Review: Nokia X7 im Test

Das Nokia X7 ist der neueste Vertreter in der Entertainment-Schiene des finnischen Mobiltelefonherstellers und gleichzeitig eines der ersten Smartphones, die das lang ersehnte Anna-Update von Symbian standardmäßig an Board haben. Einige Teile des angestaubten Betriebssystems wurden erneuert, viele Dinge verbessert und insgesamt hat man jetzt ein benutzbareres System. Leider kann auch das Anna-Update am Grundgerüst von Symbian nicht rütteln und es bleibt immer noch Symbian – aber erstmal zur Hardware:

Über Design lässt sich bekanntlich ja streiten, zumindest kann man Nokia aber nicht vorwerfen, immer die gleichen und alt bekannten Formen für seine Geräte zu benutzen und bei der Konkurrenz abzuschauen. Das X7 besticht durch die abgeschrägten Kanten und die gekurvte Rückseite. Sonst überzeugt das X7 mit gewohnt solider Qualität was Materialwahl und Verarbeitung angeht und das gebürstete Metall auf der Rückseite verleiht einen edlen Touch, den bei anderen Smartphone Herstellern oft vergeblich sucht. Mit einer Dicke von ca. 12 mm und einem Gewicht von 146 g ist das X7 kein Leichtgewicht. Da ich persönlich mehr auf „schwere“ Handys stehe, macht mir das nichts aus – im Gegenteil, ich finde das es dadurch noch weniger billig wirkt. Als einziges Manko ist mir der Fehlende Akku-Schacht aufgefallen. Ein Akkutausch ist dadurch nahezu unmöglich, wodurch man auf längeren Reisen und Trips ohne Lademöglichkeit schnell ohne Strom dasteht.

Auch wenn der 4 Zoll Super AMOLED-Touchscreen auf den ersten Blick wunderbar aussieht, kommt die Ernüchterung spätestens nach dem Einschalten. Ist man von iPhone und Konsorten derzeit hochauflösende Displays gewöhnt, muss man sich beim X7 noch immer mit einer Auflösung von 360×640 begnügen. Wenigstens wurde ein kapazitives Display verwendet, sodass auch Multitouch-Gesten problemlos funktionieren und die Fingererkennung besser funktioniert als bei früheren Symbian-Geräten (vor dem N8). Auch die CPU enttäuscht. Während Geräte der Konkurrenz mit Dual-Core und Taktraten jenseits der 1 GHz protzen, setzt Nokia noch immer auf einen veralteten 680 MHz ARM 11-Prozessor. Das gleiche gilt für die 256 MB Ram. Dies ist vor allem in Anbetracht der Ausrichtung als Multimedia und Entertainment-Handy enttäuschend, 3D-Spiele funktionieren zwar einigermaßen ruckelfrei, aber recht viel mehr kann man nicht erwarten. Die Kamera ist – wie von Nokia gewohnt – super. 8 Megapixel, 2 LED-Leuchten und 720p Videoaufnahmen, hier gibt es nichts zu meckern.

Das Symbian Anna-Update haucht dem toten Betriebssystem wieder ein wenig Leben ein und nur diesem Update ist es zu verdanken, dass Symbian-Geräte wieder einigermaßen benutzbar werden. “Anna” ist wohl mein wichtigster Plus-Punkt gegenüber älteren Nokia Smartphones. Gleich beim Einschalten springen einem die quietschbunten – aber stimmigen – Icons im überarbeiteten Style entgegen, die sich durchaus gut ins Gesamtkonzept einordnen und mir persönlich ziemlich gefallen. Auch der Rest des Interfaces wirkt ein bisschen besser aufeinander abgestimmt. Die spannendste Verbesserung gibt es jedoch bei der Text-Eingabe: Es ist endlich möglich, Text auch im Portrait-Mode auf einer gewöhnlichen QWERTZ-Tastatur einzugeben. Wer die vorherigen Nokia-Reviews kennt, weiß, wie sehr mich diese Pseudo-Nummerntasten-Eingabe bisher gestört hat.

Auch der Browser wurde gewaltig aufgemöbelt. Es gibt nun eine Adressleiste – die umständliche Auswahl der Website über das verschachtelte Menü entfällt komplett. Dieses wurde als angenehmer Options-Screen neu organisiert. Zudem wurde an der Performance-Schraube gedreht und der Browser fühlt sich deutlich schneller und agiler an. Als letztes möchte ich noch die Foto-Galerie hervorheben, die ebenfalls auf bessere Usability getrimmt wurde und nun sowohl mit einem Portrait als auch Landscape-Mode aufwartet. Alles in allem ist das System-Update den Umständen entsprechend wirklich gut gelungen. Es funktioniert alles einen Tick schneller und der Lag zwischen Interaktion und Ausführung eines gewünschten Befehls wurde fühlbar reduziert.

Obwohl sich vieles in der Nokia-Welt getan hat, muss ich leider mit einem ähnlichen Fazit abschließen, das auch schon das E7 erhalten hat. Die Konkurrenz bietet derzeit einfach unglaublich viel mehr. Nokia weiß derzeit mit genial gut entworfener Hardware zu überzeugen, leider wird das Bild jedes mal durch die Einschränkungen der Software auf den Boden gezogen. Ich freue mich auf solide Nokia-Devices mit Windows Phone 7 und Meego!

 

Im Test: Nokia C7

Vor ziemlich genau einem Monat hat Nokia zusammen mit Microsoft die geplante Zusammenarbeit der beiden Unternehmen im Mobilfunk-Bereich bekannt gegeben. Spannendster Punkt des Deals ist, dass der finnische Mobilfunkhersteller in seinen kommenden Smartphones auf das brandneue Windows Phone 7-Betriebssystem von Microsoft setzt und das hauseigene Symbian-System nur mehr im Low-End-Bereich zum Einsatz kommt. Dass ich kein wirklicher Fan von Symbian bin, hat man beim letzten Review des Nokia N8 schon lesen können, deswegen bin ich auch ziemlich froh über Nokias Schritt, sich für die Zukunft externe Hilfe im Softwarebereich zu suchen. Umso gemeiner ist es, dass ich die letzten drei Wochen ein Nokia C7 daheim hatte, und damit die Software-Schwachstellen des Betriebssystems direkt vor meinen Augen hatte. Dafür überzeugte ein weiteres mal die hervorragende Verarbeitungsqualität und die Hardware des neuesten Nokia-Sprösslings. Im folgenden Test werde ich nicht mehr so sehr auf die Software-Seite des Geräts eingehen – diese habe ich im N8-Test bereits ausführlich erläutert – sondern mich eher auf die Hardware konzentrieren.

Erster Eindruck

Wie auch das Nokia N8 fühlt sich der “kleine Bruder” Spitzenklasse an. Die Außenhülle ist zwar aus Plastik, fühlt sich aber trotzdem ausgesprochen solide an und knarzt an keiner Stelle – egal wo und wie man das Gerät in der Hand hält.  Mir gefällt das Design wesentlich besser als die Form des N8. Es wirkt sehr edel und gut durchdacht.

Ausstattung

Wie beim N8 bekommt man auch beim Nokia C7 alles was das Herz begehrt: Integriertes WLAN, UTMS (inkl. HSDPA und HSUPA), GPS mit Kompass und Bluetooth 3.0. Beim integrierten Speicherplatz wurde dafür ein wenig gesparrt, aber immerhin kann man die 8 GB durch einen MicroSD-Slot beliebig erweitern. Der USB-Port unterstützt ebenfalls den “USB On-the-go”-Standard, wodurch das Smartphone einige USB-Host-Funktionen übernimmt und so Daten von USB-Sticks oder Digitalkameras auf das Gerät übertragen kann. Eine wirklich praktische Funktion, wenn man oft unterwegs ist und nicht immer und überall einen Laptop bei sich hat.

Hardware

Bei den inneren Werten hat sich Nokia auf einen ARM 11-Prozessor mit 680 MHz Taktrate verlassen, der nicht mehr ganz dem heutigen Stand der Technik entspricht, aber immerhin noch gut mit dem Symbian-Betriebssystem zurecht kommt. Außerdem wurden dem C7 nur 256 MB Arbeitsspeicher spendiert, was ebenfalls als unzeitgemäß zu bezeichnen ist. Die Konkurenz à la HTC rüstet seine Geräte mittlerweile mit 1,5 GB aus. Dafür gibt es ein kapazitives AMOLED Touch-Display mit einer Auflösung von 640 x 360 Pixeln und einem 16:9 Seitenverhältnis.

Software

Wie bereits erläutert kommt noch immer das Symbian-Betriebssystem zum Einsatz. Mit dem Ovi-Store lässt es sich zwar beliebig erweitern, es fehlt aber einfach die benutzbare Oberfläche, die man von Android oder iOS gewohnt ist. Das fängt schon bei den Einstellungen an, wo zwar alles irgendwo in unzähligen Menühierarchien versteckt ist, aber man es nie auf den ersten Versuch findet. Ein anderer Punkt ist das Onscreen-Keyboard, dass nur im horizontalen Betrieb wirklich verwendbar ist. Hällt man das C7 beim Tippen vertikal, kommen die von normalen Handys bekannten Zifferntasten und man muss wie in der Steinzeit für ein “c”, dreimal auf 1 tippen.

Fazit

Wie beim Nokia N8 hat auch das C7 das größte Kritikpunkt auf das Symbian-Betriebssystem. Bei der Verarbeitung ist der finnische Hersteller wie bisher gewohnt weiterhin Top, leider hinken schön langsam aber auch die verbauten Hardware-Teile der Konkurrenz hinterher. Mir gefällt das C7 rein vom Design viel besser als das N8 und denke das die schlankere Smartphone einige Anhänger findet. Angesichts der Zukunft von Symbian halte ich es aber für keine Idee jetzt noch auf dieses System zu setzen. Es bleibt die Furcht, dass die Updates irgendwann eingestellt werden und auch der Ovi-Store seine Entwickler verliert. Und wer will ein Smartphone ohne aktuelle Apps?

Nokia N8 im Test

Smartphones – Genau in dieser einen Mobiltelefon-Kategorie, die sich in Zukunft ohne Zweifel immer stärker auftritt, kann der angeschlagene Mobilfunk-Gigant Nokia derzeit nicht einmal annähernd seinen Mitbewerbern das Wasser reichen. Zwar sieht es – betrachtet man die Verkaufszahlen isoliert – noch gar nicht so schlecht für den finnischen Konzern aus, technologisch geraten sie aber immer weiter ins Hintertreffen. Während HTC, Samsung und Co. im Akkordtempo Android-Geräte auf den Markt werfen und eines schneller, besser und weiterentwickelter ist als das andere, bewegt sich bei Nokia scheinbar nicht wirklich viel. Auch wenn es von offizieller Seite nicht zugegeben wird, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass in Finnland die Alarmglocken seit längerem schon im Dauerton läuten – irgendwann wird es nämlich nicht mehr ausreichen, resistive Touchscreen-Displays, schwache Prozessoren und ein unbedienbares Betriebssystem anzubieten und nur durch die Bekanntheit auf Erfolg zu hoffen. Genau aus jener Motivation wurde anscheinend das Nokia N8 geschaffen, dass sowohl dem iPhone als auch den Android-Geräten Paroli bieten können soll. Ich durfte das neue Flagship-Modell drei Wochen testen und mir eine Meinung über das Gerät bilden.

Erster Eindruck

Eines gleich vorweg, das N8 fühlt sich Spitzenklasse an. Die Außenschale des knapp 135g schweren Geräts besteht größtenteils aus eloxiertem Aluminium und sitzt bombenfest an seiner Stelle. Nichts knarzt, nichts wackelt – einzig den schwer austauschbaren Akku könnte man bekritteln. Dazu müssen nämlich erst zwei Schrauben gelöst werden. Der Sim-Karten-Einschub rutscht deswegen wie beim iPhone 4 auf die Seite. Ansonsten fühlt es sich genau wie ein Gerät an, auf das man tagein tagaus als Begleiter setzen kann. Auf den ersten Blick hat Nokia in dieser Disziplin nahezu alles richtig gemacht. Einzig das Design bzw. die Form des Gehäuses bleibt Geschmackssache. Mir sagt es weniger zu, da gefallen gerade Flächen à la iPhone 4 mehr.

Ausstattung

Auch bei der Ausstattung fehlt es Nokias Kraftpaket wenig. Integriertes WLAN, UMTS inklusive HSDPA und HSUPA für schnelleren Upload sowie GPS mit Kompass und Bluetooth 3.0. Ganze 16 GB Speicherplatz runden das Paket angenehm ab. Zur Übertragung von Video- und Audio-Daten gibt es sowohl einen 3,5 mm Klinken-Anschluss als auch einen echten HDMI-Port. Beim USB-Anschluss hat sich Nokia etwas besonderes einfallen lassen. Dieser unterstützt die “USB On-the-Go”-Spezifikation, wodurch das Smartphone eingeschränkte USB-Host-Funktionen übernehmen kann und so Daten von USB-Sticks oder Fotos von der Digitalkamera direkt auf das N8 überspielt werden können. Diese Funktion könnte sich beispielsweise im Urlaub als ziemlich praktisch erweisen. Auf der Rückseite des Geräts gibt es schließlich noch die obligatorische Kamera, die mit 12 Megapixel überaus hoch auflöst und zusätzlich noch mit einem Objektiv von Carl Zeiss ausgestattet ist. Im Außenbereich kommt sie allemal an Point-and-Shoot-Kameras heran, drinnen gibt es jedoch wie bei allen Smartphones deutliche Probleme mit dem Bildrauschen. HD-Videos können mit bis zu 720p in akzeptabler Qualität aufgenommen werden, was ein durchaus nettes Extra ist – vor allem, wenn die Videos dann direkt über den HDMI-Anschluss am Fernseher gezeigt werden können.

Hardware

Im Inneren des Nokia N8 werkelt ein ARM 11-Prozessor, der mit 680 MHz etwas niedrig getaktet ist. Konkurenzmodelle von HTC haben immerhin bereits die 1,5 GHz-Grenze erreicht. Auch die magere RAM-Ausstattung – es wurden lediglich 256 MB Arbeitsspeicher verbaut – verliert gegen die vergleichbaren Modelle der Mitbewerber. Apple hat dem iPhone 512 MB, HTC dem Desire HD 768 MB spendiert. Für ein Flagship-Modell ist Nokias Ambition in diesem Bereich eindeutig zu wenig. Im Bereich des Displays muss man den finnischen Mobilfunker jedoch loben, endlich wurde auf einen resistiven AMOLED-Touchscreen verzichtet und stattdesssen ein kapazitiver Screen verwendet. Leider gibt es auch hier ein Manko, das Display löst im Vergleich zu anderen Geräten relativ niedrig auf (640 * 360 Pixel)

Software

Obwohl mir das Nokia N8 als Gerät selbst gut gefällt, musste ich leider wieder einmal schmerzlich feststellen, wie sehr das Betriebssystem hinterher hinkt.  Wer Symbian kennt, wird mir zustimmen, dass es zwar grundlegend an fast keinen Funktionen fehlt, dennoch der Komfort und die Bedienfreundlichkeit deutlich auf der Strecke bleibt. Ich hatte eigentlich große Hoffnung in Symbian^3 gelegt, das das angestaubte Betriebssystem angeblich wieder auf Vorderman bringen sollte. Außer ein paar Usability-Verbesserungen, wie der Entfernung von den mühsamen “Zwischenklicks”, der Unterstützung von Multitouch und einem besseren Web-Standard-Support, habe ich diesbezüglich nicht viel entdeckt. Anscheinend gibt es jedoch viele Änderungen “unter der Haube”, die zugegeben äußerst wichtig für die Zukunft der Plattform sind, sich jedoch NOCH nicht direkt  für den Nutzer bemerkbar machen. Ich hoffe, dass Nokia hier eine gute Grundlage für Symbian^4 erarbeitet hat und mit der nächsten Version auch die Änderungen auf Nutzerebene Einzug halten. Das Symbian^4-Update sollen übrigens alle Symbian^3-Geräte – eine sehr löbliche Geste.

Derzeit sind im 1 zu 1 Vergleich mit iOS oder Android aber noch Welten zwischen den Systemen. Das einzige, was mir softwaremäßig am N8 richtig gut gefällt, ist der Startbildschirm. Dieser gliedert sich in rechteckige Widgets, die sich nach Belieben anpassen und austauschen lassen. Dazu gehören beispielsweise eine Kontakt-Schnellauswahl, ein Facebook-Widget, eine E-Mail Ansicht oder eine Musiksteuerung. Alles Weitere kennt man schon von früheren Symbian-Smartphones und ist quasi Standardware. Positiv aufgefallen sind mir die Nokia Ovi-Internetdienste, die im Gegensatz zu Konkurenz-Handhelds richtig punkten können. Im Ovi Store werden ähnlich dem App Store downloadbare Apps angeboten. Der Online-Marktplatz enthält laut Nokia bereits mehrere tausend Programme und wächst täglich weiter. Ein anderer toller Service ist Ovi Maps, der kostenlos als vollständiger Navigations-Dienst verwendet werden kann. Dazu wird aktuelles Kartenmaterial entweder direkt aus dem Internet geladen oder für Auslandsreisen offline auf dem Gerät gespeichert. Auch die Integration der Social-Networks auf Systemebene ist ein Schritt in die richtige Richtung, könnte jedoch noch besser umgesetzt werden. Egal welche Punkte man in den verschachtelten Menüstrukturen sucht, man kommt selten direkt an’s Ziel. Viel öfters sucht man verwirrt nach Anhaltspunkten, wo sich die gewünschte Funktion verstecken könnte. Hier sollte Nokia endlich Altlasten über Board werfen und das gesamte System in der zukünftigen Version komplett neu strukturieren und aufräumen.

Fazit

Das größte Manko am Nokia N8 ist eindeutig das Betriebssystem Symbian^3, das noch immer nicht an die Konkurenz-Systeme herankommt. Das Gerät an sich ist wirklich ausgezeichnet verarbeitet und auch über die geringere Hardware-Ausstattung kann man hinwegsehen, weil alles trotzdem flüssig läuft und auch bei intensivem Multi-Tasking traten keine Performance-Probleme auf. Irgendwie ist es schade, dass Symbian eine Generation zurückhinkt. Ansonsten könnte man das Gerät nämlich bedingungslos weiterempfehlen. Hoffen wir, dass sich in Zukunft hier einiges tut!

LED LENSER M7: Microcontroller gesteuerte Taschenlampe

[Trigami-Review]

In den vergangenen Wochen hatte ich die Möglichkeit die High End-Taschenlampe LED LENSER M7 auszuprobieren und darüber ein kleines Video zu machen. Ich muss ehrlich zugeben, dass mich selten eine Taschenlampe so in ihren Bann gezogen hat. Dass liegt einerseits sicher am stolzen Preis von 100 €, aber auch an der edlen Verarbeitung und brillianten Leuchtkraft. In einem Test erhellten sich Objekte in 250 Metern Entfernung, was schon ziemlich beeindruckend ist. Obwohl die Taschenlampe unglaublich viele Funktionen eingebaut hat, funktioniert alles über eine Ein-Knopf-Bedienung. Der einzige Haken an der ganzen Sache ist hauptsächlich der Preis, den nicht jedermann für eine Taschenlampe ausgeben will …

Jetzt zum Produkt

Nokia Booklet 3G im Test

Der Aufstieg der Netbooks hat der Computer-Branche in den vergangenen zwei bis drei Jahren eine gewaltige Brise Rückenwind verschafft. Die kleinen Notebooks, die zwar im Gegensatz zu ihren großen Brüdern bei der Rechenleistung nicht mithalten können, dafür aber deutlich handlicher und kostengünstiger sind, haben wahrhaftig eine Marktlücke für sich entdeckt und erfolgreich ausgefüllt. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass sogar branchenfremde Unternehmen ein Stück des stark wachsenden Kuchens abbekommen wollen und mit konkurrenzfähigen Produkten um Marktanteile ringen. Gleichermaßen ist auch die Nutzung des mobilen Internets seit einiger Zeit kontinuierlich angestiegen. Datenpakete wurden ständig günstiger, UMTS-Datenmodem in Form von USB-Sticks wurden eingeführt und Discounter mischten den hart umkämpften Markt mit einigen Preisaktionen auf. Und genau diese zwei Entwicklungen haben den finnischen Mobiltelefon-Hersteller höchstwahrscheinlich dazu bewogen, seine Expertise im Mobilfunk- und Hardware-Bereich zu bündeln und mit dem Nokia Booklet 3G auf dem Nokia World Event im September 2009 erstmals ein selbstentwickeltes Netbook der Öffentlichkeit zu präsentieren. Rund ein halbes Jahr nach dem Launch in Österreich habe ich es endlich geschafft, einen Blick auf das Gerät zu werfen und es gründlich unter die Lupe nehmen zu können …

Auf den ersten Blick ist das Booklet 3G eines der ästhetischsten Netbook-Modelle, die mir je untergekommen sind. Die Mischung aus Aluminium und sehr sparsam eingesetzten Plastik-Elementen lassen es sehr robust, edel und vor allem alles andere als billig aussehen. Das Top-Cover ist in einer der drei Farben Schwarz, Blau oder Silber eingefärbt, wobei mir die schwarze Variante am eindeutig am besten gefällt. Auch bei dem brillanten 10,1 Zoll-Display wurde nicht gesparrt. Eine Auflösung von 1280×720 ist für Netbooks unüblich hoch, hilft aber dabei, mehr Inhalte auf dem kleinen Screen darzustellen. Das kann stellenweise von Vorteil sein, aber zum Beispiel bei einigen Webseiten zu Problemen mit der Lesbarkeit führen. Glücklicherweise haben moderne Browser eine exzellente Zoom-Funktion, die auch dieses Manko wieder wett macht. Obwohl die Tastatur auf Grund der Gehäusegröße recht klein gehalten wurde, lassen sich alle Tasten ohne Probleme erreichen und mit etwas Eingewöhnung angenehm und schnell bedienen. Lediglich der Anschlag könnte ein wenig klarer sein. Das Touchpad macht im Großen und Ganzen einen akzeptablen Eindruck, wer aber jenes von einem MacBook gewohnt ist, wird erstmals enttäuscht sein. Gegen die Konkurrenz aus dem Hause Apple – die meiner Meinung nach eindeutig die besten Touchpads verwenden – kommt das Nokia Booklet 3G nicht an. Auch wenn sich Multi-Touch-Funktionen und -Gesten mit einem neueren Treiber nachrüsten, reagiert es teilweise recht zaghaft auf die Eingaben und Bewegungen der Finger.

Bei der restlichen Ausstattung hält sich Nokia größtenteils an die Standards der Netbook-Branche. Der Intel Atom Z530 Prozessor mit 1.6 GHz ist in der Rechenleistung akzeptabel und energiesparend, jedoch kann man den 1 GB großen Arbeitsspeicher heute nicht mehr als zeitgemäß bezeichnen. Als Speicherplatz steht eine 120 GB Festplatte mit 4200 Umdrehungen pro Minute zu Verfügung. Das reicht zwar prinzipiell für die alltäglichen Arbeiten aus, könnte aber mittlerweile auch durch ein größeres und vor allem schnelleres Modell ausgetauscht werden. Dafür sticht das Booklet 3G bei der Konnektivität heraus. Mit einer Kombination aus WLAN, Bluetooth und integriertem UMTS-Modem samt A-GPS hält man sich alle Möglichkeiten offen. Der Wegfall des sonst obligatorischen UMTS-Sticks fällt positiv auf, vor allem wenn man viel unterwegs ist und nicht immer auf ein WLAN-Netz zurückgreifen kann. Das Booklet 3G wird so beispielsweise in langen Zugfahrten zum treuen Reisebegleiter und lässt einem durch die starke Akkuleistung nicht so schnell im Stich. Über acht Stunden habe ich im Test mit ständigem WLAN-Betrieb, Surfen und Arbeiten mehrere Male problemlos erreicht. Ein aktiviertes WLAN-Modul sollte man auch unbedingt in den Akku-Test mit einbeziehen, denn einen Ethernet-Anschluss sucht man vergebens. Auch auf einen VGA-Port wurde im Gegenzug zu einem HDMI-Ausgang verzichtet, was vor allem bei Präsentationen einige Probleme bereiten wird. Gerade für ältere Beamer und Projektoren ist ein VGA-Anschluss nämlich oftmals Pflicht.

Das vorher bereits angesprochene Assisted-GPS kann standardmäßig leider nur in Verbindung mit dem Ovi Maps Gadget auf dem Desktop verwendet werden. Ein paar kleine Tricks aus dem offiziellen Nokia-Forum helfen jedoch, die Funktion auch für andere Programme – etwa Google Earth – freizuschalten. Bleibt die Frage, warum so etwas nicht von Anfang an angeboten wird.

Softwaremäßig setzen die Finnen auf Microsofts neues Betriebssystem Windows 7. Der Kunde kann sich dabei zwischen der abgespeckten Starter Edition oder der Home Premium-Version entscheiden. Software und Treiber werden mit einem bereits installierten Software Updater auf dem Laufenden gehalten. Auch für die Kommunikation mit Facebook und Twitter wurde gedacht – darum kümmert sich das Social Hub getaufte Mini-Programm, das zusätzlich für den Versand von SMS- und MMS-Mitteilungen zuständig ist.

Nokia hat mit dem Booklet 3G sicherlich eines der edelsten Netbooks gebaut, das ich jemals in die Hand bekommen habe. Es ist klein und handlich, glänzt aber gleichzeitig auch durch die robuste Materialwahl und Verarbeitung und hebt sich genau dadurch von der übrigen Netbook-Welt angenehm ab. Bei den inneren Werten hat Nokia aber leider doch den Rotstift zu oft angesetzt und bei der Ausstattung gesparrt, was man bei einem stolzen Verkaufspreis von 619 Euro (zusammen mit einem abgeschlossenen Vertrag natürlich billiger) nicht wirklich verstehen kann. Gerade eine Verdopplung des Arbeitsspeichers würde die Performance erheblich verbessern und das Arbeiten mit mehreren gleichzeitig laufenden Programmen angenehmer machen. Alles in allem ist Nokia aber ein ausgesprochen gutes Erstlingswerk gelungen, ich freue mich schon auf ein überarbeitetes Nachfolgemodell.

Danke an Nokia für die Zurverfügungstellung des Testgeräts.

[Zur Produktseite @ nokia.at]

Wii Fit Plus: Spielend fit und aktiv bleiben

Alle Jahre wieder bläst der Herbstwind die letzten Blätter von den Bäumen und läutet still und heimlich die Winterzeit ein. Mit im Gepäck kommen – ob wir wollen oder nicht – Kekse, Punsch und all die anderen leckeren Köstlichkeiten, die einem ungewollt die Kilos auf die falschen Stellen treiben. Die horrenden Gebühren für ein Abo im Fitnessstudio und der gemütliche Platz vor dem heimlichen Fernsehe machen es zusätzlich nicht gerade einfacher, in den kalten Wintermonaten fit und trainiert zu bleiben.

Gott sei dank gibt es inzwischen auch angenehme Mittel und Wege, diese Probleme in Angriff zu nehmen und dem inneren Schweinehund den Kampf anzusagen. Genau in diese Kategorie lässt sich Wii Fit von Nintendo einordnen, das seit der Veröffentlichung vor über eineinhalb Jahren die Verkaufscharts im Sturm erobert hat und derzeit den Rang des zweitbestverkauften Videospiels aller Zeiten innehat. Zusammen mit dem Balance Board ausgeliefert kann man es sozusagen als die Mutter aller Fitness-Spiele bezeichnen.

wii_fit_plus

Für alle, die bisher trotz des massiven Medienrummels noch nichts von Wii Fit oder dem Balance Board gehört haben, hier ein kleiner Exkurs über das ursprüngliche Wii Fit: Das Spiel wurde damals im Juni 2007 auf der amerikanischen Videospielmesse E3 vorgestellt und ist anschließend ungefähr ein Jahr später in Europa zusammen mit dem Balance Board erschienen. Dieses Zubehör ist sozusagen das Herzstück von Wii Fit und zweifellos hauptverantwortlich für den bahnbrechenden Erfolg des Spiels. Es misst sowohl das Gewicht als auch die Haltung und den Schwerpunkt des darauf stehenden Spielers. Durch verschiedenste Aktivitäten und regelmäßige Trainingseinheiten soll es helfen im Laufe der Zeit einerseits der Gleichgewichtssinn beziehungsweise die Haltung zu verbessern und andererseits den Body-Mass-Index positiv zu verändern. Dazu kommen noch eine Hand voll Yoga-Übungen zum Entspannen der Muskeln. Insgesamt sind es 40 Aktivitäten, die in die Gruppen Balancespiele sowie Yoga-, Aerobic- und Muskelübungen aufgeteilt sind und erst während des Spielens nach und nach freigeschalten werden.

wii_fit_lifestyle35

Der Nachfolger Wii Fit Plus ist im Grunde eine Verbesserung des alten Wii Fit, das dieses “nur” um einige sehr nützliche Aktivitäten und Funktionen erweitert. Zu den bisherigen Aktivitäten gesellen sich ganze 15 neue Balancespiele und je drei neue Yoga- beziehungsweise Muskelübungen. Das Repertoire reicht hierbei von einem virtuellen Skihang, den man wahlweise mit virtuellen Skiern oder einem Snowboard hinunter jagt, über eine Radfahrt durch Wuhu Island (das von Wii Sports Resort bekannt sein dürfte) bis hin zum Golftraining. Hier ist die korrekte Gewichtsverlagerung besonders wichtig, um den perfekten Abschlag mit dem Golfschläger zu erreichen. Nintendos Entwickler haben bei den Spielen wirklich ihrer Kreativität freien lauf gelassen und die Bewegungssteuerung ausgezeichnet umgesetzt. Es gibt kaum Momente, in denen man nicht selbst am eigenen Versagen schuld ist.

wii_fit_plus_screenhot__34_

Falls bereits ein Spielstand des Vorgängers auf der Konsole vorhanden ist, kann dieser auf Wunsch problemlos übernommen werden, sodass alle bisherigen Leistungen und Errungenschaften beim Spielwechsel nicht verloren gehen. Startet man ohne einen Spielstand zu übernehmen, gilt es gleich am Anfang sein persönliches Profil einzurichten, das dann in Form eines Miis alle zukünftigen Aktivitäten aufzeichnet und auch grafisch darstellt. Während der Einrichtung reicht es seine Größe manuell einzugeben, das Gewicht ermittelt das Balance Board von selbst. Bis zu acht verschiedene Profile können auf diese Weise zum Beispiel für verschiedene Familienmitglieder erstellt werden. Sogar Haustiere haben in Wii Fit Plus ihren eigenen Platz und können sich gemeinsam mit ihrem Besitzer auf die virtuelle Waage stellen. Der Fortschritt jedes einzelnen Spielers kann zentral über Diagramme betrachtet und auch mit dem anderer verglichen werden. Optional schützt ein Passwort vor dem Zugriff Dritter.

Ein typischer Wii Fit-Trainingstag beginnt mit der routinemäßigen Aufzeichnung des Gewichts und der Berechnung Body-Mass-Indexes. Anschließend wird das persönliche Wii Fit Alter durch zwei kleine Koordinations-Tests ermittelt. Dieses sollte übrigens nahe am realen Alter liegen und im Idealfall genau diesem entsprechen. Im Anschluss stempelt man seinen Kalender noch ab und kann dann gleich mit weiteren Trainingseinheiten beginnen, die sich aus den vorher erwähnten Spielen und Aktivitäten zusammensetzten. Für Anfänger erleichtern vorgefertigte Trainingspläne, die auf unterschiedliche Effekte ausgerichtet sind, die Auswahl der Übungen. Fortgeschrittene Benutzer können sich individuelle Pläne zusammenstellen und das Programm an ihre eigenen Wünsche anpassen.

wifitplus.04.lg

Alle Übungen werden vor Beginn von einem virtuellen Trainer (oder einer Trainerin) vorgezeigt und ausführlich erklärt, denn nur bei richtiger Ausführung wirken die Aktivitäten gezielt. Sofern möglich, wird man auch während des Verlaufs auf mögliche Fehler aufmerksam gemacht und kann die Haltung entsprechend korrigieren.

2_Wii_Fit_Plus_Screenhot (39)

Ich persönlich war schon nach den ersten paar Tagen wirklich überrascht, wie schnell man mit dem Spiel Fortschritte erkennen kann. Nicht nur fallen einem die verschiedenen Übungen bereits nach einigen Trainingseinheiten spürbar leichter, auch der Gleichgewichtssinn verbessert sich merklich. Ein regelmäßiger Besuch im Wii Fit Plus Fitness-Studio zahl sich also wirklich aus und macht gleichzeitig eine Menge Spaß. Vor allem in Gesellschaft anderer wird die Highscore-Jagd gleich noch einmal um einiges lustiger. Das Spiel ist als Paket zusammen mit dem Balance Board für 87,95 Euro erhältlich. Besitzer des Vorgängers benötigen im Grunde nur die neue Software, die auch als Stand-Alone-Version zu einem Preis von 18,95 Euro verkauft wird. Wer sich bereits für den ersten Teil begeistern konnte, kann bedenkenlos zugreifen. Neueinsteiger kann lediglich der etwas heftige Preis abschrecken – man sollte aber dennoch bedenken, dass man das Balance Board in einer ganzen Reihe anderer Spiele als optionale Steuerung verwenden kann und es somit auch eine Investition in die Zukunft ist.

Zum Schluss möchte ich noch allen die Erlebnis-Videos auf Wii.com ans Herz legen, die wirklich einen guten Einblick in die Vielfalt der Spiele geben.

Weitere Tests zu Wii Fit Plus findet Ihr bei Testfreaks

Nintendo DSi: Nintendos neuer Handheld

Mit dem Nintendo DS “Phat”, wie ihn einige Fans liebevoll bezeichnen, läutete Nintendo im Jahre 2004 auf der amerikanischen Videospielmesse E3 eine neue Ära des mobilen Spielens ein. Zwei Displays – eines davon als Touchscreen -, ein eher leistungsschwacher Prozessor, wenig RAM und keine Möglichkeit, Multimedia Inhalte abzuspielen. Auf Grund dieser Umstände hätte sich wohl niemand den bahnbrechenden Erfolg der neuen Hardware-Serie  im Vorhinein gedacht. Mit der leistungsstarken bzw. medientauglichen PSP und der zweifelnden Presse im Nacken, kam zweifellos auch Nintendo unter Zugzwang, blieb aber der neuen Linie treu. Der Nintendo DS ist quasi das erste Produkt nach dem Management-Wechsels 2002, im Zuge dessen der offene und innovationsfreudige Satoru Iwata zum neuen CEO von Nintendo ernannt wurde. Bei der Entwicklung von neuen Konsolen geht es fortan mehr um die Zielgruppenerweiterung und die Neuformierung des Videospielmarkts, als um die bloße technische Verbesserungen.

iwata_gdc09jpg

Genau aus diesem Grundsatz heraus, ist auch Nintendos neuestes Gadget entstanden – der Nintendo DSi. Er stellt das dritte Gerät in der DS-Serie dar und ist gleichzeitig der Nachfolger des Lite-Modells, das sich mit über 75 Millionen weltweit verkaufen Einheiten regelrecht zu einem Verkaufsschlager entwickelt hat. Seit dem 3. April ist nun der DSi endlich auch in Europa erhältlich und beschafft dem japanischen Traditionsunternehmen anhaltende Verkaufserfolge.

bild-5

Bei der Gestaltung des Aussehens ist sich Nintendo größtenteils seinen neuen Prinzipien treu geblieben. Zum Verkaufsstart ist das Gerät in den Farben Schwarz oder Weiß erhältlich – die Farbauswahl sollte sich aber, wie von Nintendo gewohnt, in den kommenden Monaten weiter vergrößern. Im Gegesatz zum DS Lite ist die Oberfläche nun nicht mehr glatt und glänzend, sondern eher matt und ein bisschen rau. Dadurch sollten unästhetische Fingerabdrücke auf dem Gerät der Vergangenheit angehören. Die Abmessungen selbst wurden nur geringfügig verändert – Das Gehäuse ist um 12 Prozent dünner und ganze 4 Gramm leichter. Dafür musste die Breite und Höhe leicht angehoben werden, um die größeren Displays auf der Innenseite unterzubringen. Diese lassen sich nun durch fünf Helligkeitsstufen regeln und warten mit einem deutlich verbesserten Kontrastverhältnis auf. Leider wirkt sich das stark auf die Akkulaufzeit des kleinen Handhelds aus. Bei höchster Helligkeitsstufe muss der DSi schon nach drei bis vier Stunden wieder an die Steckdose. Hinzugekommen sind außerdem zwei 0,3 Megapixel Kameras (eine auf der Innen-, eine auf der Außenseite), erheblich verbesserte Lautsprecher und ein SD-Karten Slot zum Speichern von Musik und Bildern.

dsi_hardware__5_-1

Auch die inneren Werte wurden gewaltig aufgebohrt: Statt der minimalistischen RAM-Ausstattung von 4 MB, kommen nun ordentliche 16 MB zum Einsatz. Der Prozessor taktet im neuen Modell mit 133 MHz. Leider kommt die zusätzliche Power nicht für normale/alte DS-Spiele zum Einsatz. Beim Abspielen dieser wird der Prozessor auf “DS Lite”-Niveau heruntergetaktet und der Arbeitsspeicher beschränkt. Lediglich Download-Spiele – DSiWare genannt – haben Zugriff auf die neuen Funktionen wie die Kameras oder die verbesserte Leistung. In Zukunft soll es aber auch Hybrid-Spiele geben, die von den neuen DSi-Features gebrauch machen und trotzdem abwärtskompatibel sind.

bild-36

DSiWare ist somit quasi Nintendos Gegenstück zum AppStore von Apple. Kleine Programme und Spiele können über einen Online-Shop direkt auf den Nintendo DSi geladen werden und erscheinen dann als Programm-Icon im Hauptmenü. Alles was man dazu braucht, ist eine funktionierende WLAN-Verbindung (übrigens jetzt auch mit WPA2-Unterstützung) und das nötige Kleingeld in Form von Nintendo Points.

bild-37

Standardmäßig wird der Nintendo DSi, neben dem Shop-Programm, ab Werk bereits mit vier vorinstallierten Anwendungen ausgeliefert, die sich im Hauptmenü beliebig anordnen lassen:

DSi-Kamera” bringt alle Funktionen mit, die man sich im Zusammenhang mit den Kameras und Fotos vorstellen kann. Zehn Filter und Verzerrungs-Modi runden das Angebot ab und sorgen teilweise für einige Lacher. Die Fotos können anschließend auf der SD-Karte gespeichert werden.

bild-38

Das Programm “DSi-Sound” fungiert als Player und Editor für Audiodateien bzw. Musikstücke. Leider werden nur .ACC-Dateien unterstützt. Wer seine ganze Musiksammlung als MP3 vorliegen hat, muss diese also zuerst umwandeln. Mit dem integrierten Mikrofon lassen sich außerdem kurze Aufnahmen erledigen.

bild-39

Wie schon die Vorgängermodelle, hat auch der DSi das bekannte Chatprogramm PictoChat an Board. Damit können DS-Besitzer Nachrichten und Zeichnungen drahtlos miteinander austauschen. Spiele und Demos lassen sich wie gewohnt via DS-Download-Spiel auf den eigenen DSi laden.

Auch ans mobile Internetsurfen hat Nintendo natürlich gedacht. Der dazu benötigte Browser kann kostenlos über den DSi Shop heruntergeladen werden und basiert, genauso wie bei der Wii, auf Opera-Technologie. Leider unterstützt der Browser kein Flash und ist im Vergleich zum Safari auf dem iPhone relativ langsam.

bild-411

Abschließend bleibt zu sagen, dass jeder für sich selbst abwiegen muss, ob sich die Anschaffung eines DSi lohnt. Jene mit einem Nintendo DS Lite werden wohl eher zögern das 169 Euro teure Gerät zu kaufen. Für alle, die noch keinen DS Lite besitzen, ist der DSi absolut eine Überlegung wert. Ich selbst hatte bis vor zwei Wochen nur den alten DS “Phat”. Hier fallen die Unterschiede besonders auf und schon allein die brillianten Displays sind Argument genug. Auch Spieler, die auf zukünftige DSiWare-Spiele nicht verzichten können, müssen zwangsbedingt zugreifen. Leider wurde die GBA-Kompatibilität zu Gunsten der Größe gestrichen. Dieser Umstand könnte vor allem für frühere GBA-Besitzer ein Problem darstellen, die kein zweites Gerät parallel verwenden wollen.

Vor einigen Wochen habe ich auf Youtube einen Promo-Trailer hochgeladen, in dem alle Features genau erklärt werden.

T-Mobile G1: Das Gerät + Android

Es geht weiter mit meiner kleinen Video-Review Serie zum T-Mobile G1. In dem knapp 3-minütigen Video hab ich das Gerät genauer beschrieben und die grundsätzlichen Funktionen des Android Betriebssystems – und dabei vor allem den Home-Screen – vorgestellt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Anschauen.

T-Mobile G1: Unboxing

Ich hab mich mal über das Auspacken des G1 gemacht und dabei ein Video aufgenommen. Leider habe ich auf die Schnelle nur eine sehr schlechte Point-and-Shoot Cam für das Video auftreiben können. Für die nächsten Aufnahmen, werde ich mir dann eine bessere Auflösung organisieren.

Im Gegensatz zu den ersten 10 G1-Testern hab auch ich ein schwarzes Modell des G1 bekommen, was mir eigentlich nicht wirklich etwas ausmacht. Ich find es ganz schick, aber im Direkt-Vergleich kommt es designtechnisch doch nicht ans iPhone ran. Jetzt erstmal zum Video – weitere Details folgen dann, sobald ich mich mehr mit dem Handy auseinander setzten konnte …