YouTube hat heute in der Nacht die mobile Web-Seite für das iPhone und den iPod Touch komplett überarbeitet und damit einen weiteren Schritt weg von nativen Apps hin zu web-basierten Angeboten gemacht. Die Seite macht einen außerordentlich aufgeräumten Eindruckt und bietet nahezu alle Funktionen, die die YouTuber-Herzen begehren. Außerdem lassen sich Videos jetzt – im Gegensatz zu Apples installiertem App – auch in höherer Qualität anzeigen und wurden zudem in meinem kurzen Test um einiges schneller geladen.
Damit führt Google den in den vergangenenMonaten bereits gezeigten Trend zu Web-Applikationen fort und verbessert Schritt für Schritt sein mobiles Online-Angebot. Ich kann Googles Motivation hinter dem Ganzen jedoch sehr gut verstehen. Immerhin können WebApps schneller angepasst und verändert werden, brauchen keine zeitaufwändigen Updates und kommen gänzlich ohne eine Kontrolle bzw. Beschränkung seitens Apple aus.
Gerade bin ich zufällig mal wieder auf die TV-Sektion von YouTube gekommen und habe bemerkt, dass die englischen Videos von 4oD komplett ohne Ländersperre abspielbar sind. Ich weiß jedoch nicht, ob das nur ein temporärer Fehler ist, oder ob uns endlich die wunderbaren Serien des britischen Senders, wie Skins, The Inbetweeners oder Shameless, als Video on Demand zur Verfügung stehen. Also nützt die Gelegenheit, bevor alles wieder vorbei ist!
Update: Es hat nicht lange gedauert und die Inhalte sind wieder gesperrt. Bleibt nur noch die Frage offen, ob das Feature vielleicht bald auch bei uns kommt und die Freigabe unabsichtlich zu früh passiert ist. Immerhin sieht man einen “Neu”-Hinweis in der Navigationsleiste beim “TV”-Eintrag.
Mit dem heutigen Tage bricht eine neue Ära der Musikvideos auf YouTube an. In Zukunft sollen 85 % der Musikstücke direkt über VEVO – der neuen Plattform des Musiklabels Universal und YouTube selbst – gestreamt werden. Darunter befinden sich neben Universal-Inhalten auch Videos von EMI, Sony Music und anderen Labels, die über Werbeeinblendungen finanziert und direkt von dem Joint-Venture gemanaged werden. Als nettes Gimmick gibt es zusätzlich die Option, synchronisierte Songtexte direkt auf der Seite anzeigen zu lassen und damit immer den passenden Text zum Mitsingen bei der Hand zu haben. Im Gegenzug wurden dafür leider die HD-Versionen gestrichen. Diese sollen erst nächstes Jahr wieder aktiviert werden.
Wie es derzeit aussieht, wurden die regionalen Beschränkungen der VEVO-Videos auf YouTube selbst aufgehoben – die VEVO-Hauptseite ist aber nicht für Österreicher erreichbar. Ob es sich dabei nur um einen Fehler handelt, kann man derzeit nicht sagen. Ich schätze aber, dass die Videos auf YouTube schon bald nur mehr für User aus den USA erreichbar sind.
Jeder hat mal klein angefangen – auch die Größten der Webdienste mussten sich die User in den Anfangsstadien hart erkämpfen und sich mit überzeugenden (Weiter)Entwicklungen gegen die Konkurrenz durchsetzen. Egal ob YouTube, Flickr, Google, oder Wikipedia, sie alle sind nicht direkt mit Millionen von Nutzern gestartet und hatten es mit ihren neuen Ideen sicherlich am Anfang nicht leicht, im früheren Internet-Business Fuß zu fassen.
Royal Kingom, der Coporate Blog des Uptime Monitoring Services Pingdom, hat die allerersten Berichte und Reaktionen der Blogosphäre zu den neuen Services gesammelt: Es ist ziemlich interessant zu sehen, was die Blogs damals von den neuen Diensten gehalten und gepostet haben. Sie waren sich nicht immer komplett einig, es fällt jedoch unter all den Meinungen eine Gemeinsamkeit auf. Die heutigen Web-Giganten hatten durch die Bank von der ersten Minute an äußerst positive Rückmeldungen. Man konnte damals schon vermuten, dass die ehemals kleinen Dienste bei der breiten Masse Anklang finden werden und sich daraus etwas Größeres entwickeln wird. Vielleicht sollten sich neue Start-Ups in Zukunft mehr darauf konzentrieren herausragende Konzepte zu schmieden als mit der zehnten Umsetzung einer bereits bestehenden Idee Erfolg zu suchen?
Der YouCube bietet eine interessante Möglichkeit sechs YouTube Videos gleichzeitig anzusehen. Die Videos werden auf jeweils auf eine Würfelseite geklatscht und in einer Endlosschleife abgespielt. Dabei wird die Lautstärke je nach Blickwinkel angepasst. Hier gibt’s ein Beispiel mit Apple-Werbespots.
Zusammen mit der Ankündigung von YouTube, dass Filme in voller Länge nur in den USA abspielbar sind, kamen bei mir wieder erneute Zweifel über das Lizenz-Modell der Content-Provider. Sei es nun die Filmindustrie oder die Kollegen der Musiklabels, überall sind die Lizenzrechte so kompliziert gestaltet, dass es für Web-Dienste nahezu unmöglich wird, diese für die ganze Welt zu verhandeln. Pandorra, last.fm, hulu und eben jetzt YouTube sind nur einige Beispiele dafür.
Dass es auch anders geht, zeigen immerhin noch einige Ausnahmen. Cinetic Media, ein Unternehmen, das vor allem als Beratungs-, Finanzierungs- und Distributionspartner kleineren Indie-Filmen unter die Arme greift, hat erst vor kurzem Morgan Spurlocks Super Size Me und andere Dokumentationen auf YouTubeveröffentlicht. Diese sind ohne Probleme auch außerhalb der USA abspielbar.
Hulu, einer der populärsten Dienste um Filme und TV-Shows in Amerika gratis über das Internet anzuschauen, hat in den letzten Tagen eine ernst zu nehmende Konkurrenz bekommen: Niemand geringerer als Google selbst, bietet über das hauseigene Videoportal Youtube seit neuestem ganze Filme und Fernseh-Sendungen kostenlos an. Man konnte sich bisher unter anderem mit CBS, Lions Gate Entertainment und MGM über eine Zusammenarbeit einigen. Leider ist derzeit nur ein kleiner Bruchteil des Filmarchivs zugänglich, welcher zumeist auch nur die älteren Produktionen umfasst. Ganz im Gegenteil dazu das Angebot von Hulu: Hier befinden sich auch neuere Videos – vor allem Serien – im Angebot. Das könnte vor allem daran liegen, dass der Dienst direkt von zwei großen und wichtigen Content-Providern (NBC Universal and Fox) gegründet wurde.
Eines haben die Zwei jedoch gemeinsam: Für Interessierte außerhalb der USA bleibt der Zugang verwehrt. Anhand der IP-Adresse kann das Land eines Besuchers zugeordnet werden und somit erscheint die übliche Aussage, dass der Zugriff auf dieses Video nicht möglich sei. Es gibt zum Glück sehr praktische Mittel und Wege, diese Sperre zu umgehen.
Wer solche Praktiken nicht einsetzen möchte, aber trotzdem gern kostenloses Movie-Streaming in Deutschland/Österreich in Anspruch nehmen will, der kann den Service von MSN.de (Microsoft) nützen.
Nachdem es in letzter Zeit etwas ruhiger um das Miro-Projekt geworden ist, können die Entwickler des Opensource HD Videoplayers jetzt mit einem großen Updateaufwarten. In der Version 2.0 werden die bekannten Funktionen mit ein paar weiteren Features kombiniert und unter einem komplett neuen Interface vereint. Falls ihr schon immer nach einer schnellen und einfachen Möglichkeit gesucht habt, eure Lieblings-Videopodcasts zu verwalten, Videos von den bekannten Videoportalen wie Youtube herunterzuladen, Bittorrent-Feeds zu abonnieren oder einfach nur HD-Videos auf der Festplatte anzuschauen, dann werdet ihr Miro lieben. Der Player kann sich zurecht als “TV des Internets” bezeichnen.
Miro 2.0 könnt ihr hier herunterladen, einen ausführlichen Changelog gibt es hier!
Es gibt ja viele Grafiken, Darstellungsformen und Interpretationen der aktuellen Wirtschaftskrise, aber so eine unterhaltsame und kreative Visualisierung sieht man selten. Für die musikalische Umsetzung wurde Microsofts Songsmith verwendet, das derzeit bei der YouTube-Userschaft großen Gefallen findet.
Fabian Pimminger - geboren im Dezember 1989 - lebt in Inzersdorf im Kremstal, Österreich - Schüler, bald Student - süchtig nach Musik, Web Design, Internet - liebt Gadgets - verabscheut Spinnen, sonstige Krabbeltiere, Sonntage und Montage.