Job wenigstens bezahlt ;)
“Let’s make the web faster” – genau diesen Ausspruch hat sich Google zum Hauptziel Nr. 1 gemacht, um das Internetsurfen für die Nutzer noch einfacher und damit interessanter zu gestalten. Der Suchmaschinengigant setzt hierbei gleich an einer Hand voll ziemlich unterschiedlicher Punkte an, die uns in ferner Zukunft ein schnelleres Internet bringen sollen: Die Rede ist unter anderem von der Javascript-Performance in Googles eigenem Browser Chrome und dessen Open Source-Pendant Chromium sowie der Einführung von HTML5 - aber auch die komplette Neuerfindung des HTTP-Internetprotokolls in Form von SPDY und viele weitere gehören zu dieser Initiative …
Heute hat Google mit Public DNS einen weiteren Service ins Leben gerufen, der die oft sehr langsamen DNS Resolver der Internet-Provider ersetzen soll. Diese werden von uns allen benötigt, um Adressen wie wikipedia.org in die dazu passende IP-Adresse zu übersetzen. Da im Hintergrund also jedes Mal die IP-Adresse des Servers abgefragt werden muss, kommen so einige Hunderte Requests pro Tag und User zusammen. Genau dieser Vorgang kann sich als Flaschenhals herausstellen, falls der DNS-Server nicht schnell genug reagiert und damit die Ladezeit von allen anderen Komponenten einer Website hinauszögert.
Google Public DNS setzt genau an diesem Konzept an und ist im Grunde nichts anderes als ein stink normaler DNS-Service – wäre da nicht Googles massive Infrastruktur und Expertise in diesem Bereich. Durch ein intelligentes Caching-System und zahlreiche Tweaks kann Google eine deutlich höhere Geschwindigkeit erreichen, als vergleichbare Dienste der Internet-Provider. Zusätzlich soll der Nutzer durch erhöhte Sicherheitsmaßnahmen profitieren und niemals zu einem gefilterten oder blockierten Ergebnis weitergeleitet werden.
Obwohl es sich bei dem neuen Service um eines der Grundprinzipe des Internets handelt, könnte die Einrichtung nicht einfacher sein. Alles, was man dafür tun muss, ist die Umstellung der DNS-Adressen auf 8.8.8.8 und 8.8.8.4 in den Netzwerkeinstellung des Betriebssystems oder direkt im Admin-Interface des Routers und schon kann das neue Surf-Vergnügen starten. Falls es doch zu Problemen kommen sollte, hat Google hier einen Supportbereich inklusive genauer Beschreibung und sogar eine Telefon-Hotline eingerichtet. Wem sich bei Googles Datensammelwut schon des öfteren der Magen umgedreht hat, der sollte zusätzlich noch die Privacy Informationen konsultieren, die einen umfassenden Einblick in die gesammelten Daten geben.
Bereits einige Tage nach der Vorstellung von iTunes LP, dem Versucht das gute alte Albumerlebnis in die digitale Welt zu verfrachten, wurde das neue Dateiformat (.itlp) schon in seine Einzelteile zerlegt und anschließend mit iTunesLP.net ein zentraler Anlaufpunkt für Fan-Kreationen geschaffen. Apple hingegen machte von Anfang an klar, dass iTunes LP zumindest für einen gewissen Zeitraum ein eingeschränktes Format bleibt und der Zugang nur für ein paar handerlesene Publisher geöffnet wird. Umso erstaunter war ich heute, als Apple einige Tools und Guides zur Produktion eigener iTunes LP und iTunes Extra Inhalten veröffentlicht hat. Im Grunde sollte so jeder fortgeschrittene Web-Entwickler auch in der Lage sein, iTunes LPs zu entwerfen, da diese im Grunde nur auf HTML und CSS-Techniken basieren. Zusätzlich wird einem die TuneKit-Bibliothek für allerlei Javascript Aufgaben zur Seite gestellt.
Zwar müssen die Werke weiterhin durch eine manuelle Prüfung seitens Apple – das sind wir aber ohnehin schon vom AppStore gewohnt. Erst Anfang 2010 soll ein automatisches System an den Start gehen.
Lange hat es gedauert aber nun soll endlich Schluss sein mit der Geheimnistuerei von Google. Auf dem heutigen Presse-Event des amerikanischen Suchmaschinen-Giganten wurde Chrome OS endlich der Öffentlichkeit vorgestellt und damit alles enthüllt, was sich alle sowieso schon erwartet hatten: Das neue Betriebssystem ist im Grunde nur ein Browser. Keine anderen Programme, keine Dateiverwaltung – dafür Web-Apps, eine hohe Performance und keine Probleme mit der Sicherheit. Alle dafür benötigten Dateien (bis auf Chrome OS selbst) werden direkt in der Cloud gespeichert und sind somit selbst vor einem Festplatten-Defekt oder Diebstahl sicher. Das ist also Googles Vision eines modernen Betriebssystems – hier noch ein zusammenfassendes Video:
Chromium OS – die Open Source Version - ist übrigens bereits jetzt als Download verfügbar!
Knapp über 10 Jahre sind seit dem Start von Google vergangen und der heutige Suchmaschinen-Konzern kann auf eine glänzende Firmengeschichte zurückblicken, die besser nicht ablaufen hätte können: Innerhalb kürzester Zeit hat der damalige Newcomer die gesamte Konkurrenz auf dem Suchmaschinen-Markt alt aussehen lassen, Schritt für Schritt neue Geschäftsbereiche erobert und so sein Imperium immer weiter ausgebaut.
Für alle, die ein wenig Nachhilfe zur Geschichte der meistbenutzten Suchmaschine brauchen, hier eine Kurzfassung als Video:
Dass sich Apple bei Produktaktualisierungen gerne mal eine kleine Auszeit nimmt und den online Store komplett vom Netz nimmt, sollte eigentlich kein Geheimnis mehr sein. Die heutige Downtime des Stores hat aber ungewöhnlich lange gedauert und dementsprechend groß war auch die Aufregung vieler Apple-User, die auf eine umfassende Aktualisierung der Produktpalette hofften – und es sieht ganz so aus, als ob sie nicht enttäuscht wurden!
Apple scheint diesmal kurzerhand nahezu die komplette Computer-Sparte umgekrempelt zu haben und überrascht mit ungewöhnlich vielen Neuheiten. Neben dem erwarteten iMac-Update gibt es außerdem ein weißes Unibody Macbook, neue Mac Minis inklusive einer Server-Variante und eine komplett überarbeitete Multi-Touch Maus – der Magic Mouse.
Auch wenn das nötige Kleingeld für einen Kauf fehlt, sollte man sich unbedingt wieder einmal die Produktseiten der neuen Geräte ansehen. Da könnten sich so einige andere Hersteller ein Beispiel nehmen …
Es gibt zweifellos eine ganze Reihe an unterschiedlichen und höchst nützlichen Einsatzmöglichkeiten für die RFID-Technologie, bei der Gegenstände und Lebewesen mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen identifiziert und kabellos lokalisiert werden können. Für die Entwicklung von RFID-basierten Anwendungen kann es aber unter Umständen ganz nützlich sein, die Wellen sichtbar zu machen und sich in weiterer Folge über das Aussehen des Magnetfeldes bewusst zu werden. Jack Schulze und Timo Arnall, zwei Forscher an der Oslo School of Architecture and Design, haben eine denkbar einfache Lösung zur Visualisierung der Wellen gefunden:
Multitouch gilt jetzt schon als Quasi-Nachfolger der konventionellen Tastatur-Maus-Steuerung. Touchscreen-Displays erleben gerade eine Wiedergeburt bei mobilen Geräten und das (hoffentlich bald) kommende MacTablet wird genauso davon profitieren, wie damals das iPhone. Treffender als Steve Jobs damals auf der MacWorld 2007 in San Francisco kann man es fast nicht asudrücken: “We’re going to use the best pointing device in the world, a pointing device we’re all born with.”
Jedoch ist die Softwareseite, beziehungsweise die Benutzeroberfläche, mindestens genauso wichtig, wie die dazugehörige Eingabemethode. Heutige Konzepte passen einfach nicht mehr in die Welt von Multitouch – Sie wurden für die Maus entworfen und sollten ebenso generalüberholt werden.
Das Team von 10/GUI hat sich dazu Gedanken gemacht und präsentieren eine ziemlich interessante Designstudie über ihre Entwicklung. Was sagt ihr dazu?
Fabian Pimminger - geboren im Dezember 1989 - lebt in Inzersdorf im Kremstal, Österreich - Schüler, bald Student - süchtig nach Musik, Web Design, Internet - liebt Gadgets - verabscheut Spinnen, sonstige Krabbeltiere, Sonntage und Montage.