EA Sports Active 2.0 angekündigt

Nachdem konventionelle Sportarten derzeit eher das nachsehen haben, kommt die Spieleindustrie, was Abnehmen, Fitness und Wohlbefinden anbelangt, seit ungefähr einem Jahr erst richtig in Fahrt. Nintendo’s WiiFit hat das Genre quasi neu erfunden und seitdem sprießen die Nachahmer wie Pilze aus dem Boden. Auch EA ist nahezu seit Anfang mit von der Partie und hat mit EA Sports Active einen wirklich hilfreichen Fitnesstrainer entwickelt, der jetzt endlich einen Nachfolger bekommt.

Damit die Übertragung der Spieler-Bewegungen in die virtuelle Welt noch besser klappt, kommen in EA Sports Active 2.0 komplett neue Arm- und Beingurte zum Einsatz. Zusätzlich dazu misst ein Herzfrequenzmessgerät die Anzahl der Herzschläge pro Minute und gibt interessante Einblicke in den eigenen Körper. Alle Daten können außerdem erstmals auf eine Onlineplattform hochgeladen und mit Freunden verglichen werden. Das Spiel wird für die Wii, Playstation 3 und das iPhone/iPod Touch bereits im Herbst erscheinen.

Wii Fit Plus: Spielend fit und aktiv bleiben

Alle Jahre wieder bläst der Herbstwind die letzten Blätter von den Bäumen und läutet still und heimlich die Winterzeit ein. Mit im Gepäck kommen – ob wir wollen oder nicht – Kekse, Punsch und all die anderen leckeren Köstlichkeiten, die einem ungewollt die Kilos auf die falschen Stellen treiben. Die horrenden Gebühren für ein Abo im Fitnessstudio und der gemütliche Platz vor dem heimlichen Fernsehe machen es zusätzlich nicht gerade einfacher, in den kalten Wintermonaten fit und trainiert zu bleiben.

Gott sei dank gibt es inzwischen auch angenehme Mittel und Wege, diese Probleme in Angriff zu nehmen und dem inneren Schweinehund den Kampf anzusagen. Genau in diese Kategorie lässt sich Wii Fit von Nintendo einordnen, das seit der Veröffentlichung vor über eineinhalb Jahren die Verkaufscharts im Sturm erobert hat und derzeit den Rang des zweitbestverkauften Videospiels aller Zeiten innehat. Zusammen mit dem Balance Board ausgeliefert kann man es sozusagen als die Mutter aller Fitness-Spiele bezeichnen.

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Für alle, die bisher trotz des massiven Medienrummels noch nichts von Wii Fit oder dem Balance Board gehört haben, hier ein kleiner Exkurs über das ursprüngliche Wii Fit: Das Spiel wurde damals im Juni 2007 auf der amerikanischen Videospielmesse E3 vorgestellt und ist anschließend ungefähr ein Jahr später in Europa zusammen mit dem Balance Board erschienen. Dieses Zubehör ist sozusagen das Herzstück von Wii Fit und zweifellos hauptverantwortlich für den bahnbrechenden Erfolg des Spiels. Es misst sowohl das Gewicht als auch die Haltung und den Schwerpunkt des darauf stehenden Spielers. Durch verschiedenste Aktivitäten und regelmäßige Trainingseinheiten soll es helfen im Laufe der Zeit einerseits der Gleichgewichtssinn beziehungsweise die Haltung zu verbessern und andererseits den Body-Mass-Index positiv zu verändern. Dazu kommen noch eine Hand voll Yoga-Übungen zum Entspannen der Muskeln. Insgesamt sind es 40 Aktivitäten, die in die Gruppen Balancespiele sowie Yoga-, Aerobic- und Muskelübungen aufgeteilt sind und erst während des Spielens nach und nach freigeschalten werden.

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Der Nachfolger Wii Fit Plus ist im Grunde eine Verbesserung des alten Wii Fit, das dieses “nur” um einige sehr nützliche Aktivitäten und Funktionen erweitert. Zu den bisherigen Aktivitäten gesellen sich ganze 15 neue Balancespiele und je drei neue Yoga- beziehungsweise Muskelübungen. Das Repertoire reicht hierbei von einem virtuellen Skihang, den man wahlweise mit virtuellen Skiern oder einem Snowboard hinunter jagt, über eine Radfahrt durch Wuhu Island (das von Wii Sports Resort bekannt sein dürfte) bis hin zum Golftraining. Hier ist die korrekte Gewichtsverlagerung besonders wichtig, um den perfekten Abschlag mit dem Golfschläger zu erreichen. Nintendos Entwickler haben bei den Spielen wirklich ihrer Kreativität freien lauf gelassen und die Bewegungssteuerung ausgezeichnet umgesetzt. Es gibt kaum Momente, in denen man nicht selbst am eigenen Versagen schuld ist.

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Falls bereits ein Spielstand des Vorgängers auf der Konsole vorhanden ist, kann dieser auf Wunsch problemlos übernommen werden, sodass alle bisherigen Leistungen und Errungenschaften beim Spielwechsel nicht verloren gehen. Startet man ohne einen Spielstand zu übernehmen, gilt es gleich am Anfang sein persönliches Profil einzurichten, das dann in Form eines Miis alle zukünftigen Aktivitäten aufzeichnet und auch grafisch darstellt. Während der Einrichtung reicht es seine Größe manuell einzugeben, das Gewicht ermittelt das Balance Board von selbst. Bis zu acht verschiedene Profile können auf diese Weise zum Beispiel für verschiedene Familienmitglieder erstellt werden. Sogar Haustiere haben in Wii Fit Plus ihren eigenen Platz und können sich gemeinsam mit ihrem Besitzer auf die virtuelle Waage stellen. Der Fortschritt jedes einzelnen Spielers kann zentral über Diagramme betrachtet und auch mit dem anderer verglichen werden. Optional schützt ein Passwort vor dem Zugriff Dritter.

Ein typischer Wii Fit-Trainingstag beginnt mit der routinemäßigen Aufzeichnung des Gewichts und der Berechnung Body-Mass-Indexes. Anschließend wird das persönliche Wii Fit Alter durch zwei kleine Koordinations-Tests ermittelt. Dieses sollte übrigens nahe am realen Alter liegen und im Idealfall genau diesem entsprechen. Im Anschluss stempelt man seinen Kalender noch ab und kann dann gleich mit weiteren Trainingseinheiten beginnen, die sich aus den vorher erwähnten Spielen und Aktivitäten zusammensetzten. Für Anfänger erleichtern vorgefertigte Trainingspläne, die auf unterschiedliche Effekte ausgerichtet sind, die Auswahl der Übungen. Fortgeschrittene Benutzer können sich individuelle Pläne zusammenstellen und das Programm an ihre eigenen Wünsche anpassen.

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Alle Übungen werden vor Beginn von einem virtuellen Trainer (oder einer Trainerin) vorgezeigt und ausführlich erklärt, denn nur bei richtiger Ausführung wirken die Aktivitäten gezielt. Sofern möglich, wird man auch während des Verlaufs auf mögliche Fehler aufmerksam gemacht und kann die Haltung entsprechend korrigieren.

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Ich persönlich war schon nach den ersten paar Tagen wirklich überrascht, wie schnell man mit dem Spiel Fortschritte erkennen kann. Nicht nur fallen einem die verschiedenen Übungen bereits nach einigen Trainingseinheiten spürbar leichter, auch der Gleichgewichtssinn verbessert sich merklich. Ein regelmäßiger Besuch im Wii Fit Plus Fitness-Studio zahl sich also wirklich aus und macht gleichzeitig eine Menge Spaß. Vor allem in Gesellschaft anderer wird die Highscore-Jagd gleich noch einmal um einiges lustiger. Das Spiel ist als Paket zusammen mit dem Balance Board für 87,95 Euro erhältlich. Besitzer des Vorgängers benötigen im Grunde nur die neue Software, die auch als Stand-Alone-Version zu einem Preis von 18,95 Euro verkauft wird. Wer sich bereits für den ersten Teil begeistern konnte, kann bedenkenlos zugreifen. Neueinsteiger kann lediglich der etwas heftige Preis abschrecken – man sollte aber dennoch bedenken, dass man das Balance Board in einer ganzen Reihe anderer Spiele als optionale Steuerung verwenden kann und es somit auch eine Investition in die Zukunft ist.

Zum Schluss möchte ich noch allen die Erlebnis-Videos auf Wii.com ans Herz legen, die wirklich einen guten Einblick in die Vielfalt der Spiele geben.

Weitere Tests zu Wii Fit Plus findet Ihr bei Testfreaks

EA Sports Active: Das Fitness-Workout fürs Wohnzimmer

Es gibt einige Vorurteile gegenüber Videospielern, die sich leider sehr hartnäckig in den Köpfen unserer Gesellschaft halten. Killerspiele, Couch-Potatoe und soziale Ausgrenzung sind dabei nur einige Stichworte. Erfreulicherweise scheint zumindest der Unsportlichkeits-Vorwurf bald der Vergangenheit anzugehören. Spätestens seit Nintendos Verkaufsschlager Wii Fit gibt es einen starken Trend zu Fitness-Spielen, die genau für eine Verbesserung der Gesundheit und dem körperlichen Wohlbefinden konzipiert wurden und dementsprechend gut von der Masse aufgenommen wurden. Beflügelt von diesem Erfolg ist auch Electronic Arts, der weltweit zweitgrößte Entwickler und Publisher von Videospielen, auf den Zug aufgesprungen und präsentiert mit EA Sports Active ein komplettes Fitness-Workout fürs Wohnzimmer.

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Im Gegensatz zu Wii Fit, das mit Hilfe des Balance Boards die Bewegungen erkennt, verwendet EA Sports Active eine Beinschlaufe und ein Thera-Band. Letzteres ist einfach erklärt ein dehnbares Latexband, mit dem sich viele unterschiedliche Übungen ausführen lassen und das hauptsächlich für das Muskeltraining eingesetzt wird. Die Beinschlaufe wird rund um den rechten Oberschenkel angelegt und hält während mancher Übungen die Nunchuk-Erweiterung, um die Bewegungen der Füße aufzuzeichnen. Nach dem Anpassen der Beinschlaufe via Klettverschluss kann man direkt ins Spiel einsteigen – ein persönlicher Fitness-Trainer führt von Anfang an durch die Optionen und begleitet den Spieler Schritt für Schritt beim Erreichen der selbst festgelegten Ziele.

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Im Mittelpunkt des Spiels steht die so genannte “30-Tage-Challenge”. Zwar können die Traningsprogramme auch selbst nach Lust und Laune zusammengestellt werden, ein wirklich effektives Training bekommt man als Laie wohl nur mit dem vorgefertigten Programm zusammen. Jeder Trainingstag beinhaltet eine Zusammenstellung aus den über 30 enthaltenen Übungen, je nachdem auf welcher Körperregion das Hauptaugenmerk in der Einheit liegt. Das Spiel kümmert sich ganz nebenbei auch um die Einhaltung von trainingsfreien Tagen – denn jeder weiß, dass Muskeln Zeit brauchen um sich zu regenerieren und wachsen zu können. In den 30 Tagen ist ungefähr nach jedem zweiten Trainingstag eine Pause im Tagebuch eingeplant. Zusätzlich können andere sportliche Aktivitäten und die Essgewohnheiten direkt im Spiel notiert werden, sodass man sich selbst schnell bewusst wird wie viel/wenig man seinem Körper eigentlich Gutes tut.

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Eine typische Trainingseinheit beginnt ähnlich bei einem richtigen Workout mit einer kurzen Aufwärmphase, die üblicherweise aus einer kurzen Laufstrecke oder eine Tanz- bzw. Koordinationsübung besteht. Dadurch soll das Verletzungsrisiko minimiert und das Herz-Kreislauf-System in Schwung gebracht werden.

Anschließend geht es sofort richtig zur Sache: Yoga- oder Entspannungsübungen, wie man sie von Nintendos Wii Fit kennt, sucht man in EAs Pendant vergeblich. Stattdessen werden sowohl die Muskeln gezielt trainiert als auch die Ausdauer gesteigert. Bereits das erste Training bringt den Spieler sofort ins Schwitzen, was sich auch am virtuellen Kalorienzähler bemerkbar macht. Der Schwierigkeitsgrad steigert sich anhand der erbrachten Leistungen automatisch und es werden immer mehr verschiedene Übungen in den Trainingsplan integriert. Wird eine Übung zum ersten Mal ausgeführt, erklärt ein kurzes Video genau, wie diese funktioniert und auf welche Dinge man beim Ausführen achten sollte, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Ein virtueller Trainer zeigt während der Übung jede Bewegung am Bildschirm vor und kontrolliert über die Sensoren der Wiimote ständig die Ausführung. Werden die Bewegungsabläufe richtig umgesetzt, erntet man schnell Lob und verspürt so von Beginn an ein motivierendes Erfolgsgefühl. Der persönliche Trainer spornte mich stets zu noch besseren Leistungen an und hat jederzeit Tipps gegeben, wie man die Übungen noch besser ausführen kann. Leider ist das Sprachrepertoire nicht wirklich umfangreich und die Sprüche wiederholen sich schon nach kürzester Zeit. Ein paar zusätzliche Parolen hätten dem Spiel sicherlich nicht schlecht getan.

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Die Bewegungserkennung von EA Sports Active funktioniert ausgesprochen gut und ich hatte beim Durchspielen der gesamten 30-Tages-Herausforderung (ja, das Spiel konnte mich in der Tat so lange motivieren) nicht einmal ein großes Problem. Das ein oder andere Mal ist es jedoch schon passiert, dass eine Bewegung nicht ins virtuelle Fitness-Studio übertragen wurde. Dies fällt aber keinesfalls negativ auf, weil sich die Anzahl wirklich in Grenzen hält – da ist man von anderen Spielen teilweise viel Schlimmeres gewohnt.

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EA Sports Active bietet für all jene, die nicht die Zeit und das nötige Kleingeld für eine Mitgliedschaft im Fitness-Studio haben, eine gute Alternative den Körper in Schwung zu halten. Unterstützt man die Trainingseinheiten zusätzlich noch mit anderen Aktivitäten, wie zum Beispiel Laufen oder Schwimmen, wird man schon nach kürzester Zeit ein positives Ergebnis am eigenen Körper spüren. Natürlich bewirkt auch EA Sports Active keine Wunder, wenn man ganz klischeehaft neben dem Zocken pausenlos Chips, Pizza und andere Köstlichkeiten in sich hineinstopft ;)

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[Bilder (1+2) mit freundlicher Genehmigung von Nintendo-Online.de]