Das Web-Browser-Business ist heutzutage ein hart umkämpftes Geschäftsfeld. Große Player wie Microsoft, Google, Apple und Mozilla streiten sich in lang anhaltenden Feature-Schlachten um die heiß begehrten Marktanteile und bringen im Akkordtempo neue Performance- und Geschwindigkeits-Verbesserungen heraus um die Mitbewerber auszustechen. Oft vergessen wird hier die norwegische Firma Opera, die zwar im mobilen Bereich stark vertreten sind, im Desktop-Sektor jedoch bisher nicht wirklich Fuß fassen konnten und heute mit dem Opera 10.60 die neueste Inkarnation ihres Browsers veröffentlicht haben:
- Eine schnellere Java-Script Engine soll den Browser 50% schneller machen als den ohnehin schon blitzschnellen Vorgänger (10.50)
- Bessere HTML5-Unterstützung und WebM Video und Geolocation (Demo)
- Verbesserte Suchfunktionen und Design-Änderungen
Ich habe ja schon öfters darüber geschrieben, warum sich HTML5-Video in der heutigen Form nicht so wirklich durchsetzen kann. Das Problem liegt nach wie vor an der unterschiedlichen Codec-Wahl der Browserhersteller und Website-Betreiber. Während Mozilla und Opera auf den komplett freien Ogg Theora-Codec eingeschworen haben, verwendet Apple und Microsoft das proprietäre, aber gut bewährte H.264-Format. Einzig und allein Google hat mit dem Chrome Browser bisher die einzig richtige Richtung gewählt, nämlich beide Codecs zu unterstützen.