Posts Tagged ‘sync’

MobileMe der Zukunft: Freemium, Social, Plattform

Freitag, Mai 28th, 2010

Wirklich viele Erfolgsmeldungen scheint Apple mit MobileMe nicht vermelden zu können. Der kostenpflichtige Cloud-Dienst hat nämlich ein rießen großes Problem, weswegen er nicht viele Anhänger findet und Apple die Triumphe nicht lauthals herausposaunt. Wer bezahlt schon für einen Service, den man von Google und Co. komplett umsonst und vielleicht sogar in besserer Qualität bekommt?

Die Schachstellen würden sich aber ganz einfach von zwei verschiedenen Seiten anpacken lassen. Einerseits durch den kompletten Wegfall der 79 Euro teuren Jahrensmitgliedschaftsgebühren und andererseits durch eine drastische Verbesserung des Dienstes bei bleibenden Gebühren. Am logischsten wäre jedoch der goldene Mittelweg – nämlich ein Freemium-Modell einzuführen, bei dem die jetzigen Dienste – eventuell mit weniger Speicherplatz – völlig kostenlos angeboten werden und ein paar zusätzliche Features unter einem Premium-Preis zu verkaufen. Denkbar wären hier zum Beispiel das Hinzufügen einer eigenen Domain für den Mail-Service oder die Unterstützung von Microsofts Exchange Protokoll, so wie Google das vor einiger Zeit gemacht hat. Dadurch würden auch tausende andere Geräte, die man so täglich mit sich herum trägt, von den einzigartigen Sync-, Kalender- und Mail-Funktionen profitieren. Vor allem erstere sind nämlich der Grund, warum ich mein Abo jetzt schon zum zweiten Mal verlängert habe.

Durch einen kostenlosen Basis-Account wäre es Apple möglich, auf einen Schlag alle Mac- iPod und iPhone-Besitzer an seinen Dienst zu binden und ich kann euch versichern, dass viele, wenn sie es einmal gewohnt sind, nicht mehr auf die Synchronisation zwischen den Geräten verzichten werden. Apple müsste halt bei diesem Punkt einmal von seinen bewährten Prinzipien Abstand halten und auch Services anbieten, die keinen direkten Profit auf das Firmenkonto bringen. Wenn das Ganze dann noch in gewohnt guter Apple-Manier umgesetzt wird und kinderleicht bzw. intuitiv benutzbar ist, steht dem Revival von MobileMe nichts mehr im Wege.

In diese Richtung könnte ich mir auch noch einige Social-Features vorstellen, die durch die direkte Integration in Mac OS X und iPhone OS bzw. dem optionalen Windows-Programm sicherlich schnell an Fahrt gewinnen und sich als Standard-Kommunikationsweg zwischen den Mac- und iPhone-Usern etablieren könnten. Genauso wie es den Blackberry Messenger zwischen den Blackberrys gibt, der seinen Besitzern das Versenden von Nachrichten, Fotos etc. erlaubt.

Weiter gehen meine Vorstellungen von einem perfekten MobileMe mit der Veröffentlichung einer MobileMe-Plattform auf Basis der bereits sowieso verwendeten – und von Apple mitentwickelten – Sproutcore-Library. Nutzer können aus einem App-Verzeichnis verschiedene Cloud-Programme auswählen und ihrer MobileMe-Navigationsleiste hinzufügen – ganz in der gleichen Weise, wie derzeit Mail, Kalender und das Adressbuch angezeigt werden. Das Schlüsselglied ist hierbei wieder Apples starke Präsenz im Computer- und Smartphone-Business. Programme auf dem Mac können durch einen MobileMe-Pendant eine praktische Web-Oberfläche zur Verfügung stellen, die sich automatisch über den Sync-Client auf dem Laufenden hält und alle Informationen mit dem Desktop-Programm abgleicht. Das Web-Interface bildet quasi die Erweiterung des Desktop-Anwendung, über die man überall auf seinegespeicherten Daten zugreifen kann, wenn diese über eine angepasste MobileMe-Version verfügen. Ein Datenstand wird so auf alle registrierten Geräte synchronisiert und überall mit einem angepassten Interface angezeigt und bearbeitet.

Das wäre meine Version des modernen Cloud-Computings und Apple könnte hierbei wirklich wieder einmal eine Vorreiterrolle einnehmen, falls sie die Chance beim Schopf packen, ihren Cloud-Service endlich ausbauen und für Drittentwickler öffnen.

iPhone WiFi-Sync bald im AppStore?

Montag, April 26th, 2010

Die Nichtvorstellung einer Wifi-Sync Option für das iPhone war für mich persönlich eine der größten Enttäuschungen des iPhone OS 4.0-Events. Wer mag sein iPhone immerhin die ganze Zeit via USB-Kabel an den Mac anstöpseln, nur um die aktuellen Lieder von iTunes rüberzuladen oder neu gemachte Bilder zu importieren?

Der Entwickler Greg Hughes hat mit seinem App WifiSync scheinbar die Lösung für unser Problem parat. Aber so wie ich Apples AppStore-Richtlinien kenne, wird die Anwendung wohl nie das Licht der Welt erblicken …

Blackberry Internet Service 3.0 – endlich eine Lösung für das GMail-Sync-Problem

Montag, Februar 8th, 2010

Seit ich Anfang des Jahres die Ehre hatte für Mobileblogger.at das neue Blackberry Bold 9700 für einige Wochen zu testen, weiß ich mein iPhone erst richtig zu schätzen. Gerade die Geräte von RIM sind ja bekanntlich gerade dafür prädestiniert, mit allen erdenklichen Nachrichten-Diensten fertig zu werden. In der Realität scheitert man als “Neuling” aber schon bei der Benützung eines einfachen GMail-Accounts: Werden Mails nach dem Push auf’s Handy mit dem Computer gelesen, synchronisiert sich der Gelesen-Status nicht und die Nachricht bleibt am Blackberry als ungelesen markiert. Eine nerviges Problem, wenn man täglich öfters die Geräte wechselt und sich dann immer durch die bereits erhaltenen Mails wühlen muss. Nach mehreren Tagen intensiver Internet-Recherche hatte ich mit dem offiziellen GMail-Programm zwar eine akzeptable Lösung gefunden – optimal war es trotzdem nicht.

Für alle ähnlich Leidgeplagten scheint es schon bald Abhilfe zu geben. Mit dem Blackberry Internet Service (BIS) 3.0 – ein Dienst der sozusagen als Mittelglied zwischen Handy und Internet fungiert – soll laut nun aufgetauchten Support-Dokumenten endlich die komplette Synchronisation der GMail-Konten unterstütz werden. Zusätzlich dazu gibt es noch Unterstützung für WMA-Dateien.

Freudentränen sind aber jetzt (noch) nicht angebracht: Immerhin muss der BIS vom Netzbetreiber aktualisiert werden und das kann bekanntlich dauern. Hoffen wir, dass T-Mobile sich hier nicht lumpen lässt und schnellstmöglich nachbessert sobald die Software verfügbar ist.

[Gizmodo via BB Leaks]

Ubuntu One verlagert Daten in die Cloud

Mittwoch, Mai 13th, 2009

ubuntu_oneCanonical, das Unternehmen hinter der populären Linux-Distribution Ubuntu, hat mit Ubuntu One ein neues Projekt zur Datenspeicherung übers Internet gestartet. 2GB bekommt jeder angemeldete Nutzer kostenlos zur Verfügung gestellt, um Daten online speichern und diese anschließend mit mehreren Computern synchronisieren zu können. Natürlich gibt es um 10$ pro Monat auch eine kostenpflichtige Version, bei der 10 GB Speicherplatz verfügbar ist.

Mit diesem Schritt steigt der Sponsor des Open Source Betriebssystems in die Liga der Cloud-Services auf und bietet ähnliche Features wie Apples iDisk (in MobileMe enthalten) und Microsofts SkyDrive. Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Integration des Services genauso gut funktioniert und die Synchronisation auf weitere Einsatzgebiete ausgebaut wird.

Da sich das Produkt noch in der Testphase befindet, ist der Zugang durch Invites beschränkt. Man kann sich aber schon jetzt dafür anmelden.