Nokia crasht HTC-Event in London

Schön ist das, wenn zwei Konkurrenten sich bis aufs Blut bekämpfen und durch ein paar “nette” Gesten versuchen, den Mitbewerber eines auszuwischen. So passiert heute in London, wo derzeit die Nokia World 2010, quasi die Hausmesse von Nokia, stattfindet. HTC hat kurzerhand ein Presseevent organisiert um einige neue Modelle und Services der Weltöffentlichkeit vorzustellen und gleichzeitig den Wind aus Nokias Segeln zu stehlen. Das ließ sich der finnische Telekommunikationskonzern natürlich nicht so einfach gefallen und hat knallrote Luftballons mit der Aufschrift “I know where I’m going with Nokia’s Ovi Maps” und HTC press conference survival kits direkt vor dem Eingang der Konkurenzveranstaltung an die Journalisten verteilt. Well played, Nokia!

Am kommenden Freitag gibt es übrigens ein ähnliches Event von HTC in Wien, zu dem ich dank meiner neuen Wohnung schauen werde. Wenn es dort noch etwas neues gibt, erfahrt ihr es selbstverständlich hier :)

[Images by engadget]

Alte Ampel-Buttons in iTunes 10 wiederherstellen

Eine ziemlich deutliche ästhetische Änderung im heute morgen veröffentlichten iTunes 10 ist die geänderte Position der vormals horizontalen Ampel-Buttons am oberen Fensterrand. Mit der neuen Version wurden die Buttons erstmals in einer offiziellen Apple-Anwendung vertikal angeordnet, was wohl sogar im Gegensatz zu Apples eigener Human Interface Guidelines steht. Für alle, die sich partout nicht an die Neuerung gewöhnen können, gibt es zum Glück Abhilfe:

Ihr müsst einfach “defaults write com.apple.iTunes full-window -1” im Terminal eingeben und mit Enter bestätigen und schon ist die alte Platzierung zurück.

[via BENM.AT]

Apple wird Amazowned: $ 0,99 TV-Shows

Apple hat heute mit großer Begeisterung des Publikums ein neues Preisschema für das digitale Ausleihen von TV-Serien festgelegt. Zukünftig werden Episoden von Fox und ABC um nur noch 99 Cent via iTunes und dem neuen Apple TV gestreamt, aber auch Amazon hat den Trend diesmal anscheinend nicht verpasst und sogar noch einen drauf gesetzt. Dort können nämlich die gleichen Shows nicht nur gestreamt sondern auch um 99 Cent gekauft und heruntergeladen werden.

Irgendwie hört sich Apples Angebot jetzt doch nicht mehr so gut an, oder?!

Heute Livestream der Apple Keynote

Wie Apple heute bekannt gegeben hat, wird die Pressekonferenz als Videostream übertragen und kann demnach von jedem kostenlos mitverfolgt werden. Da der Stream auf Apples HTTP Live Streaming-Technologie basiert, ist das Abspielen nur von Mac OS X Snow Leopard und Geräten mit iOS 3 oder höher möglich. Bei Macrumors gibt es jedoch einen Workaround für alle, die kein kompatibles Betriebssystem besitzen.

LED LENSER M7: Microcontroller gesteuerte Taschenlampe

[Trigami-Review]

In den vergangenen Wochen hatte ich die Möglichkeit die High End-Taschenlampe LED LENSER M7 auszuprobieren und darüber ein kleines Video zu machen. Ich muss ehrlich zugeben, dass mich selten eine Taschenlampe so in ihren Bann gezogen hat. Dass liegt einerseits sicher am stolzen Preis von 100 €, aber auch an der edlen Verarbeitung und brillianten Leuchtkraft. In einem Test erhellten sich Objekte in 250 Metern Entfernung, was schon ziemlich beeindruckend ist. Obwohl die Taschenlampe unglaublich viele Funktionen eingebaut hat, funktioniert alles über eine Ein-Knopf-Bedienung. Der einzige Haken an der ganzen Sache ist hauptsächlich der Preis, den nicht jedermann für eine Taschenlampe ausgeben will …

Jetzt zum Produkt

System-Update: Mac OS X 10.6.4 verfügbar

Lange und vor allem sehnsüchtig haben wir alle auf das bevorstehende Mac OS X Update 10.6.4 gewartet und jetzt ist es endlich da. In dem ganzen E3-Trubel wäre die News fast in den unendlichen Weiten meines RSS-Readers untergegangen, aber irgendwie konnte ich mich dann doch nicht zum “Mark all as read” durchringen und bin doch noch virtuell über die Nachricht gestolpert.

Weitere Infos über die Vielzahl an gefixten Bugs und geänderten Dinge gibt’s wie immer hier bei Apple!

Apple stellt neuen Unibody Mac Mini vor

Zu einer ganz ungewöhnlichen Zeit hat Apple heute Morgen neue Mac Mini-Modelle vorgestellt. Der Kleinste in Apples Produktreihe kommt inklusive eines HDMI-Ports und ist daher auch bestens für die Benutzung am Fernseher geeignet. Vielleicht ist das ja schon einmal ein Vorgeschmack auf einen eventuellen Apple TV-Refresh?

Auch beim Preis gibt es leider ein paar Veränderungen: Das Standard-Modell (inkl. 2,4 GHz Intel Core 2 Duo, 2 GB Arbeitsspeicher, 320 GB Festplatte, NVIDIA GeForce 320M Grafikprozessor) kostet 799 € und die Server-Variante schlägt mit 1149 € zu Buche.

Apples Hyperwall begeistert WWDC-Besucher

Schon letztes Jahr sorgte eine AppWall genannte, aus 20 30″ Cinema Displays bestehende, Visualisierung des AppStores auf der WWDC für großes Aufsehen. Natürlich hat Apple dieses Jahr ein Schäufchen nachgelegt und präsentiert mit der Hyperwall eine – wie ich finde – noch bessere Darstellung der Kaufprozesse im AppStore.

MobileMe der Zukunft: Freemium, Social, Plattform

Wirklich viele Erfolgsmeldungen scheint Apple mit MobileMe nicht vermelden zu können. Der kostenpflichtige Cloud-Dienst hat nämlich ein rießen großes Problem, weswegen er nicht viele Anhänger findet und Apple die Triumphe nicht lauthals herausposaunt. Wer bezahlt schon für einen Service, den man von Google und Co. komplett umsonst und vielleicht sogar in besserer Qualität bekommt?

Die Schachstellen würden sich aber ganz einfach von zwei verschiedenen Seiten anpacken lassen. Einerseits durch den kompletten Wegfall der 79 Euro teuren Jahrensmitgliedschaftsgebühren und andererseits durch eine drastische Verbesserung des Dienstes bei bleibenden Gebühren. Am logischsten wäre jedoch der goldene Mittelweg – nämlich ein Freemium-Modell einzuführen, bei dem die jetzigen Dienste – eventuell mit weniger Speicherplatz – völlig kostenlos angeboten werden und ein paar zusätzliche Features unter einem Premium-Preis zu verkaufen. Denkbar wären hier zum Beispiel das Hinzufügen einer eigenen Domain für den Mail-Service oder die Unterstützung von Microsofts Exchange Protokoll, so wie Google das vor einiger Zeit gemacht hat. Dadurch würden auch tausende andere Geräte, die man so täglich mit sich herum trägt, von den einzigartigen Sync-, Kalender- und Mail-Funktionen profitieren. Vor allem erstere sind nämlich der Grund, warum ich mein Abo jetzt schon zum zweiten Mal verlängert habe.

Durch einen kostenlosen Basis-Account wäre es Apple möglich, auf einen Schlag alle Mac- iPod und iPhone-Besitzer an seinen Dienst zu binden und ich kann euch versichern, dass viele, wenn sie es einmal gewohnt sind, nicht mehr auf die Synchronisation zwischen den Geräten verzichten werden. Apple müsste halt bei diesem Punkt einmal von seinen bewährten Prinzipien Abstand halten und auch Services anbieten, die keinen direkten Profit auf das Firmenkonto bringen. Wenn das Ganze dann noch in gewohnt guter Apple-Manier umgesetzt wird und kinderleicht bzw. intuitiv benutzbar ist, steht dem Revival von MobileMe nichts mehr im Wege.

In diese Richtung könnte ich mir auch noch einige Social-Features vorstellen, die durch die direkte Integration in Mac OS X und iPhone OS bzw. dem optionalen Windows-Programm sicherlich schnell an Fahrt gewinnen und sich als Standard-Kommunikationsweg zwischen den Mac- und iPhone-Usern etablieren könnten. Genauso wie es den Blackberry Messenger zwischen den Blackberrys gibt, der seinen Besitzern das Versenden von Nachrichten, Fotos etc. erlaubt.

Weiter gehen meine Vorstellungen von einem perfekten MobileMe mit der Veröffentlichung einer MobileMe-Plattform auf Basis der bereits sowieso verwendeten – und von Apple mitentwickelten – Sproutcore-Library. Nutzer können aus einem App-Verzeichnis verschiedene Cloud-Programme auswählen und ihrer MobileMe-Navigationsleiste hinzufügen – ganz in der gleichen Weise, wie derzeit Mail, Kalender und das Adressbuch angezeigt werden. Das Schlüsselglied ist hierbei wieder Apples starke Präsenz im Computer- und Smartphone-Business. Programme auf dem Mac können durch einen MobileMe-Pendant eine praktische Web-Oberfläche zur Verfügung stellen, die sich automatisch über den Sync-Client auf dem Laufenden hält und alle Informationen mit dem Desktop-Programm abgleicht. Das Web-Interface bildet quasi die Erweiterung des Desktop-Anwendung, über die man überall auf seinegespeicherten Daten zugreifen kann, wenn diese über eine angepasste MobileMe-Version verfügen. Ein Datenstand wird so auf alle registrierten Geräte synchronisiert und überall mit einem angepassten Interface angezeigt und bearbeitet.

Das wäre meine Version des modernen Cloud-Computings und Apple könnte hierbei wirklich wieder einmal eine Vorreiterrolle einnehmen, falls sie die Chance beim Schopf packen, ihren Cloud-Service endlich ausbauen und für Drittentwickler öffnen.