Was kam vor GPS?

Heutzutage ist die Positionsbestimmung via GPS eigentlich schon fast nicht mehr wegzudenken. Die aktuelle Generation der Smartphones bringt uns diese Technologie direkt in die Hosentasche und lässt uns immer wissen, wo wir gerade sind. Doch wie wusste man das früher?

[via Mashable]

Foursquare öffnet sich für den Rest der Welt. Endlich weltweite Check-Ins!

Foursquare und Gowalla sind die zwei Geo-Dienste, um die sich seit kurzem alles im location-based Web dreht. Während man sich bei Gowalla schon immer von jedem beliebigen Ort auf der Welt anmelden und die so genannten Check-Ins durchführen konnte, war Foursquare bisher auf einige wenige Städte beschränkt. In Österreich war das beispielsweise nur Wien und selbst dieses gibt es noch nicht allzu lange als Auswahlmöglichkeit. Das Match um die Krone der Location-Services dürfte nach der aktuellen Ankündigung von Foursquare nochmals um einiges interessanter werden: Laut CNET wird der Dienst nämlich schon bald für alle Orte geöffnet und damit löst sich das Alleinstellungsmerkmal von Gowalla – dem Erzrivalen quasi in Luft auf.

Das Update soll in der nächsten Zeit (Tage?) für alle User in Kraft treten. Damit könnte Foursquare vor allem in ländlicheren Gebieten oder den anderen Landeshauptstädten einige User gewinnen.

Eine Autofahrt mit dem T-Mobile Wisepilot

Gerade wenn man nicht oft mit dem Auto unterwegs ist, zahlt sich die Anschaffung eines teuren Navigations-Systems nur unter den seltensten Umständen wirklich aus. So genial diese Dinger sind, sie haben nun einmal einen sehr stolzen Preis. Dass es auch anders geht und gute Navigation nicht unbedingt teuer sein muss, zeigt der Wisepilot von T-Mobile. Glücklicherweise war ein entsprechendes Abo bereits auf meinem Blackberry Bold 9700 freigeschaltet und die notwendige Software vorinstalliert.

Zum Ausprobieren habe ich gleich bei der ersten längeren Autofahrt das gewünschte Ziel eingegeben und mich von meinem neuen digitalen Begleiter führen lassen:

Im Grunde lässt der Wisepilot nicht wirklich Wünsche bei der Ausstattung offen. Klar mit dem Featureset eigenständiger Navis kann die Softwarelösung nicht ganz mithalten, mich als Gelegenheits-Benutzer hat es aber trotzdem überzeugt: Eine angenehme Frauenstimme hat mich komfortabel und schnell nach Linz gebracht, die Ansicht ist dreidimensional und farblich ansprechend gestaltet. Sogar vor einer Radarfalle hat es mich bewahrt. Nähert man sich nämlich zu schnell einem Radargerät, gibt das Gerät rechtzeitig eine Warnung von sich und man hat noch genügend Zeit, die Geschwindigkeit anzupassen. Bei Nacht wird automatisch oder manuell in den so genannten Nachmodus geschaltet, um den Fahrer nicht zu blenden und somit ein angenehmeres Reisen zu ermöglichen.

Die richtigen Pluspunkte spielt der Wisepilot erst aus, wenn man sich über den grundsätzlichen Aufbau ein paar Gedanken macht: Man darf nämlich nicht vergessen, dass es sich dabei noch immer um ein Handy handelt, das rund um die Uhr auf das aktuellste Kartenmaterial zugreift, die neusten Verkehrsmitteilungen erhält und über das Mobilfunknetz auch mit Adressdaten und Firmenbucheinträgen versorgt wird. Lästiges aktualisieren der Kartendaten entfällt somit und man ist immer auf dem neuesten Stand.

Bequemerweise braucht man zur Benutzung nur ein entsprechendes Abo-Paket bei T-Mobile anmelden, das anschließend einfach über den bestehenden Handyvertrag abgerechnet wird. Bei gelegentlichen Reisen reicht zum Beispiel ein 24-Stunden-Ticket um 1,90 Euro oder das Monats-Paket um 7 Euro. Bindet man sich 2 Jahre zahlt man monatlich sogar nur 5 Euro. Ein Schnäppchen, wenn man sich die hohen Preise der Stand-Alone-Geräte ansieht. Zusammen mit der ersten Anmeldung erhält man außerdem einen Zugang zum Online-Portal von Wisepilot, über das man die gefahrenen Routen und Fahrtberichte abrufen kann. Diese können nämlich auf Wunsch direkt online abgespeichert werden.

Den Wisepilot könnt ihr übrigens einmalig 5 Tage kostenlos auf Herz und Nieren testen. Näheres dazu gibt es auf dieser Seite. Alle kompatiblen Geräte findet ihr hier!

Google Latitude endlich auch am iPhone (und warum es so lange gedauert hat)

google latitudeSchon seit geraumer Zeit arbeitet Google an der Umsetzung seines Lokalisierungs-Dienstes Latitude für das iPhone. Der Service, der übrigens bereits seit Februar auf anderen Geräten ohne Probleme funktioniert, kann dazu verwendet werden, die genaue Position via integriertem GPS zu ermitteln und diese für all seine Kontakte sichtbar zu machen. Natürlich lässt sich Funktion zum Schutz der Privatsphäre für einige Freunde auch in der Genauigkeit beschränken oder komplett deaktivieren, sodass man auf deren Karte nicht mehr erscheint. Damit hat Google auch meinen Kritikpunkt im Gegensatz zu Yahoos Fire Eagle ausgemerzt. Zuvor war es nämlich nicht möglich, die Änderungen pro Kontakt zu machen, sondern nur eine globale Einstellung zu tätigen.

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Das WebApp erledigt im Grunde alle Aufgaben der nativen Pendants auf anderen Geräten – mit einer Ausnahme: Die Position wird nicht fortlaufend im Hintergrund aktualisiert. Der Browser muss immer geöffnet sein, um Daten an den Dienst senden zu können. Warum dies so ist, erklärt Google selbst im folgenden Blogpost:

We worked closely with Apple to bring Latitude to the iPhone in a way Apple thought would be best for iPhone users. After we developed a Latitude application for the iPhone, Apple requested we release Latitude as a web application in order to avoid confusion with Maps on the iPhone, which uses Google to serve maps tiles.

Sollte es bei der Einrichtung Probleme geben, findet ihr hier eine umfassende Hilfe-Datenbank. Gerade in der deutschsprachigen Version von Google Latitude scheint es noch ein kleines Problem mit der Darstellung der Menüleiste am unteren Displayrand zu geben: Hier werden nicht alle Einträge angezeigt.

iPhone-Navigation endlich mit Sprachausgabe

ohne-titelNachdem lange Zeit ungewiss war, ob das iPhone überhaupt in der Lage ist eine Navigationslösung ähnlich der dedizierten Geräte im Auto zu bieten, hatte Apple erstmal einen Riegel vorgeschoben und Navis mit Sprachausgabe gänzlich aus dem AppStore verbannt. Zwar gibt es bereits Programme, die die Fahrrichtung anzeigen und Textbeschreibung am Display anzeigen, aber eine Sprachausgabe fehlte bislang.

Dieses Manko hat nun xGPS wett gemacht und bietet sowohl die Richtungsanzeige, als auch eine gesprochene Beschreibung der Route. Leider ist das Programm derzeit noch ein jailbreak des iPhones notwendig. Ich hab jetzt mal kurz reingeschaut und einige Funktionen ausprobiert. Im Großen und Ganzen scheint es eine recht solide Navigations-Lösung zu sein. Die Sprachausgabe tut sich mit den deutschen Wörtern jedoch ein bisschen schwer.

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Update: Mittlerweile gibt es eine Menge gute Navigations-Lösungen im AppStore. Zum Beispiel: MobileNavigator MobileNavigator D-A-CH