Blue Screen-Fehlermeldungen unter die Lupe genommen

Als mittlerweile zweifacher Mac-Besitzer kommen mir die in der Windows-Welt gefürchteten Blue Screens eher selten – und wenn, dann in der VMWare – unter. Das Apple-Equivalent, die Kernel panic, tritt zum Glück sehr sehr selten und in einigermaßen dezenten Farben auf. Außerdem wird der Benutzerfreundlichkeit wegen auf eine direkte Ausgabe von kryptische Fehlermeldungen und Error-Codes verzichtet. Diese werden beim Neustart in einer Logdatei abgespeichert und der unfachmännische Benutzer bekommt sie erst gar nicht zu Gesicht.

Ganz im Gegenteil der Blue Screen of Death von Windows-Betriebssystemen: Die schreckenerregende blaue Farbe mit einer weißen Fehlermeldung lassen den Benutzer schon beim ersten Anblick verzweifeln und helfen bei der Fehlersuche kein Stück weiter.

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Das Online-Magazin MaximumPC gibt einen kleinen Crash-Kurs zum Thema “Blue Screens” und deckt die wirklichen Ursachen hinter den Fehlermeldungen auf. Außerdem gibt’s Tipps für die Lösung der Probleme

Digg beendet Werbepartnerschaft mit Microsoft. Start the R-Engine, Digg!

digg_recommendation_engineWie TechCrunch heute meldet, wird der Social-News Dienst Digg nach zwei Jahren die exklusive Werbepartnerschaft mit Microsoft beenden. Obwohl der Deal ursprünglich für drei Jahre ausgelegt war, kommt er jetzt zu einem abrupten Ende und Digg wird anschließend beginnen die Werbeplätze selbst zu vermarkten.

Digg wird also in Zukunft seine eigene Vertriebs-Crew zusammenstellen, angeführt vom früheren Yahoo-Verkaufsleiter Thomas Shin, der im Anfang des Jahres im Zuge der Yahoo-Krise zu Digg wechselte. Er ist für die ersten Schritte zu einer profitablen Selbstvermarktung zuständig.

Interessant wird auch zu sehen, welche technischen Fortschritte uns Digg im Laufe der nächsten Zeit präsentieren wird. Immerhin zeigt das Unternehmen aus San Francisco regelmäßig umwerfende Innovationen: Die Recommendation Engine hilft den Usern beispielsweise, die große Masse an stündlich neu eingestellten Nachrichten zu bewältigen in dem nur solche angezeigt werden, die den Benutzer interessieren. Anhand der vergebenen Diggs und der Aktivität auf der Social-News Seite selbst werden die Interessen herausgefiltert und durch einen Algorithmus verarbeitet. Ausgehend von dem berechneten User-Profil sucht die Recommendation Engine anschließend passende Nachrichten und beschränkt die Anzeige nur mehr auf relevante Informationen.

Ein solches System wäre doch gerade prädestiniert für die Auswahl von Werbung vorstellen. Die groben Interessen des Users kennt Digg ja bereits, bleibt nur noch das Ausliefern passender Werbemittel. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieser Umstand der eigentliche Gedanke hinter dem frühzeitigem Beenden des Werbe-Deals mit Microsoft ist. Bei solchen Innovationen lässt man sich eben nicht gerne in die Karten schauen.

Ein erstes Lebenszeichen vom neuen ZuneHD

Nachdem Brian Seitz vom Zune Entwicklungsteam bei Microsoft mit einen Tweet bereits definitiv einen neuen Zune Player angekündigt hat, konnte Engadget nun ein paar Promotion Artworks des iPod-Konkurrenten von Microsoft auftreiben. Das neue Gerät – ZuneHD genannt – ist scheinbar mit einem Touchscreen ausgestattet und soll auch von der Größe her, ungefähr dem iPod Touch entsprechen.

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[via Engadget]

Bye bye Microsoft Encarta – Hello Wikipedia!

encartaWie Microsoft selbst in einem FAQ-Eintrag des Encarta-Services bekannt gibt, wird die Bereitstellung der umfassenden Enzyklopädie  von Microsoft und allen dazugehörigen Übersetzungen mit 31. Oktober 2009 eingestellt. Einzig die Japanische Sprachlokalisierung wird erst am 31. Dezember 2009 vom Netz genommen. Neben den Online-Versionen wird auch der Verkauf auf CD und DVD im Juni 2009 beendet.

Mit diesem Schritt scheint Microsoft die dominante Position des freien Konkurrenten Wikipedia akzeptiert zu haben. Im Artikel wir dazu auch ein indirektes Eingeständnis serviert: “People today seek and consume information in considerably different ways than in years past.”, heißt es in der offiziellen Aussage. Der Community-Gedanke von Wikipedia hat sich ohne Zweifel durchgesetzt und ist an Aktualität und Umfang nicht zu übertreffen. Derzeit befinden sich über 2,8 Millionen Einträge in dem englischsprachigen Wikipedia-Archiv. Zum Vergleich: Microsofts Encarta bietet nur 50.000 – Diese sind jedoch professionell recherchiert und kann als richtige Quelle für Informationen genützt werden, was man von Wikipedia nicht immer behaupten kann.

Um ein wenig über den Tellerrand dieses Artikels zu schauen, hier noch die Situation von Google Knol, dem Wikipedia Konkurrenten des Suchmaschinengiganten. Obwohl das Problem sehr engagiert und medienwirksam gestartet wurde, dümpelt es gerade so vor sich hin und erhält nicht mehr viel Aufmerksamkeit der Internetuser. Google hat zwar vor Kurzem den 100.000ten Artikel gefeiert, jedoch scheinen sich unter diesen einige Duplikate und zahlreiche unvollständige bzw. schon längst wieder überholte Knols – so die Bezeichnung für die Artikel – zu befinden.

Die Popularität von Wikipedia wird größter Wahrscheinlichkeit auf in Zukunft gesichert sein. Es geht jetzt darum, die Artikel weiter zu verbessern und das Potenzial der Community zu bündeln. Dabei sollte jedoch immer die Wahrheit und das Wissen im Vordergrund stehen. Marketingaktivitäten und PR-Agenturen gilt es zielgerichtet von Wikipedia auszuschließen um die Glaubwürdigkeit nicht zu gefährden.