Posts Tagged ‘wii’

Virtuelle Fenster dank Wiimote und Head Tracking

Freitag, April 16th, 2010

Der Controller von Nintendos populärer Heimkonsole Wii – kurz Wiimote – wurde ja bereits für allerlei technische Spielereien außerhalb der Gaming-Welt missbraucht. Neben zahlreichen anderen Einsatzzwecken bietet er vor allem einen außergewöhnlich kostengünstigen Weg, Head Tracking in der Praxis umzusetzen. Dadurch können realistische 3D-Effekte erzieht werden, die ganz ohne 3D-Brille auskommen. Genau nach dem selben Prinzip werden im folgenden Video die Inhalte der “Fenster” verändert und an den Blickwinkel des Betrachters angepasst.

[via Engadget]

Wii MotionPlus: Totgesagte leben länger

Donnerstag, April 9th, 2009

Seit dem Wii MotionPlus letztes Jahr am 14. Juli auf der E3 Media & Business Summit angekündigt wurde, ist es erschreckend ruhig um die Erweiterung des Wii-Controllers geworden. Sogar die Existenz wurde bereits angezweifelt, nach dem Nintendo lange Zeit nichts davon hören lies. Fast ein Jahr später scheint das Schweigen endlich ein Ende zu haben: Wie Satura Iwata – seines Zeichens Präsident und CEO von Nintendo – höchstpersönlich bekannt gegeben hat, erscheint das Zubehör im kommenden Juni in Japan. Eine US-Veröffentlichung soll bereits im Juli folgen.

wii_motionplus

Wii MotionPlus ist die Hoffnung für einige Entwickler und viele Spieler, endlich  1:1 Bewegungserkennung in Echtzeit mit dem Wii-Controller möglich zu machen. Dazu genügt es die knapp 4cm lange Erweiterung in den hinteren Port der WiiMote zu stecken – ansonsten bleibt alles wie gewohnt. Diese beinhaltet zusätzliche Sensoren und zeichnet bisher fehlende Bewegungsinformationen auf. Entwickelt wurde das kleine Stück Technik in Zusammenarbeit mit AiLive, die in der Vergangenheit schon für einige Wii Development Tools verantwortlich waren und diese auch für Wii MotionPlus weiterentwickelten

Laut einer Aussage von TechRadar, ist die Verbesserung der Bewegungserkennung mit dem Qualitätssprung von VHS zu Blu-Ray vergleichbar. Neben der Eigenentwicklung “Wii Sports Resort” von Nintendo selbst, sind auch bei diversen Drittentwicklern schon Spiele in der Mache, die Bewegungen 1:1 erkennen und ins Spiel übertragen. Die Entwickler von EA geben in diesem Video einen kleinen Einblick in Tiger Woods PGA Tour 10 und zeigen, wie gut das Ganze bereits funktioniert:

Wii MotionPlus ist definitiv das Produkt, das zukünftige Wii Spiele noch einmal einen großen Schritt verbessert. Es liegt aber an Nintendo, für einen großen Verbreitungsgrad zu sorgen. Anderenfalls lohnt sich der Mehraufwand für die Entwickler kaum.

So würden Wii-Spiele in 720p (HD) aussehen

Samstag, März 28th, 2009

Eine der größten Schwachstellen von Nintendos Heimkonsole – der Wii – ist ohne Zweifel das Fehlen von hochauflösenden Grafiken. Der Emulator Dolphin eliminiert dieses Manko in der neuesten Version und macht Wii-Spiele in HD-Auflösungen möglich. Folgendes Video zeigt Super Smash Bros. Brawl in 720p (Nicht vergessen, HD im YouTube-Player zu aktivieren):

Weitere Videos gibt es in diesem YouTube-Channel

[via GoNintendo]

Nintendo bringt Flash auf die Wii

Montag, März 16th, 2009

Obwohl Nintendo mit dem WiiWare-Service und dem Wii-Shop bereits einen Online-Store für kleinere Download-Spiele eröffnet hat, ist es bislang offiziell nur für professionelle Software-Entwickler möglich, ein Spiel für die Konsole zu entwickeln. Dieser Umstand könnte sich jetzt bald ändern. Wie Tyrone Rodriguez – seines Zeichens selbst WiiWare-Entwickler – jetzt in einem Interview verraten hat, wird Nintendo schon bald Spiele zulassen, die auf Adobes Flash-Technologie basieren. Damit würde sich die Wii als Plattform für tausende Web- und Softwareentwickler öffnen und es könnte quasi jeder für die Wii entwickeln – Vorausgesetzt Nintendo gibt Entwicklungs-Tools dafür frei und lockert die Bestimmungen für Einsteiger.

flash_wii

Während sich Apple noch immer gegen Flash am iPhone wehrt und dieses auch erfolgreich verhindert, könnte Nintendo hierbei ein wahrer Glücksgriff gelingen. Flash-Spiele sind nicht nur besonders einfach zu entwickeln, mit ActionScript 3 hat Adobe auch für komplexere Applikationen (3D) ein großartiges Fundament geschaffen. Wenn dann noch die Entwicklungs-Tools für alle Nutzer freigegeben werden und man ein wenig damit herumexperimentieren kann, was mittel Flash-Player sogar auf dem PC/Mac möglich wäre, stände einem Erfolg nichts im Wege.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass Nintendo eine Ankündigung in diese Richtung auf der Game Developers Conference am 23. März macht. Eine entsprechende Keynote mit dem Titel “Discovering New Development Opportunities” ist jedenfalls bereits angekündigt.

Was Nintendo vom AppStore lernen kann

Mittwoch, Januar 28th, 2009

wii-test_01Vor 12 Tagen war es Apple sichtlich eine Freude die Erfolgsmeldung schlechthin zu veröffentlichen: Über 500 Millionen Downloads wurden bisher über den AppStore verbucht, in dem mittlerweile über 15.000 verschiedene Programme zum Download bereit stehen. Apple hat es geschafft in weniger als einem Jahr ein funktionierendes und profitbringendes Ökosystem für die Erweiterung des iPhones und iPod Touchs zu schaffen. Angespornt durch diesen offensichtlichen Erfolg versuchen nun immer mehr Mobiltelefonhersteller auf den Zug aufzuspringen: Von Google über Palm bis hin zu Blackberry  hat jeder den Trend erkannt, sowohl Hobbyentwicklern als auch kommerziellen Softwareproduzenten einen einfachen und komfortablen Weg für die Entwicklung und Distribution zu bieten!

Wendet man jedoch den Blick von den Mobiltelefonherstellern ab und nimmt die Strategie der Konsolenhersteller unter die Lupe, kann man von dieser Trendwende noch nicht viel entdecken. Alle drei (Nintendo, Sony und Microsoft) haben zwar in dieser Generation erfolgreich ihre Online-Distributions-Plattformen aufgebaut, geben diese jedoch nur für kommerzielle Entwickler frei. Hobbyprogrammierern wird ein kompliziertes und teilweise kostenintensives Anmelde- beziehungsweise Bewerbungsverfahren in den Weg gelegt. Privatpersonen müssen schon bei diesem Schritt kapitulieren, da eine Bewerbung für eine Entwicklungslizenz nur von Unternehmen ausgeführt werden kann.

Ganz anders läuft dies bei Apple ab: Hier reicht eine Mitgliedschaft im iPhone Developer Program um 99 Dollar. Sowohl für Hobbyprogrammierer als auch professionelle Entwickler eine lohnende Investition, die sich später bezahlt macht. Zusätzlich zur Anmeldung benötigt man für die WiiWare-Entwicklung ein Wii-Development Kit um 2.000 bis 10.000 Dollar – Bei Apple genügt hier das kostenlose Software-Development-Kit und ein normaler iPod Touch oder ein iPhone. Ein weiterer Punkt in den Bedingungen von Nintendo ist, dass die Entwicklung nicht zu Hause statt finden darf, sondern nur in einem getrennten Gebäude – auch ein Home-Office ist nicht erlaubt! 

Sind diese Hürden überwunden, entdeckt man eine der wenigen Gemeinsamkeiten: Sowohl Apple als auch Nintendo behalten sich das Recht vor, Programme oder Spiele nicht für den Verkauf freizugeben. Jede Kleinigkeit, die nicht passt, kann zur Ablehnung des Produkts führen. Diese Praktik wurde bei Apple schon öfters angewendet, bei Nintendo wird dies offensichtlich von den Entwicklern nicht in der Öffentlichkeit publik gemacht.

Für Hobbyentwickler bleibt auf den Konsolen nur die Wahl unautorisierte Programme, auch Homebrew genannt, zu erstellen. Die Wii hat sich im letzten Jahr bereits eine aktive und sehr lebhafte Homebrew-Szene aufgebaut, die zeigt, wie viel Mühe und Arbeit auch ohne offizielle Tools in die Entwicklung von Programmen gesteckt wird. Die Homebrew-Spiele werden durch eine Sicherheitslücke der Konsole zum Laufen gebracht und sind deswegen von den Konsolenherstellern nicht gerne gesehen. Es gibt weder eine öffentliche Dokumentation der Softwareschnittstellen noch Entwicklungswerkzeuge für die Homebrew-Community – dementsprechend schwer ist die Entwicklung und das Veröffentlichen von vorzeigbaren Ergebnissen. Ähnlich wie Cydia auf dem iPhone, hat sich auch auf der Wii ein inoffizieller ”AppStore” breit gemacht. Der Homebrew Browser ermöglicht das Laden und Updaten neuer Applikationen für die Wii direkt über die Konsole. Auf diese Weise werden zahlreiche nützliche Programme, wie zum Beispiel ein DVD-Player, angeboten. Derzeit sind über 170 Programme im Katalog erfasst, die zusammen bereits über 1,4 Millionen mal heruntergeladen wurden. Solche Zahlen zeigen, dass es ohne Zweifel einen Markt für Hobbyentwickler auf den Konsolenplattformen gibt. Es liegt einzig und allein an den Herstellern, diese Lücke zu erkennen und mit einer praktikablen Lösung zu füllen. Die Basis für solch einen Erfolg hätten sie mit der überwältigenden Menge an verkauften Geräten bereits gelegt.