Quake Live ab Dienstag für Mac/Linux

Quake_Live_LogoQuake Live ist eines der neuesten Experimente von id Software, das bereits im Jahre 2007 unter dem Namen Quake Zero der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Es handelt sich dabei um einen werbefinanzierten Ego-Shooter, der auf dem beliebten Klassiker Quake III Arena basiert und schon allein deswegen viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Doch ein normaler Quake III-Klon wäre noch keine Sensation. Der Clou bei der ganzen Sache: Der gesamte Multiplayer-Spaß läuft direkt im Browser ab und es werden – außer einem kleinen Plugin – keine Dateien auf dem Computer des Spielers benötigt werden. Natürlich wurden dem Spiel einige Community-Features wie Freundeslisten oder Achievements spendiert, um die Vernetzung und die Kommunikation der Spieler einfacher zu machen. Ansonsten bleibt aber fast alles beim Alten.

Während Windows-Benutzer sich schon seit Februar auf dem digitalen Schlachtfeld messen können, mussten sich Mac- oder Linux-User bislang mit einer vagen Aussage zum Releasetermin begnügen. Auf der id-Hausmesse Quakecon wurde jetzt bekannt gegeben, dass die Multiplattform-Unterstützung nun am 18. August 2009 freigegeben wird und damit auch endlich Spieler mit anderen Betriebssystemen in den Genuss des Onlineshooters kommen.

Hat jemand Lust auf eine Partie am Dienstag?

Opera Unite macht den Browser zum Server

uniteOpera, ein norwegisches Software-Unternehmen, das bereits jahrelang (vergeblich) versucht am Browsermarkt Fuß zu fassen, macht nun mit dem neuen Service Opera Unite den Browser zum Server.

Durch den neuen Dienst, der übrigens bereits mit dem neuesten Opera Browser Snapshot zum Download angeboten wird, können auch normale Nutzer kinderleicht kleine Programme – Opera Unite Services genannt – direkt auf ihrem Computer hosten und damit ein richtiger “Teil des Internets” werden. Kommunikation läuft so nicht mehr über einen übergestellten Server, sie findet viel mehr direkt zwischen den Computern der Benutzer statt. Die gegenwärtig erhältlichen Services stellen laut Opera nur die Spitze des Eisbergs dar, komplexere Dienste von Drittentwicklern sollen durch bereitgestellte APIs/Schnittstellen und einer umfangreichen Dokumentation in den kommenden Wochen folgen.

trad_share

unite_share

Wer sich noch weiter mit dem Thema beschäftigen will, findet hier noch einen sehr interessanten Artikel über die Vision hinter Opera Unite oder soll sich ganz einfach folgendes Video ansehen:

Das Konzept scheint zwar auf den ersten Blick ziemlich schlüssig und ideenreich, jedoch gibt es auch einige Hürden, die Opera noch überwinden muss, die aber teilweise an der verwendeten Technik selbst beziehungsweise der Philosophie dahinter liegen. Da jeder Client gleichzeitig einen Server darstellt, kann es leicht passieren, dass die für Freunde zur Verfügung gestellten Fotos nicht wirklich online sind, wenn diese sie ansehen wollen. Ist der Computer nicht online, kann sich auch kein anderer darauf verbinden und die Services darauf nützen. Gerade dieser Umstand wird verhindern, dass Opera Unite jemals den Sprung auf den Massenmarkt schafft. Denn diese Nutzer sitzen nicht den ganzen Tag vor dem Computer und sind mit dem Internet verbunden, eher schalten sie das Gerät mal schnell für eine Stunde ein, erledigen die Arbeit und drehen dann wieder den Saft ab. Ich hoffe für Opera, dass sie für diese Zielgruppe eine Lösung anbieten, was aber auf jeden Fall wieder zentrale Server voraussetzt und damit gegen die Dezentralität gehen würde.

Außerdem bleibt immer noch das Risiko, dass die Idee, wie auch schon zahlreiche andere Innovationen von Opera bevor, von einem anderen Browserhersteller oder etwa der Open Source Community kopiert und später in verbesserter Form mehr Erfolg haben wird.

Browser Ball verbindet mehrere Browserfenster

Google hat bereits vor einiger Zeit mit Chrome Experiments eine Plattform für allerlei Javascript-Spielereien und Experimente ins Leben gerufen auf der es sich immer wieder einmal vorbeizuschauen lohnt. Da Googles Browser – genauso wie Apples Safari – die Webkit-Engine zu Grunde liegt, lassen sich die meisten Projekte auch mit anderen Browsern aufrufen. Auch mit dem Firefox kann man bei dem ein oder anderen Experiment ein Glück haben, immerhin werden nur offene Standards verwendet.

Besonders lustig finde ich Browser Ball, das beliebig viele Browserfenster zu einem großen Spielfeld zusammenfügt und man einen Ball über verschiedene Windows werfen kann. Schaut’s euch mal an – es ist beeindruckend!

bild-2

Beta-Builds von Google Chromium für Mac

chromiumDie Entwickler hinter dem Open-Source Projekt zu Googles Chrome veröffentlichen seit einigen Tagen mehrmals täglich Beta-Builds, die den aktuellen Stand des Browsers für den Mac widerspiegeln. Das Chromium genannte Programm befindet sich zwar noch weit entfernt von einem Einsatz in produktiver Umgebung, gibt aber schon vorab einen ziemlich guten Eindruck in die Performance der neuen Javascript-Engine V8. Auch die Abspaltung jedes Tabs in einen eigenen Prozess ist, genau wie in der Windows-Version, bereits enthalten.

chromium_screenshot

Wer also schon einmal einen Blick riskieren will, der findet den jeweils aktuellen Build hier.

Google bringt den Browsern 3D bei

labs_logo2Google experimentiert bekanntlicherweise schon seit längerer Zeit mit der Erweiterung der eher eingeschränkten und teilweise veralteten Web-Technologien. Mit dem Native Client wurde bereits im Dezember ein Open-Source Projekt veröffentlicht, das nativen x86 Code direkt in Web-Anwendungen ausführbar macht und damit die alten Javascript-Lösungen gerade bei performancelastigen Anwendungen ablösen soll.

bild-41

Neben dem Native-Client hat Google heute ein weiteres Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das die Nutzbarkeit von Web-Applikationen erweitert: O3D, so der offizielle Name der Technologie, soll echte 3D Darstellung direkt im Browser ermöglichen. Während der Großteil der Internet-Inhalte heutzutage nur eine einfach 2D-Darstellung verwenden, glaubt Google, dass es genügend Einsatzgebiete für 3D im Web gibt. In der Tat könnte man zum Beispiel dreidimensionale Browsergames durch die neue O3D-Schnittstelle besser realisieren, die ganz ohne Flash-Plugins auskommen.

Mir gefällt es, dass Google versucht, neue Web-Technologien einzuführen und die Entwicklung voranzutreiben. Warum sollte man auch weiterhin kleinere Programme oder Spiele lokal installieren, wenn diese direkt über den Internet-Browser ohne Geschwindigkeitsprobleme geliefert werden könnten? Direkt mit Anbindung an einen Online-Speicherplatz in der Cloud, treiben solche Projekte sicherlich die Vision des Cloud Computings auf neue Spähren.

Hier gibt es erste Kostproben (Plugin wird benötigt)

[via Google-Blog]

Die öffentliche Safari 4 Beta ist da!

Kaum ist man mal einige Zeit nicht am PC, wird der geliebte Mac-Browser Safari in einer neuen Version, die sich jetzt in der öffentlichen Beta befindet, veröffentlicht. Im Gegensatz zu der schon länger für Entwickler erhältlichenVersion von Safari 4, enthält die öffentliche Testversion nun erstmals viele neue Features, die das schon etwas angestaubte Interface mit mächtig Eye-Candy auflockern.

whatsnew-hero-20090217

Aber nicht nur am Aussehen hat sich viel verändert, auch unter der Motorhaube gibt es einiges zu bestaunen. Hier die Features im Schnell-Überblick:

  • Top Sites: Die 24 meist-besuchten Websiten werden jetzt in einer Übersicht angezeigt, so kommt man am Schnellsten zu seinen Lieblingsseiten.
  • Cover Flow: Mit der bekannten Cover Flow Ansicht kann man jetzt durch seinen Browser-Verlauf oder die Bookmarks navigieren. Ein gutes Feature, vor allem, wenn man Seiten anhand des Aussehens wieder finden will.
  • Volltext Browser-Verlauf: Safari speichert nun ein Thumbnail und den gesamten Text einer Seite um diese mit der Suche später wieder finden zu können.
  • “Chrome”-Tabs: Tabs werden jetzt, ähnlich wie bei Googles Browser “Chome”, am oberen Fensterrand platziert.
  • Nitro Javascript Engine: Javascript wird nun laut Apple um bis zu 30 mal schneller als beim Internet Explorer 7 und 3 mal schneller als beim Firefox 3 ausgeführt.
  • Windows-Aussehen: Windows-Benutzer dürfen sich jetzt über einen angepassen Windows-Look freuen. Safari sieht jetzt auch in der Windows-Welt nicht mehr wie ein Fremdkörper aus.
  • Entwickler-Tools: Dem Safari 4 wurde eine neue Version des Web-Inspektors spendiert. Dazu gibts noch einen Artikel später, sobald ich alles ausprobieren konnte.

Hier findet ihr den Download

[via TUAW]