Opera 10.60 ist raus aus der Beta

Das Web-Browser-Business ist heutzutage ein hart umkämpftes Geschäftsfeld. Große Player wie Microsoft, Google, Apple und Mozilla streiten sich in lang anhaltenden Feature-Schlachten um die heiß begehrten Marktanteile und bringen im Akkordtempo neue Performance- und Geschwindigkeits-Verbesserungen heraus um die Mitbewerber auszustechen. Oft vergessen wird hier die norwegische Firma Opera, die zwar im mobilen Bereich stark vertreten sind, im Desktop-Sektor jedoch bisher nicht wirklich Fuß fassen konnten und heute mit dem Opera 10.60 die neueste Inkarnation ihres Browsers veröffentlicht haben:

  • Eine schnellere Java-Script Engine soll den Browser 50% schneller machen als den ohnehin schon blitzschnellen Vorgänger (10.50)
  • Bessere HTML5-Unterstützung und WebM Video und Geolocation (Demo)
  • Verbesserte Suchfunktionen und Design-Änderungen

WebM bringt HTML5-Video ein kleines Stück weiter

Ich habe ja schon öfters darüber geschrieben, warum sich HTML5-Video in der heutigen Form nicht so wirklich durchsetzen kann. Das Problem liegt nach wie vor an der unterschiedlichen Codec-Wahl der Browserhersteller und Website-Betreiber. Während Mozilla und Opera auf den komplett freien Ogg Theora-Codec eingeschworen haben, verwendet Apple und Microsoft das proprietäre, aber gut bewährte H.264-Format. Einzig und allein Google hat mit dem Chrome Browser bisher die einzig richtige Richtung gewählt, nämlich beide Codecs zu unterstützen.

Auf der Google Entwicklerkonferenz I/O hat der amerikanische Suchmaschinenbetreiber heute einen sehr wichtigen Schritt in die richtige Richtung für ein einheitliches HTML5-Videoformat getan. Die Technologie von dem im Februar aufgekauften Software-Unternehmen On2 Technologies wurde im Rahmen des WebM Project als offenes, royality-freies und weborientiertes Videoformat präsentiert. Das Format basiert auf dem von On2 entwickelten, qualitativ hochwertigen VP8-Codec, Vorbis-Audiostreams und einem Container-Format auf Basis von Matroska.

MozillaOpera, natürlich Google selbst, Adobe und viele andere haben dem Projekt bereits ihren Segen gegeben und unterstützen die Initiative – leider fehlen auf der Liste zwei “klitzekleine” Unternehmen namens Apple und Microsoft, ohne die ein einheitlicher Standard wahrscheinlich nie durchgerungen werden kann. Und das sind auch genau jene, die erst kürzlich wahre Lobeshymnen über den H.264-Codec verlautbart haben.

Also, kommt schon Leute, springt über euren Schatten und einigt euch auf WebM!

Apple braucht keine Flash-Unterstützung, es wird zunehmend irrelevant

Ich habe es ja schon einmal auf Twitter vermerkt, aber da sich die Meldungen jetzt zunehmend häufen, ist die Zeit gekommen, diesem Thema einen eigenen Post zu widmen. Immerhin ist es mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass Apple in puncto Flash seine Meinung wohl kaum mehr ändern und das Adobe-Produkt wahrscheinlich niemals von einem iPhone OS-basierten Gerät unterstützt wird. Steve Jobs hat diesen Standpunkt schon einige Male klar gemacht und auch die weinerlichen Äußerungen seitens Adobe können daran nichts mehr ändern.

Jetzt, wo wir uns mit großen Schritten dem iPad-Launch näher, schaltet sich aber eine weitere gewichtige Partei in den Streit ein: Die Website-Publisher kehren Flash zunehmend den Rücken zu und setzen auf HTML5 sowie H.264-kodierte Videoelemente, um die zunehmend wachsende Gruppe der iPhone/iPad-Nutzer nicht als Besucher zu verlieren. Zu den Online Portalen des National Public Radio und des  Wall Street Journal gesellt sich ab sofort auch jenes von TED, das vor allem durch den hohen Video-Gehalt hervorsticht. Das hat Chris Anderson vor einigen Stunden via Twitter bekannt gegeben.

Ich hoffe, dass diese Aktionen jetzt endlich den Stein ins Rollen gebracht hat und noch weitere Betreiber auf flash-freie Websites umstellen. Dann Apple nicht nur ein weiteres mal seinen Willen durchgesetzt, sondern auch der Welt einen großen Gefallen getan.

How to change the iPhone On-Screen-Keyboard in Web Apps

Nearly three years ago, when Apple introduced the iphone, so-called “Web Apps” were the only way to develop and publish self-made applications on Apple’s new and shiny gadget. With the announcement of the SDK and the launch of the App Store, developers started abandoning web applications and began flocking to native development. But this is not the end of web-based applications: Recently Google declared the end of mobile app stores and with Google Voice, Buzz and GMail, the company started to port their entire range of services to the mobile web. Besides that, HTML5 provides the much-needed technologies (offline access, storage, location awareness) to really make web-based applications great and useful.

On of the biggest problems developers are facing with mobile web applications is the user interface/experience. We have to reach the superior quality GUI of native applications together with all the conveniences they are offering to users. The majority of web sites for example are using the plain old on-screen-keyboard for every text input, no matter what characters will be entered. It isn’t really comfortable to enter an email-address when you have to change to the secondary keyboard to enter a “@”. Just the same as having to change it for entering numbers in an input element that is only ment to contain numbers anyway.

This is probably the most common user interface problem and it is also one of the easiest to fix. The HTML5 specification contains an extension to the type attribute of input elements that is perfectly recognized by Mobile Safari. With just a little change, you are able to make your web-based application more convenient to use. And by the way: Browsers that don’t understand the new type attributes will ignore it and keep displaying a normal input element.

It is as simple as the following code snippet:

Text: <input type="text" /> <!-- display a standard keyboard -->
Telephone: <input type="tel" /> <!-- display a telephone keypad -->
URL: <input type="url" /> <!-- display a URL keyboard -->
Email: <input type="email" /> <!-- display an email keyboard -->
Zip Code: <input type="text" pattern="[0-9]*" /> <!-- display a numeric keyboard -->

Just change to type attribute to either “tel”, “url” or “email”. Additionally you can alter use the new pattern attribute to only allow numbers. I’ve set up a demo page which can be accessed with every iPhone and iPod Touch. Please note, that this feature is only supported in iPhone OS 3.1 or newer.

YouTube und Dailymotion führen HTML5 Video vor

In den kommenden Monaten/Jahren wird sich – glaubt man einigen Internet-Experten – eine interessante Wandlung bei den online Videoportalen abspielen. Der bisher für Videodarstellung verwendete, und ohnehin nicht sehr beliebte, Flash Player samt .flv-Format soll schon bald durch Video-Tags des HTML5-Drafts ersetzt werden. Mit diesem Schritt würde eine einheitliche Videodarstellung ohne proprietäre Codecs möglich und auch mobile Geräte müsste nicht mehr auf die Abspielfähigkeit verzichten. Die zwei Onlineportale YouTube und Dailymotion haben bereits Testseiten eingerichtet, um die neue Technologie vorzuführen und genau hier wird die erste Schwäche ersichtlich. Es gibt derzeit anscheinend noch keinen einheitlichen Standard für das verwendete Dateiformat und Codec, jeder Browserhersteller kocht quasi sein eigenes Süppchen. Während die  YouTube-Testseite bisher auf den H.264-Codec setzt und damit nur auf Apples Safari 4 funktioniert, verwehrt Dailymotion jedem Nicht-Firefox-3-User auf Grund des freie Ogg-Theora-Formats den Zugang.

html5

Bis man bei den Video-Tags wirklich von einem browserübergreifenden Standard sprechen kann, wird noch einige Zeit vergehen, die Testseiten geben jedoch schonmal einen beeindruckenden Einblick in die Möglichkeiten der Technologie.