DENIC-Nameserver nicht erreichbar

Wer gerade versucht eine deutsche (.de) Domain aufzurufen, wird mit größter Wahrscheinlichkeit nicht an sein gewünschtes Ziel geleitet sondern erhält eine plumpe Fehlermeldung, dass der Server nicht erreichbar ist.

Grund für dieses großflächige Problem, das die meisten (oder fast alle) .de-Domains unbrauchbar macht, ist ein Ausfall von 4 der 6 Nameserver bei DENIC, der zentralen Registrierungsstelle von .de-Domains. Hoffen wir, dass die DNS-Probleme bald behoben sind – DENIC arbeitet angeblich schon mit Hochdruck daran. Aktuelle Meldungen und den Fortschritt bekommt man derzeit wohl am besten über Twitter, wo die relevanten Tweets sekündlich eintreffen.

UPDATE (15:00):

Es sind angeblich alle Nameserver ausgefallen, nicht nur vier! Hier eine offizielle Stellungnahme von DENIC:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

derzeit kommt es zu einem Fehlverhalten bei einigen .de-Nameservern. Wir sind aktuell dabei das Problem zu qualifizieren und werden Euch mit Statusmeldungen weiter informieren.

UPDATE (15:10):

Auf Twitter und in meinen Kommentaren (danke, Georg) habe ich einen Tipp gefunden, wie man dem Problem zumindest vorübergehend aus dem Weg geht. Einfach die DNS-Server-Einstellungen im Betriebssystem auf Googles Public DNS (8.8.8.8 und 8.8.4.4) umstellen.

UPDATE (15:30):

Angeblich sind die Server wieder online. Bis sich alles normalisiert, dürfte aber noch ein bisschen Zeit vergehen.

Googles unglaubliche Server-Ressourcen [Infografik]

Bereits Mitte des Jahres 2006 war Google – eigentlich bekannt durch die sehr erfolgreiche Suchmaschine – der weltweit viertgrößte Serverhersteller. Der Grund ist  ganz einfach, dass Google sich seine eigene Hardware für die zahlreichen Rechenzentren baut und dabei besonders kosteneffizient und redundant vorgeht. Zu dem Thema gibt es heute bei Gizmodo eine ziemlich erstaunliche Infografik über die unglaubliche Server-Anzahl bei Google – verglichen zu anderen Branchengrößen:

(auf das Bild klicken für die große Version)

Opera Unite macht den Browser zum Server

uniteOpera, ein norwegisches Software-Unternehmen, das bereits jahrelang (vergeblich) versucht am Browsermarkt Fuß zu fassen, macht nun mit dem neuen Service Opera Unite den Browser zum Server.

Durch den neuen Dienst, der übrigens bereits mit dem neuesten Opera Browser Snapshot zum Download angeboten wird, können auch normale Nutzer kinderleicht kleine Programme – Opera Unite Services genannt – direkt auf ihrem Computer hosten und damit ein richtiger “Teil des Internets” werden. Kommunikation läuft so nicht mehr über einen übergestellten Server, sie findet viel mehr direkt zwischen den Computern der Benutzer statt. Die gegenwärtig erhältlichen Services stellen laut Opera nur die Spitze des Eisbergs dar, komplexere Dienste von Drittentwicklern sollen durch bereitgestellte APIs/Schnittstellen und einer umfangreichen Dokumentation in den kommenden Wochen folgen.

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Wer sich noch weiter mit dem Thema beschäftigen will, findet hier noch einen sehr interessanten Artikel über die Vision hinter Opera Unite oder soll sich ganz einfach folgendes Video ansehen:

Das Konzept scheint zwar auf den ersten Blick ziemlich schlüssig und ideenreich, jedoch gibt es auch einige Hürden, die Opera noch überwinden muss, die aber teilweise an der verwendeten Technik selbst beziehungsweise der Philosophie dahinter liegen. Da jeder Client gleichzeitig einen Server darstellt, kann es leicht passieren, dass die für Freunde zur Verfügung gestellten Fotos nicht wirklich online sind, wenn diese sie ansehen wollen. Ist der Computer nicht online, kann sich auch kein anderer darauf verbinden und die Services darauf nützen. Gerade dieser Umstand wird verhindern, dass Opera Unite jemals den Sprung auf den Massenmarkt schafft. Denn diese Nutzer sitzen nicht den ganzen Tag vor dem Computer und sind mit dem Internet verbunden, eher schalten sie das Gerät mal schnell für eine Stunde ein, erledigen die Arbeit und drehen dann wieder den Saft ab. Ich hoffe für Opera, dass sie für diese Zielgruppe eine Lösung anbieten, was aber auf jeden Fall wieder zentrale Server voraussetzt und damit gegen die Dezentralität gehen würde.

Außerdem bleibt immer noch das Risiko, dass die Idee, wie auch schon zahlreiche andere Innovationen von Opera bevor, von einem anderen Browserhersteller oder etwa der Open Source Community kopiert und später in verbesserter Form mehr Erfolg haben wird.