Tweetie: Vom iPhone auf den Mac

tweetieTweetie ist einer der beliebtesten Twitter-Clients für Apples iPhone. Zurecht, wie viele Besitzer meinen. Mit einem aufgeräumten Interface und einem soliden Featureset präsentiert die mobile Version alles, was das Twitter-Herz begehrt. Genau diese Formel setzt Loren Brichter, der Entwickler hinter dem Entwicklungsstudio atebits, auch bei der Desktop-Umsetzung des populären Twitter-Clients wieder ein, die heute veröffentlicht wurde. untitled-21 Ich habe vor einigen Tagen eine Beta-Version von Tweetie für Mac OS X erhalten und konnte schon einige Eindrücke sammeln: Während viele Mac-Twitter-Clients (wie TweetDeck oder das neue Seesmic Desktop) auf Adobes AIR-Plattform setzen und dementsprechend ressourcenhungrig bzw. träge sind, baut Tweetie auf Apples Cocoa-Framework auf. Tweetie will auch keinesfalls die ganze Bildfläche in Anspruch nehmen und begnügt sich im Vergleich zu den anderen mit einem kleinen, schmalen Fenster. Dieses beherbergt alle wichtigen Funktionen (Timeline, @Mentions, DMs Search), die über die Icons an der Seite ausgewählt werden können. Lediglich einzelne Suchen können dauerhaft als alleinstehendes Fenster angezeigt werden. Nette Animationen begleiten die Übergänge und runden den Wechsel zwischen den Ansichten ab. untitled-24 Leider bietet Tweetie nicht den Funktionsumfang der größeren Clients. Mehrere gleichzeitige Listenansichten, Gruppierungen und andere Extras fehlen. Dafür kann der Newcomer mit einem aufgeräumten Interface punkten und integriert sich wunderbar in die Mac-Welt. Besonders auf die Mac-Integration wurde anscheinend besonderes Augenmerk gelegt. Zum Hochladen eines Bildes auf Twitpic – oder einem anderen unterstützen Bildhoster – genügt es, das Bild in das Eingabefenster zu ziehen. Alle weiteren Schritte erledigt der Client im Hintergrund. Bereits getwitterte Bilder werden nach Aufruf direkt in einem QuickLook-ähnlichen Fenster angezeigt werden. untitled-26 Fast jede Funktion von Tweetie lässt sich mit einem dazupassenden Shortcut aufrufen – viele davon sind wiederum mit Standard-Shortcuts belegt, die man bereits aus anderen Mac OS X-Programmen kennt. CMD + N bringt beispielsweise das Fenster zum Erstellen eines neuen Tweets zum Vorschein, mit CMD + R schreibt man eine Reply. Auf diese Weise geht die schnelle und intuitive Bedienung schnell ins Blut über  und man navigiert innerhalb kürzester Zeit in Windeseile durch die Twitterspähre. Ein besonderes Schmankerl stellt die Möglichkeit für gloable Shortcuts dar: Durch eine beliebige Tastenkombination kann zu jedem Zeitpunkt – also auch wenn das Programm nicht aktiv ist – ein Tweet abgeschickt werden. untitled-25 Tweetie ist der erste Twitter-Client für den Mac, der mich dazu bewogen hat, die Web-Oberfläche zu Gunsten eines Desktop-Programms aufzugeben. Das ansprechende User-Interface und die beispielhafte Bedienung tragen ihren erheblichen Teil dazu bei. Tweetie ist als kostenlose Version erhältlich, die den Entwickler durch Werbeeinblendungen unterstützt. Die werbefreie Version schlägt mit $14,95 zu Buche. Wem Tweetie gefällt, empfehle ich außerdem die ausgezeichnete iPhone-Version um 2,39€, die im AppStore erhältlich ist (Affiliate-Link).

  1. Heinz Grünwald

    26. April 2009

    Tweetie for Mac sieht echt gut aus, allerdings bin ich noch immer ein Fan von Nambu. Übrigens toller Blog!

  2. David

    27. Mai 2009

    Ich bin auch ein Fan von Tweetie. Seit heute kann man sogar Videos per drag&drop posten. Ich habe dich hier verlinkt:
    http://www.davidianni.com/blog_files/twitter_tipps_2.php

  3. Fabian Pimminger

    27. Mai 2009

    Danke für den Tipp. Habs mir soeben geladen :)

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