Da war es gestern dann auf einmal da, das Blackberry Playbook getaufte Tablet des RIM. Lange wurde ja über die Entwicklung des iPad-Pendants gerätselt und spekuliert, jetzt hat der Smartphone-Hersteller die Katze aus dem Sack gelassen. Unter der Haube hat es einen 1GHz Dual-Core Prozessor mitsamt 1 GB RAM und zwei Kameras (3 MP und 5 MP). Neben diesen äußerst starken technischen Spezifikationen hat das Playbook ein komplett überarbeitetes Betriebssystem spendiert bekommen, das speziell für den Tablet-Einsatz konzipiert wurde. Als Erscheinungstermin wurde nur ein vages “Anfang 2011″ für die USA und ein 2. Quartal für den internationalen Raum bekannt gegeben, ein Preis wurde nicht genannt.
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Blackberry OS 6 vorgestellt
Research in Motion hat heute die neueste Generation ihres Blackberry-Betriebssystems vorgestellt, das die Versionsnummer 6 tragen wird. Endlich hat es RIM verstanden, dass sie eine Generalüberholung brauchen, was Usability und User Interface angeht. Hier sind das iPhone und die Android Smartphones mittlerweile Meilenweit an den Blackberrys vorbeigezogen und das spiegelt sich eben in den Verkaufszahlen wider. Auch die Geschäftswelt scheint zu realisieren, dass Blackberry nicht mehr das Maß aller Dinge ist. Jetzt bräuchten sie nur noch ein gutes Touchscreen-Gerät vorstellen …
http://www.youtube.com/watch?v=DlO8KMv7Bx4
Das Blackberry Bold 9700 als Bluetooth/USB-Modem verwenden
Wer viel mit dem eigenen Laptop unterwegs ist und auf eine mobile Internetverbindung angewiesen ist, kennt sicherlich das Problem, dass man nicht immer einen USB-UMTS-Stick zur Hand hat, wenn man ihn braucht. In solchen Situationen ist es ganz praktisch das eigene Handy via Bluetooth oder USB als Modem verwenden zu können. Tethering ist das englische Fachwort für diesen Prozess und spätestens seit dem iPhone habe ich die Funktion wirklich lieben gelernt.

Glücklicherweise lässt einen das Blackberry Bold 9700 auch hier nicht im Regen stehen. Als echtes Business-Handy hätte ich mir da auch nichts anderes erwartet – auch wenn es nicht ganz so einfach geht wie bei der Konkurrenz aus dem Hause Apple. Nachdem ich stundenlang an den Optionen herumgespielt und das Internet nach Ratschlägen durchforstet habe, kann ich nun die Internetverbindung meines Blackberrys direkt auf dem Macbook nützen. Hier ein kleines Tutorial:
Bluetooth-Verbindung herstellen
- “Verbindungen verwalten” am Blackberry auswählen
- Bluetooth aktivieren
- “Bluetooth einrichten” auswählen und den Dialog mit “Auf Gerät warten” bestätigen
- Am Mac die Option “Bluetooth” in den Systemeinstellungen öffnen
- Mit dem [+]-Button ein neues Gerät hinzufügen
- Warten bis das Smartphone in der Geräteliste erscheint, dieses auswählen und “Fortfahren” klicken
- Falls nötig den Bestätigungs-Code eingeben
- Die Verbindungsanforderung auf dem Blackberry annehmen
- Zugangsdaten eingeben (Passwort: “tm”):

- Abschließenden Dialog bestätigen
Netzwerkeinstellungen
- Option “Netzwerk” in den Systemeinstellungen öffnen
- Mit dem [+]-Button ein neues Netzwerk hinzufügen
- Bei Anschluss “Bluetooth-DUN” auswählen und beliebig benennen.
- Verbindungsdaten eingeben (Passwort: “tm”):

- Unter “Weitere Optionen …” den Hersteller “Sierra Wireless” und das Modell “GSM” auswählen. Bei APN “t-mobile.internet” eingeben und mit “OK” bestätigen
- Über “Verbinden” anschließend die Verbindung herstellen und am Blackberry die Anforderung annehmen

- Fertig!
Programme fürs Blackberry und die App World

Was auf dem iPhone der AppStore und bei den Android-Smartphones der Android Market ist, hört bei Blackberry auf den Namen App World und ist seit April 2009 in Betrieb. Während Programme von Drittanbietern bisher hauptsächlich über sogenannte OTA-Links (Over the air) verbreitet wurden, gibt es nun endlich auch eine zentrale Anlaufstelle für Programm-Downloads, -Updates und -Informationen. Die traditionelle Distribution wird aber derzeit weiterhin von vielen Entwicklern genutzt, weswegen bei weitem nicht alle verfügbaren Applikationen über die App World erhältlich sind. Google ist beispielsweise ein prominenter Vertreter diese Kategorie und bietet die eigenen Programme nur über ein spezielles Online-Portal an.
Das AppStore-Konzept hat sich bereits beim iPhone bewährt und wurde auch von RIM ordentlich umgesetzt. Es gibt sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Apps. Bezahlt wird über ein bestehendes PayPal-Konto, dessen Daten sich bequem in den Einstellungen hinterlegen lassen.

Leider lassen sich heruntergeladene Programme nur auf den geräteinternen Speicher und nicht auf eine Speicherkarte laden. Deswegen ist die Anzahl der installierbaren Apps je nach Gerät oft sehr gering. Beim Bold 9700 waren beispielsweise noch knapp über 110 MB frei. Komplexe 3D-Spiele können hier beispielsweise bald an die Grenzen stoßen.

Die bisherige Auswahl ist zwar ganz solide, lässt aber gerade im Vergleich zum AppStore von Apple noch ein wenig zu Wünschen übrig. Es sind sich zwar alle großen und wichtigen Social Networks sowie Instant Messaging-Dienste präsent, gerade aber kleinere Services fehlen bislang komplett. Positiv hervorzuheben ist abschließend noch die Tatsache, dass es, was Multi-Tasking und Hintergrundprozesse anbelangt, keine Einschränkung für die Programme gibt und man jederzeit am Stand der Dinge bleibt, auch wenn man gerade anderwertig beschäftigt ist.
Leider wird die App World nicht als fester Bestandteil des Systems ausgeliefert. Die Applikation selbst muss zuerst manuell von Blackberry.com heruntergeladen werden!
Blackberry vs. Apple
RIM hat es mit diesem kreativen Werbespot vor zwei Wochen geschafft, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen …
… und Apple gleichzeitig eine Vorlage zur Produktion eines “Gegenangriffs” geboten. So sieht die virale Videoantwort von Apple aus:
Wenn ihr mich fragt, ist es den beiden Unternehmen durch diese Aktion gelungen buzz zu generieren. Obwohl immer eines die nicht so erfreuliche Rolle einnehmen muss, bringen sie sich beide ins Gespräch – und darum geht es!
[via iPhoneblog]