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Crysis auf dem iPad? Cloud Gaming macht’s möglich

Sonntag, April 4th, 2010

Nein, das ist jetzt kein verspäteter Aprilscherz. Crysis, ein vor allem wegen seiner phänomenalen Grafik hochgelobtes Performancemonster, wird in diesem Video direkt auf dem iPad gespielt. Naja nicht komplett auf dem iPad. Moderne Cloud Gaming-Technologie von OTOY macht das Wunder möglich. Alle Berechnungen finden ausschließlich auf entfernten Hochleistungsrechnern statt und es werden lediglich Steuerbefehle hin- und das gerenderte Videomaterial zurückübertragen.

Ein ziemlich anderer Ansatz von Gaming, aber wenn es funktioniert, dann lasse ich mir auch das als Zukunft der Spieleindustrie einreden. Es müssten halt noch unsere Handynetze so schnell werden, dass diese Zauberei auch mobil möglich ist.

Music in the Cloud – Spotify nun auch für Android

Donnerstag, Mai 28th, 2009

spotify_logoMit der zunehmenden Lizenzierungsproblematik und den immer größer werdenden Finanzierungslücken scheinen es Musikdienste im Internet heutzutage nicht gerade einfach zu haben. Um dem Druck der Musikindustrie stand zu halten werden die Angebote immer weiter eingeschränkt und die kostenlose Nutzung auf wenige Ausnahmen begrenzt.

Es scheint jedoch wie immer eine Ausnahme von der Regel zu geben: Der leider noch sehr unbekannte schwedische Musikdienst Spotify ist vom anhaltenden Erfolg beflügelt und expandiert gerade in alle Richtungen Europas. Immer mehr Länder kommen in den Genuss von dem kostenlosen Musik-Streaming Dienst, der nahezu ohne Bufferzeit auskommt und die Titel in erstaunlich guter Qualität überträgt. Auch die Musiklabels haben offenbar mit dem Angebot kein Problem und bieten zahlreich ihre Musiktitel an. Finanziert wird das Angebot übrigens über kurze Werbeeinschaltungen oder durch den Kauf eines Premium-Account.

Auf der Google I/O, der Entwicklerkonferenz des Suchmaschinenbetreibers, gibt es auch schon das nächste Schmankerl für Spotify-User: Es wurde erstmals der Android-Client vorgestellt, über den sich das gesamte Musikangebot direkt auf das Handy streamen lässt. Schaut euch dazu einfach das Preview-Video an:

Hoffentlich wird die überregionale Lizenzierung von Musikstücken bald in die Wirklichkeit umgesetzt, sodass wir auch schneller in den Genuss dieses Services kommen.

YouTube mit Filmen und TV-Shows

Sonntag, April 19th, 2009

hulu_tubeHulu, einer der populärsten Dienste um Filme und TV-Shows in Amerika gratis über das Internet anzuschauen, hat in den letzten Tagen eine ernst zu nehmende Konkurrenz bekommen: Niemand geringerer als Google selbst, bietet über das hauseigene Videoportal Youtube seit neuestem ganze Filme und Fernseh-Sendungen kostenlos an. Man konnte sich bisher unter anderem mit CBSLions Gate Entertainment und MGM über eine Zusammenarbeit einigen. Leider ist derzeit nur ein kleiner Bruchteil des Filmarchivs zugänglich, welcher zumeist auch nur die älteren Produktionen umfasst. Ganz im Gegenteil dazu das Angebot von Hulu: Hier befinden sich auch neuere Videos – vor allem Serien – im Angebot. Das könnte vor allem daran liegen, dass der Dienst direkt von zwei großen und wichtigen Content-Providern (NBC Universal and Fox) gegründet wurde.

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Eines haben die Zwei jedoch gemeinsam: Für Interessierte außerhalb der USA bleibt der Zugang verwehrt. Anhand der IP-Adresse kann das Land eines Besuchers zugeordnet werden und somit erscheint die übliche Aussage, dass der Zugriff auf dieses Video nicht möglich sei. Es gibt zum Glück sehr praktische Mittel und Wege, diese Sperre zu umgehen.

Wer solche Praktiken nicht einsetzen möchte, aber trotzdem gern kostenloses Movie-Streaming in Deutschland/Österreich in Anspruch nehmen will, der kann den Service von MSN.de (Microsoft) nützen.

OnLive – Die Zukunft der Videospiele?

Dienstag, März 24th, 2009

onlive1Um zu jederzeit die aktuellsten Spiele in der besten Auflösung und Grafikleistung genießen zu können, benötigt es einiges an Geldmittel und Mühe. Das ewige Aufrüsten des Computers mit High-End Grafikkarten oder Kaufen der aktuellsten Spielekonsole mit passendem FullHD-Fernseher kann mit der Zeit ganz schön auf den Geldbeutel schlagen. Das StartUp-Unternehmen OnLive  aus Paolo Alto präsentiert nun die simple Lösung all dieser Probleme. “The Future of Video Games”  heißt es protzig auf der Website. Die bei der Presseveranstaltung anwesenden Journalisten dürften in der Tat ziemlich erstaunt gewesen sein, als sie den ressourcen-intensiven Ego-Shooter Crysis auf einem gewöhnlichen, alten Macbook erblickt haben – genau das soll nämlich durch OnLive zu moderaten Preisen möglich gemacht werden!

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Doch wie funktioniert die scheinbare Zauberei? Das Stichwort lautet Videostreaming. Die Grafiken werden dabei nicht am Computer des Spielers berechnet, sondern über eine Internetverbindung direkt auf den Bildschirm gestreamt. Das Spiel läuft quase “in the Cloud” auf rechenstarken Servern und nimmt die Eingaben des Spielers entgegen. Durch eine leistungsstarke Videokompression soll die Übertragung von “Wii-ähnlicher” Auflösung bereits ab 1,5 Mbps möglich sein. HD-Inhalte funktionieren erst ab 4 oder 5 Mbps flüssig. Die Kommunikation erfolgt über die so genannte MicroConsole, ein kleines Gerät zum Preis von weniger als einer Wii-Konsole. An dieser werden dann die Ausgabegeräte sowie Gamepads und Headsets für Voice-Chat angeschlossen.

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Auch die Gaming-Industrie scheint an dem Konzept schon Blut geleckt zu haben: Electronic Arts, Ubisoft, Take-Two Interactive, Warner Bros. Interactive Entertainment, THQ, Epic Games, Eidos, Atari Interactive und Codemasters sind bereits mit OnLive im Gespräch und haben ihre Unterstützung zugesichert. Klarerweise sehen die Entwickler auch positive Aspekte in dem neuartigen Service. Die teuren Spieleproduktionen werden auf einen Schlag für eine sehr große Anzahl an Kunden zugänglich, die sich normalerweise keinen Computer um mehrere Tausend Euro leisten könnten/würden. Außerdem wird das Problem mit dem Kopierschutz gleich am Schopf gepackt und eliminiert – der Spieler kommt nämlich nie wirklich in Berührung mit den Installationsdateien. Der Service wird bequem über eine monatliche Gebühr abgerechnet.

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[via Engadget]