Posts Tagged ‘kevin rose’

Die ersten 5 Jahre von Digg in 5 Minuten …

Sonntag, Februar 7th, 2010

Der Social-News Dienst Digg.com ist wohl eines der besten Beispiele, wie schnell man in der Welt von Facebook, Twitter und Co vom heißen Eisen zum Altmüll degradiert werden kann. Vor einigen Jahren noch als das wunderbarste Startup hochgelobt, haben heute eine ganze Reihe anderer Services diesen Platz eingenommen. Nichtsdestotrotz hat Digg eine beispielhafte Karriere hinter sich und wird sicherlich auch in Zukunft seinen Weg gehen. Man kann Kevin Rose und seinen Gefährten nur dazu gratulieren …

Interview mit Kevin Rose: “The State of The Union”

Dienstag, April 21st, 2009

TechCrunchs Michael Arrington hatte die Chance mit Digg-Mitbegründer Kevin Rose ein ausführliches Interview zur derzeitigen Lage der Social-News Website Digg zu führen. Er gibt einen Einblick in die Geschichte von Digg, wie es zu diesem unfassbaren Erfolg gekommen ist und welche Probleme und Entwicklungen es in diesem Prozess gegeben hat und noch geben wird. Dabei wird auch eine der größten Veränderungen von Digg aller Zeiten angesprochen, die in den kommenden sechs Monaten bekannt gegeben werden soll.

[via TechCrunch (mit Transkription]

DiggBar: “Release early, release often and reiterate”

Donnerstag, April 16th, 2009

digg_logoObwohl ich die DiggBar anfangs als äußerst positiv und angenehm empfunden habe, gab es genügend Leute, meist Suchmaschinen-Optimierer, die diese Neuerung alles andere als einfach akzeptieren wollten. Das Problem an Diggs Short-URL-Service war schnell identifiziert: Anstatt wie üblich mit einem 301-Redirect die verkürzte Adresse sofort auf die Ursprungsquelle weiterzuleiten, liefert Digg den HTTP-Statuscode 200 aus und bindet die Quelle in einem Frame ein. Suchmaschinen erkennen dadurch den Zusammenhang zur eigentlichen Seite nicht und werden auch nicht auf diese weitergeleitet. Auf der anderen Seite ist dies die einzig praktikable Möglichkeit die DiggBar zu realisieren. Um eine größeren Aufstand der Webmaster zu vermeiden, hat sich Digg nun dazu entschlossen eine Kompromisslösung einzugehen:

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Nicht auf Digg angemeldete User bekommen nach der Änderung keine DiggBar mehr angezeigt und werden direkt (301-Redirect) durch die verkürzte URL weitergeleitet. Für alle Digg-User bleibt alles beim Alten. Sie bekommen weiterhin die DiggBar – immerhin war die DiggBar seit dem Launch für ca. 45 % der abgegebenen Diggs verantwortlich. Ganze 25 % haben neue Inhalte und Seiten entdeckt, die sie anderenfalls nicht bemerkt hätten – so Digg’s John Quinn in einem Beitrag auf dem Digg-Blog. Natürlich gibt es auch weiterhin die Möglichkeit für registrierte User, die DiggBar zu deaktivieren.

Mit diesem Schritt hat der Social-News-Gigant ein weiteres Mal bewiesen, dass User-Feedback auch wirklich bei den Entwickler ankommt. Es ist nahezu eine Win:Win:Win-Situation entstanden: Die Content Provider sollten durch die Änderungen weitgehend zufrieden sein, die User bekommen weiterhin die speziellen Funktionen der DiggBar und Digg profitiert von der gesteigerten User-Interaktivität. Diese Entwicklungs-Weise entspricht ganz klar der Unternehmenskultur des kalifornischen Unternehmens. Wie Kevin Rose, Mitbegründer von Digg, schon öfters durchklingen lassen hat, ist es für ihn persönlich wichtig, ein Produkt sowie die Änderungen in einer schnellen Taktfrequenz zu veröffentlichen, genau auf die Reaktionen bzw. das Feedback zu hören und dann prompt Anpassungen durchzuführen. “Release early, release often and reiterate”. Diese Praktik haben wir damals schon bei den Kommentaren gesehen und sie kommt auch heute wieder bei der DiggBar zum Einsatz. Vielleicht sollten mehr Web-Entwickler diesen Entwicklungsstil adaptieren, um nicht in der Konkurrenz unter zu gehen.