MobileMe Mail Beta-Version

Ich bin ja bekanntlich ein sehr großer Fan von dem Synchronisations-Dienst im MobileMe-Package von Apple und das ist auch der Hauptgrund, warum ich für meinen Account jetzt schon zwei Jahre lang zahle. Was ich eigentlich gar nicht benutze, ist die integrierte @me.com Mail-Adresse und das dazugehörige Web-Interface. Vor zwei Tagen hat Apple die Registrierung für eine neue Beta-Version des Online-Mail-Clients eröffnet und gestern habe ich auch schon die Einladung dazu und Zugriff auf die neuen Funktionen erhalten:

  • Auswahl zwischen widescreen und kompakter Ansicht
  • Serverseitige Regeln zum automatischen Organisieren der Mails
  • Ein-Klick Archivierung
  • Eine neue Formatierungs-Toolbar
  • Verbesserte Performance
  • SSL-Verschlüsselung

Alles in allem eine gelungene Runderneuerung samt neuem Design und wirklich einer drastischen Performance-Steigerung. Trotzdem bevorzuge ich wohl weiterhin das GMail-Interface für meinen täglichen E-Mail-Verkehr, aber immerhin ist es ein Schritt in die richtige Richtung und vor allem freut es mich zu sehen, dass Apple MobileMe nicht ganz vergessen hat.

Push-GMail nun doch offiziell auf dem iPhone … über ein kleines Hintertürchen

Wer Googles Mail-Service bisher in Verbindung mit dem iPhone verwenden wollte, hatte bis dato immer einen gewaltigen Nachteil im Gegensatz zu Besitzern eines Smartphones auf Basis des Android-Betriebssystems: Die E-Mails kamen nicht sofort, sondern erst nach einer kurzen Verspätung auf dem mobilen Endgerät an. Ein Nachteil, der nur durch eine sogenannte Push-Technologie wett gemacht werden kann, bei der neue Inhalte direkt vom Server auf das Gerät gesendet werden. Ganz ohne dass dieses in regelmäßigen Abständen nach Neuigkeiten fragt.

Apple bietet mit MobileMe zwar einen hauseigenen Push-Mail-Service an, dieser schlägt aber mit 79€ im Jahr zu Buche und ist deswegen für viele Privat-Anwender keine akzeptable Lösung. Geschäftskunden haben es da schon einfacher: Viele Arbeitgeber bieten ein Mail-Konto mit Microsoft Exchange ActiveSync an, wodurch die Nachrichten ebenfalls via Push auf Smartphones und Computer gesendet werden. Darunter fällt unter anderem Apples iPhone, das mit dem Update 2.0 Unterstützung für das Exchange-Protokoll spendiert bekommen hat. Genau hier versucht Google jetzt einzuhacken und bietet ab sofort kostenlosen Push-Support über Microsofts ActiveSync-Technologie an. Hierfür wurden kurzerhand die benötigten Lizenzen von Microsoft erworben und somit ist es jetzt auch möglich über ein kleines Hintertürchen Push-Mails von seinem GMail-Konto auf dem iPhone zu empfangen. Genauere Informationen über die Einrichtung von Google Sync gibt es hier.

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Ein wirklich guter Schachzug von Google, der Apple sicherlich nicht erfreuen wird – Immerhin ist der kalifornische Technologiekonzern nicht gerade für seine Offenheit bekannt und wollte sicherlich seinen kostenpflichtigen Cloud-Dienst an den Mann und die Frau bringen.

GMail ist Offline – Was nun?

Den ganzen Tag heute hat Googles Mail-System schon mit Ausfällen und häufigen Funktionsstörungen zu kämpfen. Bisher wurde ich zum Glück bis auf eine kurze Zeit von dem Ganzen verschont und konnte wie gewohnt auf meine Mails zugreifen. Zusätzlich sind auch noch die Systeme von Googles Apps für meine Domain offline und somit gibt es keine Chance für mich meine Mails heute noch zu erreichen.

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Es ist immer wieder recht erschütternd, wenn man sich selbst darüber bewusst wird, wie abhängig man doch von einem Unternehmen oder Service geworden ist. Solange alles sauber läuft, macht man sich nicht viele Gedanken. Wenn aber vom einen auf den nächsten Augenblick alles steht, lässt das doch ein ungutes Gefühl zurück.

Google gibt unterdessen folgende Statusmeldung zu dem Debakel ab. Bleibt zu hoffen, dass bald alles wieder funktioniert:

September 1, 2009 8:18:00 AM PDT
Google Mail service has already been restored for some users, and we expect a resolution for all users in the near future. Please note this time frame is an estimate and may change.

Bring your own domain? Nicht mit MobileMe

mobilemeMicrosoft kann es, Google kann es, Yahoo kann es, Apple kann es NICHT. Wie sich vielleicht anhand des Titels erraten lässt, geht es in diesem Post um die Möglichkeit, Email-Services von bekannten Betreibern mit der eigenen Domain zu verwenden. Die direkte Konkurrenz zu Apples MobileMe-Plattform ist schon seit einiger Zeit dazu in der Lage. Bei Google und Microsoft geht dies für Privatpersonen sogar kostenlos.

Apple schafft es anscheinend nicht, diesen Service – trotz der heftigen Jahresgebühr – anzubieten. Dies ist wohl eines der Hauptargumente gegen eine MobileMe-Mitgliedschaft. Immerhin kann man selbst nie wissen, ob man nach einem Jahr noch immer dazu bereit ist, dass Jahresabo zu verlängern. Die @me.com Email-Adresse ist bei Kündigung auf jeden Fall futsch und alle Emails zu dieser laufen ins Leere. Mit dem Einsatz einer eigenen Domain könnte man das ganze E-Mail System ohne Probleme vor Ablauf des Abos zu einem Konkurenzdienst umziehen – ohne wichtige E-Mail Nachrichten zu verlieren und alle Kontakte wegen einer neue Adresse benachrichtigen zu müssen.

Apple bietet derzeit sogar die Möglichkeit an, eigene Domains in MobileMe einzubinden, jedoch nur für die Erreichbarkeit von Webseiten. Die Domain lässt sich also weder für Fotogalerien, noch für die iDisk oder die Email-Adressen verwenden. Eine globale Einstellungsmöglichkeit wie bei Google Apps wäre hier wünschenswert. Immerhin zahlt jeder Abonnent 79€ pro Jahr! Dieses Problem hält mich derzeit vom Kauf des MobileMe-Pakets ab, der restliche Service kann nämlich durchaus überzeugen. Ich liebe die fast schon magische Synchronisation zwischen meinen zwei Macs und dem iPhone, mit der man einfach alle Adressen, Telefonnummern, Termine, etc. überall auf der Welt zur Verfügung hat. Mit dem Webinterface haben sich auch genau meinen Geschmack getroffen, nur das Manko der Custom-Domains sticht eben heraus.