Virtuelle Fenster dank Wiimote und Head Tracking

Der Controller von Nintendos populärer Heimkonsole Wii – kurz Wiimote – wurde ja bereits für allerlei technische Spielereien außerhalb der Gaming-Welt missbraucht. Neben zahlreichen anderen Einsatzzwecken bietet er vor allem einen außergewöhnlich kostengünstigen Weg, Head Tracking in der Praxis umzusetzen. Dadurch können realistische 3D-Effekte erzieht werden, die ganz ohne 3D-Brille auskommen. Genau nach dem selben Prinzip werden im folgenden Video die Inhalte der “Fenster” verändert und an den Blickwinkel des Betrachters angepasst.

[via Engadget]

Nintendo DSi + Face Tracking + virtuelles 3D = Super Awesomeness

Eine der wirklich lästigen Tatsachen an der neuen 3D-Technologie, die angeheizt durch den Blockbuster Avatar jetzt auch unsere Wohnzimmer erobern soll, sind die obligatorischen 3D-Brillen, ohne die man nicht in den Genuss der dritten Dimension kommt. Innovative Entwickler zeigen aber zum Glück immer wieder, dass es auch anders geht:

Das Spiel Rittai Kakushi e Attakoreda für den Nintendo DSi geht komplett andere Wege und verwandelt den Handheld in ein virtuelles Puppenhaus, in das man aus den unterschiedlichsten Perspektiven hineinschauen kann. Die Front-Kamera erkennt dabei die Augen des Spielers und dessen Blickwinkel, woraus anschliessend ein passendes Bild berechnet werden kann. In Bewegung kommt so der 3D-Effekt zustande. Schaut euch aber am besten selbst das Video an:

Google bringt den Browsern 3D bei

labs_logo2Google experimentiert bekanntlicherweise schon seit längerer Zeit mit der Erweiterung der eher eingeschränkten und teilweise veralteten Web-Technologien. Mit dem Native Client wurde bereits im Dezember ein Open-Source Projekt veröffentlicht, das nativen x86 Code direkt in Web-Anwendungen ausführbar macht und damit die alten Javascript-Lösungen gerade bei performancelastigen Anwendungen ablösen soll.

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Neben dem Native-Client hat Google heute ein weiteres Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das die Nutzbarkeit von Web-Applikationen erweitert: O3D, so der offizielle Name der Technologie, soll echte 3D Darstellung direkt im Browser ermöglichen. Während der Großteil der Internet-Inhalte heutzutage nur eine einfach 2D-Darstellung verwenden, glaubt Google, dass es genügend Einsatzgebiete für 3D im Web gibt. In der Tat könnte man zum Beispiel dreidimensionale Browsergames durch die neue O3D-Schnittstelle besser realisieren, die ganz ohne Flash-Plugins auskommen.

Mir gefällt es, dass Google versucht, neue Web-Technologien einzuführen und die Entwicklung voranzutreiben. Warum sollte man auch weiterhin kleinere Programme oder Spiele lokal installieren, wenn diese direkt über den Internet-Browser ohne Geschwindigkeitsprobleme geliefert werden könnten? Direkt mit Anbindung an einen Online-Speicherplatz in der Cloud, treiben solche Projekte sicherlich die Vision des Cloud Computings auf neue Spähren.

Hier gibt es erste Kostproben (Plugin wird benötigt)

[via Google-Blog]