Facebook Fasten: Ein erstes Fazit zur Halbzeit

Seit 9. März diesen Jahres führ ich ein anderes Leben. Der Tag wird nicht mehr begonnen in dem man noch im Bett gleich nach dem Aufstehen die neuesten Facebook-Meldungen checkt. Es wird versucht mehr Kommunikation offline zu führen und die wahrscheinlich bestbesuchte Seite auf meinen Computern wird gesperrt. Ja, es handelt sich um mein kleines Experiment, in der Fastenzeit auf Facebook komplett zu verzichten. Heißt: Keine Facebook-Seite, kein Facebook-App, kein Facebook-Chat, keine Facebook-Eventeinträge, …

Der Plan dies durchzuziehen stand eigentlich schon ein bis zwei Wochen vor dem Beginn der Fastenzeit und eigentlich jeder, mit dem ich darüber gesprochen habe, und der mein Verhältnis zu dem Social Media-Dienst kennt, hat mir nicht wirklich Mut zugesprochen. “Das wirst du nie schaffen”, “Was, du willst mit Facebook aufhören? Haha!”, “Ja genau?!” waren da an der Tagesordnung und auch in mir selbst waren berechtigte Zweifel an der Durchführbarkeit der Aktion. Immerhin ist Facebook ein wichtiger Teil der Kommunikation mit den Real-Life-Freunden und der Chat in Facebook hat mittlerweile ICQ abgelöst, das heutzutage niemand mehr im privaten Umkreis verwendet. Also konnte ich mich wohl auf 46 Tage harten Ausschluss aus dem Teil der digitalen Welt bereit machen, wo sich meine richtigen Freunde und Bekannten aufhalten. Viele behaupten dann, dass ich ja sowieso noch Twitter benutze und es darum halb so wild ist, aber darum geht es gar nicht. Es ist immerhin auf Twitter ein ganz anderer Kommunikationstyp und ganz andere Leute und man kann das wohl nur sehr weitschichtig vergleichen, weil ich bislang eigentlich stark versucht habe, die zwei Dienste getrennt zu verwenden und auch die Freundeslisten an den Nutzen anzupassen. Twitter = Social Media, Blogger, Nachrichten, … Facebook = private Freunde, Bekanntschaften, etc. Natürlich gibt es da einige Überschneidungen, aber auch da wird vor allem in letzter Zeit durch Privacy-Listen stark separiert, wer welche Inhalte zu Gesicht bekommt.

Und jetzt zu meinen Erkenntnissen nach den ersten 3 1/2 Wochen:

  • Die Zeit ist schneller vergangen als gedacht. Ich habe damit gerechnet, dass es lange dauert, bis einmal die Halbzeit erreicht ist. Mittlerweile schaut sogar wieder ein Ende heraus.
  • Obwohl die ersten paar Tage schon schwer waren und man aus reiner Gewohnheit immer wieder facebook.com in die Adresszeile eingibt (wohl eines der nervigsten Dinge, die mir dauernd passiert sind, weil man merkt, wie sehr das ganze schon in Routine eingegangen ist), fällt es mir jetzt gar nicht mehr schwer, nicht auf Facebook zu gehen. Es ist fast so, als hätte die Plattform nie existiert. Man denkt nicht mehr dran, gibt sich irgendwie damit zufrieden.
  • Da ich mein Konto ja derweil deaktiviert habe und ich gar nicht mehr auf Facebook erscheine (auch bei meinen restlichen Freunden bin ich nicht mehr als Freund eingetragen, man findet mich nicht mehr über die Suche, etc.) bin ich erstaunt, wie wenig meine Abstinenz wirklich bemerkt haben (außer die, die ich eingeweiht habe im Vorhinein).
  • Auf Grund dieser Erkenntnis (aber nicht nur deswegen), werde ich wohl direkt nach dem Reaktivieren des Kontos einige “Freunde” aus der Freundesliste löschen und bei einigen überdenken, warum sie überhaupt noch drin sind. Nicht weil ich mich vielleicht nicht mit ihnen verstehe, oder weil ich sie nicht mag. Sondern ich ziehe es in Erwägung den Kreis meiner Facebook-Bekanntschaften kleiner zu schnüren. Qualität über Quantität.
  • Ich schreibe seit dem Facebook-Fasten viel mehr SMS als vorher. Die Menge hat sich fast um den Faktor 5 vergrößert. Wie es bisher aussieht brauche ich dieses Monat wohl meine gesamten 1000 Frei-SMS. Eine Menge, an die ich vorher nicht einmal annähernd herangekommen bin. Der Zusammenhang hängt nahe, dass dies eine Auswirkung des Fastens ist, aber es könnte natürlich auch sein, dass ich sonst ebenso viel geschrieben hätte.
  • Es ist erstaunlich, wie wenig man auf Facebook im endeffekt wirklich verpasst. Das ein oder andere mal, hört man zwar “hast du das nicht auf Facebook gelesen?” was wiederum im selben Moment zu einem “ahh sorry, hab’s vergessen, du bist ja nicht mehr dort” führt, aber eigentlich kommt das äußerst selten vor. Meist bekommt man die wirklich wichtigen Dinge ja ohnehin anders mit und der ganze “Kleinkram” ist wohl nicht so wichtig, extra in einem richtigen Gespräch erwähnt zu werden.
  • Gerade mit Leuten, mit denen ich zwar eigentlich schon regelmäßig Kontakt hatte (vor allem aus der Uni), ist dieser jetzt ein wenig eingeschlafen. Ich führe das mal auf die Tatsache zurück, dass wir da von Anfang an, Facebook als zentrale Kommunikationsplattform hatten und die jetzt einfach eliminiert wurde, weswegen auch der Kontakt eingebrochen ist. Aber das lässt sich auch regeln – irgendwie.
  • Bei Personen, mit denen man schon vor der Facebook-Ära ein regelmäßiges Kommunikations-”Verhältnis” über andere Medien (Gespräche, Telefonate, IM, …) hatte, hat sich im Grunde geradezu nichts verändert. Ich bekomme nach wie vor genauso viel aus deren Leben mit, man telefoniert, schreibt SMS und so weiter. Da war die Kommunikation relativ schnell wieder hergestellt.

Abschließend bleibt zu sagen, dass ich mittlerweile sicher bin, die restlichen 3 1/2 Wochen genauso gut zu überstehen. Es stellt kein Problem mehr dar. Da bleibt natürlich die Frage, warum überhaupt wieder zurück? Naja, solange man es nicht übertreibt, ist Facebook einfach praktisch um mit richtigen Freunden in Kontakt zu treten. Es ist einfach und genau die Bequemlichkeit schätze ich dabei. Ganz einfach :)

In diesem Sinne noch schöne 21 Tage auf Facebook mit meiner Abwesenheit! ;)

10 unglaubliche Fakten über Facebook Social-Games

In Zeiten, wo FarmVille mehr Spieler als das populäre Onlinespiel WoW anlockt und sich das Social-Game-Entwickler Zynga traditionelle Videospielentwicklungs-Studios einverleibt, ist das neue Social Gaming-Genre nicht mehr so einfach zu ignorieren, wie früher in dessen Anfangszeiten. Die Integration mit Facebook und anderen Netzwerken hat den meist recht einfachen Spielen zu einen so großen Schub verholfen, dass sie sogar traditionelle Spiele teilweise meilenweit überflügeln. All Facebook hat hierzu eine Reihe von interessanter Fakten zusammengestellt und visualisiert – ziemlich bemerkenswert, oder?

Neue MySpace-Profilseiten. Ein erster Schritt!

Wie der amerikanische Blog Mashable heute berichtet, testet das Social Network MySpace gerade ein komplett runderneuertes Profilseiten-Layout. Im Mittelpunkt steht dabei der MySpace Stream – sozusagen das Pendant zum Facebook News Feed – der über alle Neuigkeiten der Freunde informiert. Auch die links-seitige Navigation ist ein Novum des neuen Redesigns.

Bleibt nur noch die Frage offen, ob es dem einstigen Social Network-King gelingt, wieder mehr User anzulocken und endlich wieder Boden gegen Facebook gut zu machen.

Twitter und Facebook: Microblogging Etiquette

Jedes Social Network hat seine eigenen Benimmregeln, die sich über den Lauf der Zeit etabliert haben und an die man sich auch möglichst halten sollte, um nicht negativ aufzufallen. Dabei gilt, viele Regeln sind unterschiedlich und an das jeweilige Netzwerk angepasst, manche Regeln überschneiden sind, aber generell ist es immer gut zu wissen, wie man sich verhalten soll. Hier sind zwei gute Guides, wie das auf Facebook und Twitter abläuft.

[The Oatmeal, via @geri_89]

Facebook-Sicherheitsleck: Chat-Nachrichten von Freunden lesen

Die negativen Nachrichten über Facebook und das Sicherheits-Thema scheinen in letzter Zeit gar nicht mehr aufzuhören. Gerade hat sich das größte Social Network von den vorherigen Problemen ein wenig erlöst, schon ist das nächste Problem da:

Wie TechCrunch berichtet, kann man direkt über eine in Facebook integrierte Funktion Chat-Nachrichten von seinen Freunden LIVE mitlesen, solange die Tabs in deren Session geöffnet sind. Man braucht dazu nur in die Privatsphäre-Einstellungen zu gehen, dort gibt es eine Funktion mit Hilfe man neue Einstellungen “als ein Freund testen kann”. Blöderweise werden dabei irgendwie dessen Chat-Nachrichten zusätzlich gleich mitübertragen.

http://www.youtube.com/watch?v=ny8ui4delEo&feature=player_embedded

Ich hoffe Facebook braucht diesmal nicht zu lange für einen Fix – immerhin kann man so an ziemlich sensible Informationen kommen, die sicherlich nicht für jedermann gedacht sind.

EDIT: Sieht so aus, als hat Facebook den Chat jetzt offline genommen – gut so!

Facebook bringt nützliche “Reply by E-Mail”-Funktion

Facebook hat heute ein neues Feature für alle Nutzer freigeschaltet, das nicht nur auf den ersten Blick extrem nützlich erscheint, sondern auch noch fabelhaft funktioniert. Ungefähr seit einem Monat ist bekannt, dass Facebook an der “Reply by E-mail“-Funktion arbeitet.

Dadurch lassen sich Antworten auf Kommentare direkt über E-Mail verfassen in dem man auf die Benachrichtigungs-Mail antwortet. Facebook filtert unbrauchbare Elemente (Signatur, Zitate, ..) aus der Antwort heraus und veröffentlicht den restlichen Test automatisch als Kommentar. Die neue Funktion beschleunigt die Reaktion auf Kommentare wesentlich und es ist nicht mehr unbedingt notwendig, die Links in dem E-Mails zu öffnen.

Social Networks, IM-Dienste und Twitter auf dem Blackberry

Hat man erst die richtigen Programme über die App World oder direkt mit dem Browser heruntergeladen und installiert, verwandelt sich das kleine schwarze Business-Gerät zu einem echten Alleskönner was Kommunikation und Social Network-Dienste betrifft.

Wenn man sich nicht mit den ganzen URLs und Adressen im Blackberry Browser herumschlagen möchte, ist die App World wohl der komfortabelste Weg, um an die ganze Programm-Palette zu kommen. Vor allem der Menüpunkt “IM und Social Networking” ist hier der interessanteste – dieser beinhaltet im Grunde alle Apps, die das Netzwerker-Herz höher schlagen lassen. Hier noch eine Auswahl meiner kostenlosen Favoriten:

Twitter: Für den Microblogging-Dienst Nummer 1 gibt es ein paar ganz gute Programme, die den vollen Funktionsumfang der API ausnützen. Dazu gehören beispielsweise Übertwitter, Openbeak und Seesmic. Vor allem letzteres bevorzuge ich seit einigen Tagen, weil die Benutzeroberfläche aufgeräumter und somit das Programm besser zu bedienen ist.

Facebook: Wie auch auf dem iPhone ist das offizielle Facebook-App wahrscheinlich die beste Wahl, um auf das weltweit größte Social Network zuzugreifen. Es lässt im Grunde keine wichtigen Funktionen und Features vermissen, ist aber teilweise ein wenig umständlich zu bedienen. Lediglich der Chat-Support wäre noch eine Bereicherung.

MySpace: Der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) bietet selbst eine MySpace-Anwendung an, die ebenso keine Wünsche offen lässt. Wer dort also noch immer regelmäßig unterwegs ist, sollte jedenfalls einen Blick wagen.

Flickr: Mit dem Flickr-Programm bekommt man eigentlich alles, was man für den Upload eigener Fotos auf das populäre Portal braucht. Die Bilder werden übrigens direkt über das integrierte GPS-Modul mit einem Geotag versehen und können somit einem bestimmten Ort zugeordnet werden.

Instant Messaging: Auch für die Benutzung von ICQ, AOL, Google Talk oder dem Yahoo bzw. Windows Live Messenger gibt es direkt Programme von RIM, die perfekt in die Blackberry-Welt passen und demnach ohne Einschränkungen zu empfehlen sind. Zusätzlich gibt es mit BeejiveIM, Palringo, IM plus und anderen noch die Möglichkeit, mehrere Netzwerke in einem App zu vereinen.

Blackberry Messenger: Kennt man mehrere Leute mit Blackberry-Handys, so ist der Blackberry Messenger abschließend noch eine wirklich nützliche Anwendung. Da weltweit jedes Gerät mit einer eindeutigen PIN versehen ist, reicht der Austausch dieser Nummer, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben und Nachrichten zu versenden.

iPhone Facebook-App mit Push-Notifications und Kontakt-Sync

Heute wurde eines der wahrscheinlich besten Apps für das iPhone noch ein bisschen besser. Lange hat sich Facebook mit der Einführung der von vielen heißt erwarteten Push-Notifications Zeit gelassen, aber nun ist es endlich soweit. Endlich können Benachrichtigungen über neue Kommentare oder Posts auch empfangen werden, wenn die Applikation nicht geöffnet ist. Außerdem gibt es ab sofort die Möglichkeit, die Kontakte im Adressbuch mit den Facebook-Bildern auszustatten. Das Update gibt’s wie immer über den AppStore!

UPDATE: Gerade die Funktion getestet und es funktioniert ohne Probleme und wirklich, wirklich schnell.

Social Networks in Österreich: Die Facebook-Ära nimmt kein Ende

Anfang diesen Jahres war die Welt der Social Networks in Österreich noch in Ordnung: Die Nutzerschaft verteilte sich gleichmäßig auf die großen vier (oder fünf Seiten) und kein Portal war wirklich in der Übermacht. Anno dazumal war lediglich der Trend zu erkennen, dass traditionelle Netzwerke – wie MySpace und Szene1 – einem leichten Abwärtstrend folgten und Facebook sowie Netlog konstant neue Mitglieder verzeichnen konnten.

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Knapp zehn Monate später sieht die Social Networking-Landschaft in Österreich nun schon ganz anders aus. Es ist ja bekanntlich kein Geheimnis, dass in einem halben Jahr gerade im Web-Business vieles passieren kann: Während MySpace und Szene1 wie erwartet den prognostizierten Abwärtstrend unaufhaltsam entlang geschlittert sind, konnte selbst Netlog die Nutzer-Zugewinne nicht beibehalten und muss sich jetzt auch mit abnehmenden Besucherzahlen zufrieden geben. Nur Facebook hat es geschafft, weiterhin an Fahrt zu gewinnen. Mittlerweile hat es laut eigenen Angaben in Österreich über 1,26 Millionen aktive Nutzer und setzt sich damit beachtlich vom Rest ab. Immerhin sind das bereits mehr als 15 % (!) der Bevölkerung. Wir können also gespannt sein, wie sich das Rennen um Österreich in Zukunft entwickelt. Derzeit ist das kleine Land im Herzen Europas jedoch fest in der Hand von Facebook.

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Übrigen:, wer die aktuellen Zahlen rund um Facebook und Co ein wenig im Auge behalten will, der kann das entweder über Google Trends machen oder mein kleines Tool verwenden.

[Nachlese: Bericht vom Januar 2009, Bericht vom Mai 2009]

Programm-Tipp: Facebook Desktop Notifications

facebook_desktop_notifications_logoAm iPhone ist die offizielle Facebook-Applikation Facebook eines meiner meist benutzen Programme und das nicht erst seit dem neuen Update, durch das die Usability nochmals um ein Vielfaches verbessert wurde. Das Web-Interface von Facebook kommt zumindest auf dem iPhone nicht zum Einsatz. Auf dem Mac hingegen verwende ich vorzugsweise die Website und bekomme damit das volle Angebotsspekturm des populären Social Networks. Leider bleibt man nur mit der Website allein nicht wirklich am neuesten Stand. Benachrichtigungen kommen zwar laufend via Mail rein, das füllt aber ziemlich schnell die Inbox an und ist nach einer Weile ziemlich lästig und anstrengend. Facebook selbst hat sich jetzt an die Arbeit gemacht und ein einfaches Programm herausgebracht, dass Benachrichtigungen direkt auf den heimischen Computer bringt.

Facebook Desktop Notifications nennt sich das Helferlein. Auf großen Featureumfang wurde bewusst verzichtet und so residiert es auch nur in der Menüleiste von Mac OS X. Benachrichtigungen werden über den Growl-Dienst angezeigt. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit seine PNs anzuzeigen und Status-Updates zu erstellen. Das war’s dann aber auch schon – die restlichen Menüpunkte verlinken nur zu passenden Seite auf Facebook.

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