Nintendo DSi + Face Tracking + virtuelles 3D = Super Awesomeness

Eine der wirklich lästigen Tatsachen an der neuen 3D-Technologie, die angeheizt durch den Blockbuster Avatar jetzt auch unsere Wohnzimmer erobern soll, sind die obligatorischen 3D-Brillen, ohne die man nicht in den Genuss der dritten Dimension kommt. Innovative Entwickler zeigen aber zum Glück immer wieder, dass es auch anders geht:

Das Spiel Rittai Kakushi e Attakoreda für den Nintendo DSi geht komplett andere Wege und verwandelt den Handheld in ein virtuelles Puppenhaus, in das man aus den unterschiedlichsten Perspektiven hineinschauen kann. Die Front-Kamera erkennt dabei die Augen des Spielers und dessen Blickwinkel, woraus anschliessend ein passendes Bild berechnet werden kann. In Bewegung kommt so der 3D-Effekt zustande. Schaut euch aber am besten selbst das Video an:

Erste Flash-Karte umgeht Nintendo DSi Update 1.4

Spiele-Piraterie ist zweifellos eines der größten Probleme mit denen Nintendo beim Nintendo DSi, der mobilen Plattform des japanischen Videospielherstellers, zu kämpfen hat. So genannte Flash-Karten lassen sich bequem über den Computer mit beliebig vielen Roms befüllen und bieten dem Spieler fast schon ein Rund-Um-Sorglos-Paket an. Ähnlich wie bei der Wii damals nützt Nintendo neuerdings auch beim DSi die Update-Funktion um diese zweifellos illegalen Aktionen zu unterbinden. Leider werden dabei auch eine ganze Menge an Homebrew-Apps ausgesperrt, die von unabhängigen Entwicklern und Hobby-Programmierern erstellt wurden. Diese Szene hat sich auf dem Handheld bisher prächtig entwickelt und versucht natürlich auch alles, dass die harte Arbeit nicht umsonst war. Durch die lange Lebenszeit der DS-Plattform gibt es bereits einige wirklich ausgezeichnete Projekte, die allesamt durch das Update nicht mehr verwendet werden können.

Der erste Flash-Karten Entwickler EZFlash hat rund zwei Wochen nach dem Update bereits einen Patch für sein Produkt parat, der die neuen Schutzmechanismen von Nintendo umgeht. Es bleibt wohl nur eine Frage der Zeit, bis Nintendo darauf abermals in Form eines neuen Firmware-Updates reagiert.

Nintendo DSi: Soziales Firmware-Update 1.4 mit Facebook-Support

nintendo_dsi_facebookNintendo hat heute weltweit eine neues Firmware-Update für den Nintendo DSi veröffentlicht, das die Version von 1.3 auf 1.4 anhebt. Leider fallen die Aktualisierungen bei den Konsolen des japanischen Traditionsherstellers nicht ganz so üppig aus, wie man es zum Beispiel von Apple beim iPhone gewöhnt ist: Der doch recht große Sprung in der Versionsnummer bringt keine großen Änderungen, sondern hauptsächlich nur die auf der E3 angekündigte Integration von Facebook, durch die man Fotos direkt auf das Social Network hochladen kann.

Auch Microsoft hat auf der E3 dieses Jahr eine Facebook-Unterstützung (zusammen mit der von Twitter) groß angepriesen, die aber höchstwahrscheinlich deutlich umfangreicher wird, als jene von Nintendo. Diese Entwicklungen zeigen, dass der soziale Trend selbst an den Konsolenherstellern nicht spurlos vorbeizugehen scheint.

[via Nintendo-Online]

Nintendo DSi: Nintendos neuer Handheld

Mit dem Nintendo DS “Phat”, wie ihn einige Fans liebevoll bezeichnen, läutete Nintendo im Jahre 2004 auf der amerikanischen Videospielmesse E3 eine neue Ära des mobilen Spielens ein. Zwei Displays – eines davon als Touchscreen -, ein eher leistungsschwacher Prozessor, wenig RAM und keine Möglichkeit, Multimedia Inhalte abzuspielen. Auf Grund dieser Umstände hätte sich wohl niemand den bahnbrechenden Erfolg der neuen Hardware-Serie  im Vorhinein gedacht. Mit der leistungsstarken bzw. medientauglichen PSP und der zweifelnden Presse im Nacken, kam zweifellos auch Nintendo unter Zugzwang, blieb aber der neuen Linie treu. Der Nintendo DS ist quasi das erste Produkt nach dem Management-Wechsels 2002, im Zuge dessen der offene und innovationsfreudige Satoru Iwata zum neuen CEO von Nintendo ernannt wurde. Bei der Entwicklung von neuen Konsolen geht es fortan mehr um die Zielgruppenerweiterung und die Neuformierung des Videospielmarkts, als um die bloße technische Verbesserungen.

iwata_gdc09jpg

Genau aus diesem Grundsatz heraus, ist auch Nintendos neuestes Gadget entstanden – der Nintendo DSi. Er stellt das dritte Gerät in der DS-Serie dar und ist gleichzeitig der Nachfolger des Lite-Modells, das sich mit über 75 Millionen weltweit verkaufen Einheiten regelrecht zu einem Verkaufsschlager entwickelt hat. Seit dem 3. April ist nun der DSi endlich auch in Europa erhältlich und beschafft dem japanischen Traditionsunternehmen anhaltende Verkaufserfolge.

bild-5

Bei der Gestaltung des Aussehens ist sich Nintendo größtenteils seinen neuen Prinzipien treu geblieben. Zum Verkaufsstart ist das Gerät in den Farben Schwarz oder Weiß erhältlich – die Farbauswahl sollte sich aber, wie von Nintendo gewohnt, in den kommenden Monaten weiter vergrößern. Im Gegesatz zum DS Lite ist die Oberfläche nun nicht mehr glatt und glänzend, sondern eher matt und ein bisschen rau. Dadurch sollten unästhetische Fingerabdrücke auf dem Gerät der Vergangenheit angehören. Die Abmessungen selbst wurden nur geringfügig verändert – Das Gehäuse ist um 12 Prozent dünner und ganze 4 Gramm leichter. Dafür musste die Breite und Höhe leicht angehoben werden, um die größeren Displays auf der Innenseite unterzubringen. Diese lassen sich nun durch fünf Helligkeitsstufen regeln und warten mit einem deutlich verbesserten Kontrastverhältnis auf. Leider wirkt sich das stark auf die Akkulaufzeit des kleinen Handhelds aus. Bei höchster Helligkeitsstufe muss der DSi schon nach drei bis vier Stunden wieder an die Steckdose. Hinzugekommen sind außerdem zwei 0,3 Megapixel Kameras (eine auf der Innen-, eine auf der Außenseite), erheblich verbesserte Lautsprecher und ein SD-Karten Slot zum Speichern von Musik und Bildern.

dsi_hardware__5_-1

Auch die inneren Werte wurden gewaltig aufgebohrt: Statt der minimalistischen RAM-Ausstattung von 4 MB, kommen nun ordentliche 16 MB zum Einsatz. Der Prozessor taktet im neuen Modell mit 133 MHz. Leider kommt die zusätzliche Power nicht für normale/alte DS-Spiele zum Einsatz. Beim Abspielen dieser wird der Prozessor auf “DS Lite”-Niveau heruntergetaktet und der Arbeitsspeicher beschränkt. Lediglich Download-Spiele – DSiWare genannt – haben Zugriff auf die neuen Funktionen wie die Kameras oder die verbesserte Leistung. In Zukunft soll es aber auch Hybrid-Spiele geben, die von den neuen DSi-Features gebrauch machen und trotzdem abwärtskompatibel sind.

bild-36

DSiWare ist somit quasi Nintendos Gegenstück zum AppStore von Apple. Kleine Programme und Spiele können über einen Online-Shop direkt auf den Nintendo DSi geladen werden und erscheinen dann als Programm-Icon im Hauptmenü. Alles was man dazu braucht, ist eine funktionierende WLAN-Verbindung (übrigens jetzt auch mit WPA2-Unterstützung) und das nötige Kleingeld in Form von Nintendo Points.

bild-37

Standardmäßig wird der Nintendo DSi, neben dem Shop-Programm, ab Werk bereits mit vier vorinstallierten Anwendungen ausgeliefert, die sich im Hauptmenü beliebig anordnen lassen:

DSi-Kamera” bringt alle Funktionen mit, die man sich im Zusammenhang mit den Kameras und Fotos vorstellen kann. Zehn Filter und Verzerrungs-Modi runden das Angebot ab und sorgen teilweise für einige Lacher. Die Fotos können anschließend auf der SD-Karte gespeichert werden.

bild-38

Das Programm “DSi-Sound” fungiert als Player und Editor für Audiodateien bzw. Musikstücke. Leider werden nur .ACC-Dateien unterstützt. Wer seine ganze Musiksammlung als MP3 vorliegen hat, muss diese also zuerst umwandeln. Mit dem integrierten Mikrofon lassen sich außerdem kurze Aufnahmen erledigen.

bild-39

Wie schon die Vorgängermodelle, hat auch der DSi das bekannte Chatprogramm PictoChat an Board. Damit können DS-Besitzer Nachrichten und Zeichnungen drahtlos miteinander austauschen. Spiele und Demos lassen sich wie gewohnt via DS-Download-Spiel auf den eigenen DSi laden.

Auch ans mobile Internetsurfen hat Nintendo natürlich gedacht. Der dazu benötigte Browser kann kostenlos über den DSi Shop heruntergeladen werden und basiert, genauso wie bei der Wii, auf Opera-Technologie. Leider unterstützt der Browser kein Flash und ist im Vergleich zum Safari auf dem iPhone relativ langsam.

bild-411

Abschließend bleibt zu sagen, dass jeder für sich selbst abwiegen muss, ob sich die Anschaffung eines DSi lohnt. Jene mit einem Nintendo DS Lite werden wohl eher zögern das 169 Euro teure Gerät zu kaufen. Für alle, die noch keinen DS Lite besitzen, ist der DSi absolut eine Überlegung wert. Ich selbst hatte bis vor zwei Wochen nur den alten DS “Phat”. Hier fallen die Unterschiede besonders auf und schon allein die brillianten Displays sind Argument genug. Auch Spieler, die auf zukünftige DSiWare-Spiele nicht verzichten können, müssen zwangsbedingt zugreifen. Leider wurde die GBA-Kompatibilität zu Gunsten der Größe gestrichen. Dieser Umstand könnte vor allem für frühere GBA-Besitzer ein Problem darstellen, die kein zweites Gerät parallel verwenden wollen.

Vor einigen Wochen habe ich auf Youtube einen Promo-Trailer hochgeladen, in dem alle Features genau erklärt werden.

Heute gekauft: Nintendo DSi

Als bekanntermaßen gadgets-liebender Mensch habe ich mich heute spontan doch zum Kauf eines neuen Nintendo DSi entschlossen. Erste Tests kommen später in den kommenden Stunden/Tagen – ich muss mich jetzt mal an die Einrichtung der Netzwerkeinstellungen machen. Meine Farbauswahl viel – passend zum G1 – auf das schwarze Modell.

nintendo_dsi

Nintendo DSi gegen den iPod Touch

Seit dem Launch des iPod Touch 2G im September letzten Jahres, werden gerade die Spiel-Funktionen des Geräts hervorgehoben. Auch die aktuelle Werbe-Kampagne zielt auf die Gaming-Zielgruppe ab: “The funnest iPod ever” soll der Konkurrenz, vor allem Nintendo und Sony, das Fürchten lehren. Über 20.000 Programme sind via AppStore erhältlich, ein Großteil davon sind Spiele und Spaßprogramme. Mittlerweile sind auch einige große Videospiel-Publisher auf den AppStore aufmerksam geworden und veröffentlichen von nun an Spiele für das iPhone und den iPod Touch.

overview-hero20080909

Auch dem japanische Videospiel-Traditionshersteller Nintendo ist dieser Trend schon längere Zeit ein Dorn im Auge. Obwohl Nintendo, der derzeitige Marktführer sowohl im Heimkonsolen- als auch im Handheld-Sektor, mit dem Wii-Shop bereits einen Onlinestore für die Wii anbietet, fehlt eine Online-Distribution von Programmen und Spielen auf dem Nintendo DS bislang in Europa und Amerika. Japanische Videospieler können schon längere Zeit auf den Nintendo DSi zurück greifen, der nun endlich auch in Europa am 3. April 2009 erscheinen wird, wie Nintendo heute bekannt gegeben hat.

dsi

Die wichtigste Neuerung des Nintendo DSi ist die Erweiterbarkeit über den neuen Online-Store. Zwar ist es für unabhängige Entwickler und Privatpersonen sehr schwer ein Spiel in dem Online-Store zu veröffentlichen, jedoch werden fast 100%ig alle große Publisher auf den Zug aufspringen, sobald der DSi eine große Fanbase hat. Der Nintendo DSi ist somit eine direkte Antwort auf Apples iPod Touch. Sobald einige Entwickler anfangen sich auf die Online Distribution zu konzentrieren, wird der Erfolg des DSi-Stores an den Wii-Shop anknüpfen. Die restlichen Neuerungen, wie zum Beispiel zwei integrierte Kameras, ein SD-Karten-Slot und die Möglichkeit Musik abzuspielen, werden ihren Teil dazu beitragen, dass der Nintendo DSi ein Erfolg wird.