Die Spiele-Schmiede Epic Games – bekannt durch die Unreal- und Gears of War-Serien – hat einen neuen Trailer zum iPhone-Rollenspiel Infinity Blade veröffentlicht, das besonders durch die exzellente Grafik herausstechen soll. Dass die Jungs bei Epic ihr Handwerk verstehen, zeigt bereits die spielbare Tech-Demo Epic Citadel, bleibt nur zu hoffen, dass sie mindestens genauso viel Augemerk auf die Steuerung, Story und Spielmechanik legen …
Tag Archives: Gaming
New York, zerstört durch 8-Bit Videospiele
Roland Emmerich führt uns den Weltuntergang in seinen Katastrophenfilmen so schön in den verschiedensten Variationen vor Augen, aber an dieses Szenario scheint selbst er nicht gedacht haben. Videospielfiguren aus dem 8-Bit-Universum klettern aus einem kaputten Fernseher und erobern zuerst New York und später die ganze Welt.
[via Mashable]
Crysis auf dem iPad? Cloud Gaming macht’s möglich
Nein, das ist jetzt kein verspäteter Aprilscherz. Crysis, ein vor allem wegen seiner phänomenalen Grafik hochgelobtes Performancemonster, wird in diesem Video direkt auf dem iPad gespielt. Naja nicht komplett auf dem iPad. Moderne Cloud Gaming-Technologie von OTOY macht das Wunder möglich. Alle Berechnungen finden ausschließlich auf entfernten Hochleistungsrechnern statt und es werden lediglich Steuerbefehle hin- und das gerenderte Videomaterial zurückübertragen.
Ein ziemlich anderer Ansatz von Gaming, aber wenn es funktioniert, dann lasse ich mir auch das als Zukunft der Spieleindustrie einreden. Es müssten halt noch unsere Handynetze so schnell werden, dass diese Zauberei auch mobil möglich ist.
Nintendo DSi + Face Tracking + virtuelles 3D = Super Awesomeness
Eine der wirklich lästigen Tatsachen an der neuen 3D-Technologie, die angeheizt durch den Blockbuster Avatar jetzt auch unsere Wohnzimmer erobern soll, sind die obligatorischen 3D-Brillen, ohne die man nicht in den Genuss der dritten Dimension kommt. Innovative Entwickler zeigen aber zum Glück immer wieder, dass es auch anders geht:

Das Spiel Rittai Kakushi e Attakoreda für den Nintendo DSi geht komplett andere Wege und verwandelt den Handheld in ein virtuelles Puppenhaus, in das man aus den unterschiedlichsten Perspektiven hineinschauen kann. Die Front-Kamera erkennt dabei die Augen des Spielers und dessen Blickwinkel, woraus anschliessend ein passendes Bild berechnet werden kann. In Bewegung kommt so der 3D-Effekt zustande. Schaut euch aber am besten selbst das Video an:
Nintendo DSi XL: Größeres Modell für ältere Gamer vorgestellt

Wenn es um das Erweitern von Zielgruppen geht, kann Nintendo so schnell keiner etwas vormachen. Seit der Vorstellung des ursprünglichen Nintendo DS und der darauf folgenden Konsole Wii hat es der japanische Traditionshersteller geschafft, laufend neue Käufer für seine Produkte begeistern zu können – selbst wenn diese vorher noch nie etwas mit Videospielen zu tun hatten. Passende Software-Produkte, wie die Touch-Generation-Spiele, Wii Sports oder Wii Fit, sprechen sowohl junge als auch ältere Spieler an und obwohl Gaming früher als Männerdomäne bekannt war, entdecken neuerdings zunehmend auch Frauen diesen Bereich für sich.
Heute hat Nintendo abermals ein Produkt vorgestellt, das eine neue Zielgruppe für den Konsolenhersteller erschließen soll. Der Nintendo DSi XL sieht im Grunde wie ein vergrößertes DSi-Modell aus und scheint wie gemacht für die ältere Spielerschaft:
Gleich auf den ersten Blick stechen die zwei 4,2 Zoll Displays ins Auge, die um 93 % größer als jene des derzeitigen Modells sind. Zusätzlich zu dem normalen Stylus wird dem DSi XL ein größere Touchpen beigelegt, um eine noch komfortablere Bedienung zu ermöglichen. Außerdem werden – neben dem Web-Browser – die zwei bisher veröffentlichten Brain Training-Spiele und das Dictionary-Programm ab Werk auf dem Gerät gespeichert sein. Diese müsste man sich sonst als kostenpflichtige Version im DSiWare-Shop herunterladen.

Der Nintendo DSi XL kommt in drei verschiedenen Farben bereits nächsten Monat in Japan auf den Markt kommen und mit 20.000 Yen (ca. 150€) nur minimal mehr kosten als das kleinere Modell.
Apple meint es ernst im Gaming-Sektor: Geniale Werbung auf IGN
Wer immer noch an Apples Engagement im Gaming-Sektor zweifelt, sollte sich einmal die aktuelle iPod Touch-Werbung auf der Hauptseite von IGN.com, einem der größten Onlineportale rund um Videospiele, ansehen. Wirklich nett gemacht – solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen!
(Für alle, die die Werbung nicht sehen können, hier ein Video davon)
Apple will Electronic Arts (EA) kaufen?

Lange wurde über den Einstieg Apples in den Videospielmarkt gemutmaßt und spekuliert, doch irgendwie hat auch niemand wirklich damit gerechnet. Völlig überraschend und in einer eher kurzen Zeitspanne wurde dann der iPod Touch als Spielemaschine positioniert, die mit dem hauseigenen AppStore sogar schon einen ausgezeichneten Distributionskanal für Software verfügt. Quasi von heute auf morgen ist für die Konkurrenz aus dem Videospiel-Business ein neuer Mitbewerber entstanden, den es mehr als je zu fürchten gilt. Günstige Spiele, gute Erfolgsaussichten für Entwickler, eine Horde treuer Evangelisten und Fanboys und genügend Erfahrung in der Technologiebranche stehen hinter dem Namen Apple. Das Einzige, was dem Unternehmen aus Cupertino noch fehlt, ist die breite Unterstützung von großen Spieleproduzenten und Publishern, wie Ubisoft, Activision oder Electronic Arts.
Genau an letzterem Publisher soll Apple laut einer Aussage von Guy Adami in letzter Zeit vermehrt Interesse für eine Übernahme zeigen. Ein solche Schritt würde in der Tat einiges in der Videospielwelt durcheinander bringen. EA ist weltweit der zweitgrößte Spielepublisher und ist vor allem durch das breite Sportspielangebot bekannt. Aber auch die Sims, Battlefield oder die Burnout- bzw. Need for Speed Reihe gehören in das EA-Portfolio. Der Marktanteil in Nordamerika und Europa liegt ca. bei erstaunenswerten 25%!
Der Schachzug wäre zwar genial, jedoch glaube ich nicht, dass EA sich so einfach ohne Widerstand von Apple aufkaufen lassen wird. Ich bin mir sicher, dass daran schon einige Branchengrößen zuvor gescheitert sind.
Nintendo DSi: Nintendos neuer Handheld
Mit dem Nintendo DS “Phat”, wie ihn einige Fans liebevoll bezeichnen, läutete Nintendo im Jahre 2004 auf der amerikanischen Videospielmesse E3 eine neue Ära des mobilen Spielens ein. Zwei Displays – eines davon als Touchscreen -, ein eher leistungsschwacher Prozessor, wenig RAM und keine Möglichkeit, Multimedia Inhalte abzuspielen. Auf Grund dieser Umstände hätte sich wohl niemand den bahnbrechenden Erfolg der neuen Hardware-Serie im Vorhinein gedacht. Mit der leistungsstarken bzw. medientauglichen PSP und der zweifelnden Presse im Nacken, kam zweifellos auch Nintendo unter Zugzwang, blieb aber der neuen Linie treu. Der Nintendo DS ist quasi das erste Produkt nach dem Management-Wechsels 2002, im Zuge dessen der offene und innovationsfreudige Satoru Iwata zum neuen CEO von Nintendo ernannt wurde. Bei der Entwicklung von neuen Konsolen geht es fortan mehr um die Zielgruppenerweiterung und die Neuformierung des Videospielmarkts, als um die bloße technische Verbesserungen.

Genau aus diesem Grundsatz heraus, ist auch Nintendos neuestes Gadget entstanden – der Nintendo DSi. Er stellt das dritte Gerät in der DS-Serie dar und ist gleichzeitig der Nachfolger des Lite-Modells, das sich mit über 75 Millionen weltweit verkaufen Einheiten regelrecht zu einem Verkaufsschlager entwickelt hat. Seit dem 3. April ist nun der DSi endlich auch in Europa erhältlich und beschafft dem japanischen Traditionsunternehmen anhaltende Verkaufserfolge.

Bei der Gestaltung des Aussehens ist sich Nintendo größtenteils seinen neuen Prinzipien treu geblieben. Zum Verkaufsstart ist das Gerät in den Farben Schwarz oder Weiß erhältlich – die Farbauswahl sollte sich aber, wie von Nintendo gewohnt, in den kommenden Monaten weiter vergrößern. Im Gegesatz zum DS Lite ist die Oberfläche nun nicht mehr glatt und glänzend, sondern eher matt und ein bisschen rau. Dadurch sollten unästhetische Fingerabdrücke auf dem Gerät der Vergangenheit angehören. Die Abmessungen selbst wurden nur geringfügig verändert – Das Gehäuse ist um 12 Prozent dünner und ganze 4 Gramm leichter. Dafür musste die Breite und Höhe leicht angehoben werden, um die größeren Displays auf der Innenseite unterzubringen. Diese lassen sich nun durch fünf Helligkeitsstufen regeln und warten mit einem deutlich verbesserten Kontrastverhältnis auf. Leider wirkt sich das stark auf die Akkulaufzeit des kleinen Handhelds aus. Bei höchster Helligkeitsstufe muss der DSi schon nach drei bis vier Stunden wieder an die Steckdose. Hinzugekommen sind außerdem zwei 0,3 Megapixel Kameras (eine auf der Innen-, eine auf der Außenseite), erheblich verbesserte Lautsprecher und ein SD-Karten Slot zum Speichern von Musik und Bildern.

Auch die inneren Werte wurden gewaltig aufgebohrt: Statt der minimalistischen RAM-Ausstattung von 4 MB, kommen nun ordentliche 16 MB zum Einsatz. Der Prozessor taktet im neuen Modell mit 133 MHz. Leider kommt die zusätzliche Power nicht für normale/alte DS-Spiele zum Einsatz. Beim Abspielen dieser wird der Prozessor auf “DS Lite”-Niveau heruntergetaktet und der Arbeitsspeicher beschränkt. Lediglich Download-Spiele – DSiWare genannt – haben Zugriff auf die neuen Funktionen wie die Kameras oder die verbesserte Leistung. In Zukunft soll es aber auch Hybrid-Spiele geben, die von den neuen DSi-Features gebrauch machen und trotzdem abwärtskompatibel sind.

DSiWare ist somit quasi Nintendos Gegenstück zum AppStore von Apple. Kleine Programme und Spiele können über einen Online-Shop direkt auf den Nintendo DSi geladen werden und erscheinen dann als Programm-Icon im Hauptmenü. Alles was man dazu braucht, ist eine funktionierende WLAN-Verbindung (übrigens jetzt auch mit WPA2-Unterstützung) und das nötige Kleingeld in Form von Nintendo Points.

Standardmäßig wird der Nintendo DSi, neben dem Shop-Programm, ab Werk bereits mit vier vorinstallierten Anwendungen ausgeliefert, die sich im Hauptmenü beliebig anordnen lassen:
“DSi-Kamera” bringt alle Funktionen mit, die man sich im Zusammenhang mit den Kameras und Fotos vorstellen kann. Zehn Filter und Verzerrungs-Modi runden das Angebot ab und sorgen teilweise für einige Lacher. Die Fotos können anschließend auf der SD-Karte gespeichert werden.

Das Programm “DSi-Sound” fungiert als Player und Editor für Audiodateien bzw. Musikstücke. Leider werden nur .ACC-Dateien unterstützt. Wer seine ganze Musiksammlung als MP3 vorliegen hat, muss diese also zuerst umwandeln. Mit dem integrierten Mikrofon lassen sich außerdem kurze Aufnahmen erledigen.

Wie schon die Vorgängermodelle, hat auch der DSi das bekannte Chatprogramm PictoChat an Board. Damit können DS-Besitzer Nachrichten und Zeichnungen drahtlos miteinander austauschen. Spiele und Demos lassen sich wie gewohnt via DS-Download-Spiel auf den eigenen DSi laden.
Auch ans mobile Internetsurfen hat Nintendo natürlich gedacht. Der dazu benötigte Browser kann kostenlos über den DSi Shop heruntergeladen werden und basiert, genauso wie bei der Wii, auf Opera-Technologie. Leider unterstützt der Browser kein Flash und ist im Vergleich zum Safari auf dem iPhone relativ langsam.

Abschließend bleibt zu sagen, dass jeder für sich selbst abwiegen muss, ob sich die Anschaffung eines DSi lohnt. Jene mit einem Nintendo DS Lite werden wohl eher zögern das 169 Euro teure Gerät zu kaufen. Für alle, die noch keinen DS Lite besitzen, ist der DSi absolut eine Überlegung wert. Ich selbst hatte bis vor zwei Wochen nur den alten DS “Phat”. Hier fallen die Unterschiede besonders auf und schon allein die brillianten Displays sind Argument genug. Auch Spieler, die auf zukünftige DSiWare-Spiele nicht verzichten können, müssen zwangsbedingt zugreifen. Leider wurde die GBA-Kompatibilität zu Gunsten der Größe gestrichen. Dieser Umstand könnte vor allem für frühere GBA-Besitzer ein Problem darstellen, die kein zweites Gerät parallel verwenden wollen.
Vor einigen Wochen habe ich auf Youtube einen Promo-Trailer hochgeladen, in dem alle Features genau erklärt werden.
OnLive – Die Zukunft der Videospiele?
Um zu jederzeit die aktuellsten Spiele in der besten Auflösung und Grafikleistung genießen zu können, benötigt es einiges an Geldmittel und Mühe. Das ewige Aufrüsten des Computers mit High-End Grafikkarten oder Kaufen der aktuellsten Spielekonsole mit passendem FullHD-Fernseher kann mit der Zeit ganz schön auf den Geldbeutel schlagen. Das StartUp-Unternehmen OnLive aus Paolo Alto präsentiert nun die simple Lösung all dieser Probleme. “The Future of Video Games” heißt es protzig auf der Website. Die bei der Presseveranstaltung anwesenden Journalisten dürften in der Tat ziemlich erstaunt gewesen sein, als sie den ressourcen-intensiven Ego-Shooter Crysis auf einem gewöhnlichen, alten Macbook erblickt haben – genau das soll nämlich durch OnLive zu moderaten Preisen möglich gemacht werden!

Doch wie funktioniert die scheinbare Zauberei? Das Stichwort lautet Videostreaming. Die Grafiken werden dabei nicht am Computer des Spielers berechnet, sondern über eine Internetverbindung direkt auf den Bildschirm gestreamt. Das Spiel läuft quase “in the Cloud” auf rechenstarken Servern und nimmt die Eingaben des Spielers entgegen. Durch eine leistungsstarke Videokompression soll die Übertragung von “Wii-ähnlicher” Auflösung bereits ab 1,5 Mbps möglich sein. HD-Inhalte funktionieren erst ab 4 oder 5 Mbps flüssig. Die Kommunikation erfolgt über die so genannte MicroConsole, ein kleines Gerät zum Preis von weniger als einer Wii-Konsole. An dieser werden dann die Ausgabegeräte sowie Gamepads und Headsets für Voice-Chat angeschlossen.

Auch die Gaming-Industrie scheint an dem Konzept schon Blut geleckt zu haben: Electronic Arts, Ubisoft, Take-Two Interactive, Warner Bros. Interactive Entertainment, THQ, Epic Games, Eidos, Atari Interactive und Codemasters sind bereits mit OnLive im Gespräch und haben ihre Unterstützung zugesichert. Klarerweise sehen die Entwickler auch positive Aspekte in dem neuartigen Service. Die teuren Spieleproduktionen werden auf einen Schlag für eine sehr große Anzahl an Kunden zugänglich, die sich normalerweise keinen Computer um mehrere Tausend Euro leisten könnten/würden. Außerdem wird das Problem mit dem Kopierschutz gleich am Schopf gepackt und eliminiert – der Spieler kommt nämlich nie wirklich in Berührung mit den Installationsdateien. Der Service wird bequem über eine monatliche Gebühr abgerechnet.

[via Engadget]