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Die ersten 5 Jahre von Digg in 5 Minuten …

Sonntag, Februar 7th, 2010

Der Social-News Dienst Digg.com ist wohl eines der besten Beispiele, wie schnell man in der Welt von Facebook, Twitter und Co vom heißen Eisen zum Altmüll degradiert werden kann. Vor einigen Jahren noch als das wunderbarste Startup hochgelobt, haben heute eine ganze Reihe anderer Services diesen Platz eingenommen. Nichtsdestotrotz hat Digg eine beispielhafte Karriere hinter sich und wird sicherlich auch in Zukunft seinen Weg gehen. Man kann Kevin Rose und seinen Gefährten nur dazu gratulieren …

This is why I want to work for Digg … NOW!

Donnerstag, November 12th, 2009

Ohne Worte:

Digg Ads startet Testphase

Freitag, August 7th, 2009

digg-logojpgWie das Social News Portal Digg gestern mit einem Blogpost bekannt gegeben hat, soll die Testphase von Digg Ads noch diese Woche starten. Hinter dem Codenamen versteckt sich ein Experiment, bei dem Werbungen, ähnlich wie bei normal von den Usern vorgeschlagene Artikel, direkt von der Community bewertet werden können. Die Kosten für einen Werbebeitrag richten sich nach der Anzahl der positiven/negativen Bewertungen. Einschaltungen, die im Laufe der Zeit öfter gediggt werden – was immerhin ein Indikator für das Interesse der Nutzer – kosten weniger. So sollen die Unternehmen dazu angespornt werden, möglichst ansprechende Seiten zu verlinken.

Digg testet das neue Werbe-Experiment scheinbar derzeit noch mit einer relativ kleinen User-Gruppe, wird es aber bald für immer mehr Accounts freischalten. Ich selbst habe eine Anzeige von Threadless vor ein paar Minuten zum ersten Mal gesehen und bin gespannt, ob Digg mit dieser Werbeform endlich der erwartete Erfolg gelingt. Außerdem werden die Reaktionen der Community interessant, die bekannterweise auf jegliche Änderungen ausgesprochen skeptisch reagiert.

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Facebook Connect Integration schreitet vorran

Samstag, Mai 9th, 2009

Facebook PlatformKaum schraubt man mal einige Tage die Internet-Nutzung zurück, um genügend Zeit ins Lernen zu investieren, schon schaltet Digg die lange angekündigte Integration von Facebook Connect frei und ermöglicht es damit über 200 Millionen Facebook-Mitgliedern sich auf dem populären Social News Dienst ohne zusätzliche Registrierung anzumelden. Bereits registrierte User können ihren bestehenden Digg-Account mit dem Facebook-Pendant verbinden. Dies hat Kevin Rose am Mittwoch im offiziellen Blog bekannt gegeben.

Auch bei den deutschsprachigen Seiten gab es in den vergangenen Tagen/Wochen einige Integrationen von Facebook Connect zu vermelden. Neben Bild.de hat gestern auch das Wissensportal Wer-Weiss-Was.de die Anmeldung für Facebook-User freigeschaltet.

Es sieht also fast danach aus, als ob sich Facebook Connect zum Standard in Sachen Single Sign-On entwickelt. Die Unterstützung von OpenID sollte die restlichen Kritiker noch überzeugen. Doch was wir sein, wenn Facebook in ein oder zwei Jahren wieder von der Bildfläche verschwunden ist, wie schon zahlreiche andere Webdienste vorher?

Interview mit Kevin Rose: “The State of The Union”

Dienstag, April 21st, 2009

TechCrunchs Michael Arrington hatte die Chance mit Digg-Mitbegründer Kevin Rose ein ausführliches Interview zur derzeitigen Lage der Social-News Website Digg zu führen. Er gibt einen Einblick in die Geschichte von Digg, wie es zu diesem unfassbaren Erfolg gekommen ist und welche Probleme und Entwicklungen es in diesem Prozess gegeben hat und noch geben wird. Dabei wird auch eine der größten Veränderungen von Digg aller Zeiten angesprochen, die in den kommenden sechs Monaten bekannt gegeben werden soll.

[via TechCrunch (mit Transkription]

Nach der DiggBar kommt die YiGGbar

Montag, April 20th, 2009

Der deutsche Digg-Konkurrent aus dem Social-News Bereich YiGG.de hat nun außer den zwei letzten Buchstaben des Domain-Namens noch eine weitere Gemeinsamkeit mit dem Vorbild aus dem sonnigen Kalifornien: Die Digg … äähhh … YiGGbar! Wie der Name bereits vermuten lässt handelt es sich dabei um eine Toolbaar ähnliche Leiste am oberen Seitenrand, die bei allen ausgehenden Links in Zukunft erscheinen wird. Einen ersten Einblick gibt es auf der neuen Upcoming-Seite, dazu aber unten mehr.

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Im Grunde decken sich die Features der zwei Konkurrenzprodukte und auch die negativen Probleme dürfte das neue Produkt mitgeerbt haben. Digg hat inzwischen nachgebessert – ich bin gespannt, wie YiGG mit der Kritik umgeht – und natürlich auch, ob die YiGGbar ähnlich positive Auswirkungen hat.

Ausprobieren ist natürlich auch schon möglich, die Zugangsdaten lauten “preview” (Username) und “shiny” (Passwort).

Digg beendet Werbepartnerschaft mit Microsoft. Start the R-Engine, Digg!

Montag, April 20th, 2009

digg_recommendation_engineWie TechCrunch heute meldet, wird der Social-News Dienst Digg nach zwei Jahren die exklusive Werbepartnerschaft mit Microsoft beenden. Obwohl der Deal ursprünglich für drei Jahre ausgelegt war, kommt er jetzt zu einem abrupten Ende und Digg wird anschließend beginnen die Werbeplätze selbst zu vermarkten.

Digg wird also in Zukunft seine eigene Vertriebs-Crew zusammenstellen, angeführt vom früheren Yahoo-Verkaufsleiter Thomas Shin, der im Anfang des Jahres im Zuge der Yahoo-Krise zu Digg wechselte. Er ist für die ersten Schritte zu einer profitablen Selbstvermarktung zuständig.

Interessant wird auch zu sehen, welche technischen Fortschritte uns Digg im Laufe der nächsten Zeit präsentieren wird. Immerhin zeigt das Unternehmen aus San Francisco regelmäßig umwerfende Innovationen: Die Recommendation Engine hilft den Usern beispielsweise, die große Masse an stündlich neu eingestellten Nachrichten zu bewältigen in dem nur solche angezeigt werden, die den Benutzer interessieren. Anhand der vergebenen Diggs und der Aktivität auf der Social-News Seite selbst werden die Interessen herausgefiltert und durch einen Algorithmus verarbeitet. Ausgehend von dem berechneten User-Profil sucht die Recommendation Engine anschließend passende Nachrichten und beschränkt die Anzeige nur mehr auf relevante Informationen.

Ein solches System wäre doch gerade prädestiniert für die Auswahl von Werbung vorstellen. Die groben Interessen des Users kennt Digg ja bereits, bleibt nur noch das Ausliefern passender Werbemittel. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieser Umstand der eigentliche Gedanke hinter dem frühzeitigem Beenden des Werbe-Deals mit Microsoft ist. Bei solchen Innovationen lässt man sich eben nicht gerne in die Karten schauen.

DiggBar: “Release early, release often and reiterate”

Donnerstag, April 16th, 2009

digg_logoObwohl ich die DiggBar anfangs als äußerst positiv und angenehm empfunden habe, gab es genügend Leute, meist Suchmaschinen-Optimierer, die diese Neuerung alles andere als einfach akzeptieren wollten. Das Problem an Diggs Short-URL-Service war schnell identifiziert: Anstatt wie üblich mit einem 301-Redirect die verkürzte Adresse sofort auf die Ursprungsquelle weiterzuleiten, liefert Digg den HTTP-Statuscode 200 aus und bindet die Quelle in einem Frame ein. Suchmaschinen erkennen dadurch den Zusammenhang zur eigentlichen Seite nicht und werden auch nicht auf diese weitergeleitet. Auf der anderen Seite ist dies die einzig praktikable Möglichkeit die DiggBar zu realisieren. Um eine größeren Aufstand der Webmaster zu vermeiden, hat sich Digg nun dazu entschlossen eine Kompromisslösung einzugehen:

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Nicht auf Digg angemeldete User bekommen nach der Änderung keine DiggBar mehr angezeigt und werden direkt (301-Redirect) durch die verkürzte URL weitergeleitet. Für alle Digg-User bleibt alles beim Alten. Sie bekommen weiterhin die DiggBar – immerhin war die DiggBar seit dem Launch für ca. 45 % der abgegebenen Diggs verantwortlich. Ganze 25 % haben neue Inhalte und Seiten entdeckt, die sie anderenfalls nicht bemerkt hätten – so Digg’s John Quinn in einem Beitrag auf dem Digg-Blog. Natürlich gibt es auch weiterhin die Möglichkeit für registrierte User, die DiggBar zu deaktivieren.

Mit diesem Schritt hat der Social-News-Gigant ein weiteres Mal bewiesen, dass User-Feedback auch wirklich bei den Entwickler ankommt. Es ist nahezu eine Win:Win:Win-Situation entstanden: Die Content Provider sollten durch die Änderungen weitgehend zufrieden sein, die User bekommen weiterhin die speziellen Funktionen der DiggBar und Digg profitiert von der gesteigerten User-Interaktivität. Diese Entwicklungs-Weise entspricht ganz klar der Unternehmenskultur des kalifornischen Unternehmens. Wie Kevin Rose, Mitbegründer von Digg, schon öfters durchklingen lassen hat, ist es für ihn persönlich wichtig, ein Produkt sowie die Änderungen in einer schnellen Taktfrequenz zu veröffentlichen, genau auf die Reaktionen bzw. das Feedback zu hören und dann prompt Anpassungen durchzuführen. “Release early, release often and reiterate”. Diese Praktik haben wir damals schon bei den Kommentaren gesehen und sie kommt auch heute wieder bei der DiggBar zum Einsatz. Vielleicht sollten mehr Web-Entwickler diesen Entwicklungsstil adaptieren, um nicht in der Konkurrenz unter zu gehen.

Tweetmeme: Der Aggregator für Twitter-Links

Mittwoch, April 15th, 2009

17282v2-max-250x250Mit dem ständigen Wachstum der Twittersphäre und damit den geposteten Links und Neuigkeiten, nimmt auch die Unübersichtlichkeit immer weiter zu. Mit einer hohen Following-Anzahl, wird auch das Spektrum gleichzeitig immer umfangreicher. Somit wird es für den Einzelnen immer schwerer Trends unter den von Twitter-Usern diskutierten Themen zu erkennen. Brisante Themen finden mit mehreren Retweets, also das Wiederholen eines besonders interessanten oder erwähnenswerten Tweets, schnell den Weg durch die Untiefen des Twitterversiums. Doch welche Links sind wirklich relevant für eine größere Zielgruppe? Dieser Frage stellen sich einige Webservices, die quasi die Aktivitäten von allen Twitter-Usern aggregieren, analysieren und gebündelt ausgeben. Tweetmeme bietet genau so einen Dienst an:

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Beim ersten Blick lässt sich die Ähnlichkeit zum populären “Social News”-Marktführer Digg nicht abstreiten. Die Einträge auf Tweetmeme sind in verschiedene Kategorien unterteilt und werden anhand von mehreren, natürlich streng geheimen, Merkmalen einem Ranking unterzogen. Beliebte und heiß diskutierte Links schaffen den Sprung auf die Hauptseite schneller, andere werden erst gar nicht so populär und fristen ihr Dasein auf den unteren Plätzen. Ein ausgeklügelter Algorithmus berechnet die Relevanz eines Tweets bzw. den nachfolgenden Retweets und sorgt so für ein stetig aktuelles Abbild der Diskussionen in der Twitter-Welt.

Eine weitere Ähnlichkeit zu Digg findet sich bei dem kleinen Retweet-Buttons am linken Rand. Während diese auf Digg zum simplen Diggen, also Voten, dienen, wird bei Tweetmeme direkt die jeweilige Story auf dem eigenen Twitter-Account mit einem Retweet versehen. Im Grunde basieren beide Elemente auf den gleichen Ideen, Tweetmeme verlagert den Dienst aber komplett auf Twitter und verbreitet sich selbst dabei wahnsinnig schnell. Das Portal setzt geschickt einen @tweetmeme Zusatz in den ausgehenden Retweets und nützt die von den Usern generierten Netzwerkeffekte aus, um selbst noch mehr User anzulocken.

Tweetmeme hat durchaus potenzial zum Anlaufpunkt für interessante Links im Netz zu werden. Man darf gespannt sein, ob es sich bei steigendem Wachstum von Twitter schon bald zu einer ernsthaften Konkurrenz für Social News Websites entwickelt.

Die DiggBar – Mehr als eine normale Toolbar!

Donnerstag, April 2nd, 2009

digg-logojpgAuch die Macher von Digg.com haben sich mittlerweile dazu entschlossen, einen Dienst zum Verkürzen von URLs anzubieten. Das Resultat sieht jedoch im Gegensatz zur Konkurrenz ein klein wenig anders aus. Zum Verkürzen einer Adresse reicht es, den Prefix “digg.com/” vor die eigentliche Adresse zu schreiben. Alles weitere geschieht anschließend ganz automatisch.

Nach einer direkten Weiterleitung auf die verkürzte URL, sticht sofort eine von Digg hinzugefügte Leiste am oberen Seitenrand ins Auge. Die so genannte DiggBar bildet die Verknüpfung zu dem populären Social News Dienst und stellt einige nützliche Features zur Verfügung. Neben dem obligatorischen “Digg”-Button, können die Kommentare  auf Digg in einem Overlay angesehen werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, entweder verwandte Themen oder andere Beiträge der Seite anzeigen zu lassen. Natürlich fehlt auch die Twitter- und Facebook-Integration nicht – mit nur einem Buttonklick lässt sich die verdiggte Seite weiterverteilen.

Hier noch eine Video-Zusammenfassung von Kevin Rose persönlich:

Diese Idee zeigt eindrucksvoll, wie man schon vorhandene Produkte und Ideen immer weiter verbessern und in die eigene “Infrastruktur” einbetten kann. Im Falle von Digg wird natürlich auf eine schier umbegreifbar große Anzahl an persönlichen Weiterempfehlungen, Kommentaren und Votings (Diggs) zurückgegriffen. So ist aus einem einfachen URL-Shortener ein komplett neuer Service geworden.

[via Digg-Blog]