Chrome OS – Das Cloud-Betriebssystem von Google

chrome_osLange habe ich mich gefragt, wann Google oder ein anderer Softwarehersteller endlich ein richtiges “Cloud-Betriebssystem” entwickeln, dass speziell an die Anforderungen von heutigen Web-Applikationen angepasst ist. Der Suchmaschinen-Gigant Google setzt nun mit dem Chrome OS den ersten Schritt in diese Richtung. Chrome OS soll – wie der Name schon sagt – den Google Browser als Basis für ein komplett neues Betriebssystem verwenden und damit einen extrem schnellen Zugang zum Internet erlauben. Unter der Browseroberfläche wird ein spezieller Linux-Kernel werkeln, der nebenbei die notwendige Sicherheit mitbringt und sowohl auf x86- als auch auf ARM-Chips läuft. Dadurch soll die Nutzung auf einer breiten Masse an Computern – und damit einer Vielzahl an potenziellen Google-Usern – ermöglicht werden.

Tausende Web-Applikationen stehen direkt nach Start des Betriebssystems, dessen Source Code übrigens bereits Ende des Jahres veröffentlicht wird, zur Verfügung. Vor allem leistungsschwache Netbooks werden von dem ressourcenschonenden Chrome OS profitieren, da heutige Javascript-Engines besonders effizient arbeiten und viele Arbeiten von Server im Internet übernommen werden. Zusätzlich wird der Speicherplatzverbrauch reduziert, indem alle Daten direkt in der “Wolke” abgespeichert werden und ebenfalls über die Internetleitung (oder das Mobilnetz) bereit stehen. Ob dieser Umstand Datenschutz-Probleme aufkommen lässt und wie sich dann die häufigen Downtimes von einigen Web-Diensten auswirken, wird sich spätestens im zweiten Halbjahr 2010 zeigen. Dann soll das Betriebssystem nämlich auf den Markt kommen.

[via Netzwertig]

Was zum Teufel ist eigentlich Cloud Computing?

Cloud Computing, Virtualisierung, Skalierbarkeit, Software as a Service: Diverse Mode-Wörter kursieren seit einigen Monaten rund um die angepriesene IT-Revolution, die so viele fundamentale Probleme lösen soll, wie keine andere. Doch was versteckt sich hinter dem ganzen Branchen-Slang? Dieses Video erklärt es “in Plain English”.

Ubuntu One verlagert Daten in die Cloud

ubuntu_oneCanonical, das Unternehmen hinter der populären Linux-Distribution Ubuntu, hat mit Ubuntu One ein neues Projekt zur Datenspeicherung übers Internet gestartet. 2GB bekommt jeder angemeldete Nutzer kostenlos zur Verfügung gestellt, um Daten online speichern und diese anschließend mit mehreren Computern synchronisieren zu können. Natürlich gibt es um 10$ pro Monat auch eine kostenpflichtige Version, bei der 10 GB Speicherplatz verfügbar ist.

Mit diesem Schritt steigt der Sponsor des Open Source Betriebssystems in die Liga der Cloud-Services auf und bietet ähnliche Features wie Apples iDisk (in MobileMe enthalten) und Microsofts SkyDrive. Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Integration des Services genauso gut funktioniert und die Synchronisation auf weitere Einsatzgebiete ausgebaut wird.

Da sich das Produkt noch in der Testphase befindet, ist der Zugang durch Invites beschränkt. Man kann sich aber schon jetzt dafür anmelden.

Google bringt den Browsern 3D bei

labs_logo2Google experimentiert bekanntlicherweise schon seit längerer Zeit mit der Erweiterung der eher eingeschränkten und teilweise veralteten Web-Technologien. Mit dem Native Client wurde bereits im Dezember ein Open-Source Projekt veröffentlicht, das nativen x86 Code direkt in Web-Anwendungen ausführbar macht und damit die alten Javascript-Lösungen gerade bei performancelastigen Anwendungen ablösen soll.

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Neben dem Native-Client hat Google heute ein weiteres Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das die Nutzbarkeit von Web-Applikationen erweitert: O3D, so der offizielle Name der Technologie, soll echte 3D Darstellung direkt im Browser ermöglichen. Während der Großteil der Internet-Inhalte heutzutage nur eine einfach 2D-Darstellung verwenden, glaubt Google, dass es genügend Einsatzgebiete für 3D im Web gibt. In der Tat könnte man zum Beispiel dreidimensionale Browsergames durch die neue O3D-Schnittstelle besser realisieren, die ganz ohne Flash-Plugins auskommen.

Mir gefällt es, dass Google versucht, neue Web-Technologien einzuführen und die Entwicklung voranzutreiben. Warum sollte man auch weiterhin kleinere Programme oder Spiele lokal installieren, wenn diese direkt über den Internet-Browser ohne Geschwindigkeitsprobleme geliefert werden könnten? Direkt mit Anbindung an einen Online-Speicherplatz in der Cloud, treiben solche Projekte sicherlich die Vision des Cloud Computings auf neue Spähren.

Hier gibt es erste Kostproben (Plugin wird benötigt)

[via Google-Blog]